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Agenda21
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Mainzer Bündnis für Kinderrechte

Das Bündnis möchte die Kinderrechte nach der UN-Kinderrechtskonvention bekannt machen und für ihre Umsetzung eintreten. Zahlreiche Institutionen engagieren sich im Bündnis und organisieren jedes Jahr den Weltkindertag. 2022 fand der Weltkindertag am 24. September auf dem Gutenbergplatz statt.
  • Weltkindertag 2022 ein Rückblick

    Kinder malen ihre Rechte - Gemeinschaftsbild Kirsten Werner © Kirsten Werner
    Das Mainzer Bündnis für Kinderrechte hat den Weltkindertag 2022 bei herrlichem Wetter auf dem Gutenbergplatz gefeiert. An den Ständen des Bündnisses konnten die Kinder mit oder ohne Eltern verweilen, spielen, basteln, raten oder lesen. Es gab abwechslungsreiche Aktionen und es waren sehr viele Kinder anwesend. Der Tag hat allen Beteiligten viel Spaß bereitet. Foto: © Kirsten Werner

On- oder offline: jedes Kind hat Rechte!

2022 heißt das rheinland-pfälzische Motto für den Weltkindertag "On- oder offline: jedes Kind hat Rechte!"

Aber warum brauchen wir einen Tag für die Rechte der Kinder?

  • Die Rechte der Kinder werden nicht in allen Ländern genug beachtet.
  • Millionen Kinder leider unter Hunger und Gewalt, viele müssen arbeiten gehen, können nicht zur Schule gehen.
  • Wir müssen zeigen, dass es auch bei uns nicht allen Kindern gut geht; viele Kinder sind z.B. von Armut bedroht.
  • Jedes Kind, jeder Jugendliche braucht Anerkennung, Schutz und die Möglichkeit, Zugehörigkeit zu erfahren.

Dem Mainzer Bündnis für Kinderrechte gehören zahlreiche Organisationen an: Mainz denkt global-Agenda-Büro der Landeshauptstadt Mainz, Human Help Network e.V., die action 365, das Amt für Jugend und Familie (Haus der Jugend), Flüsterpost e.V. (Unterstützung für Kinder krebskranker Eltern), der Kinderschutzbund Mainz, UNICEF-Arbeitsgruppe Mainz, ISUV-Interessenverband für Unterhalt und Familienrecht, KIM – Kinder im Mittelpunkt e.V., afemdi-projekte Deutschland, der Verein Väteraufbruch für Kinder, Plan International, Mobile - Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst und der Stadtjugendring und Toula Rising e.V.

Mitglieder im Mainzer Bündnis für Kinderrechte

Hintergründe zum Weltkindertag und den Kinderrechten

Hintergründe zum Weltkindertag

Der 21. September 1954 war die Geburtsstunde des Weltkindertages. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen empfahl seinen Mitgliedsstaaten einen weltweiten Kindertag einzurichten, um sich für die Rechte der Kinder einzusetzen und die Freundschaft zwischen Kindern und Jugendlichen weltweit zu fördern. Der Weltkindertag wird in über 145 Nationen gefeiert, immer an einem anderen Datum. In Deutschland hat man sich für den 20. September entschieden. Der Weltkindertag ist mittlerweile ein bundesweit viel beachtetet Ereignis, er wird in über 400 Städten und Gemeinden als Kinder- und Familienfest gefeiert.

Kinderrechte

Zusammenfassung der UN-Kinderrechtskonvention in 10 Kinderrechte
  • Das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht.
  • Das Recht auf einen eignen Namen und eine Staatszugehörigkeit.
  • Das Recht auf Gesundheit.
  • Das Recht auf Bildung und Ausbildung.
  • Das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung.
  • Das Recht auf eine eigene Meinung und sich zu informieren, mitzuteilen, gehört zu werden und zu versammeln.
  • Das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung und eine Privatsphäre.
  • Das Recht auf sofortige Hilfe in Katastrophen und Notlagen wie Armut, Hunger und Krieg und auf Schutz vor Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung.
  • Das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause.
  • Das Recht auf Betreuung bei Behinderung

Warum müssen wir uns um die Kinderrechte kümmern?

UN-Sonderbeauftragter für Jugend Ravi Karkara hält fest:

  • Die Welt war nie jünger als heute; 23 % der Weltbevölkerung sind zwischen 12 und 24 Jahren als (1,6 Milliarden Menschen).
  • Das Leben findet für diese Generation hauptsächlich in den Städten statt.
  • Der Zugang zu wirtschaftlichen, natürlichen, politischen und sozialen Ressourcen ist für Heranwachsende in aller Welt eine Herausforderung.
  • Beteiligung als Grundprinzip der UN-Kinderrechtskonvention scheint kontroverser, komplizierter und schwieriger umzusetzen als Maßnahmen für Überleben, Entwicklung und Schutz.
  • Wirksame und sinnvolle Beteiligung hängt von vielen Faktoren ab: Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes, Bereitschaft der Eltern und anderer Erwachsener zum Dialog, von sicheren Orten in Familie, Gemeinde und Gesellschaft, die einen Dialog ermöglichen, Alter und Reife der Kinder berücksichtigen.
  • Kinder sollten nicht unter Druck gesetzt, eingeschränkt oder beeinflusst werden, sie sollten ihre Meinung frei zum Ausdruck bringen können, nicht das Gefühl haben, manipuliert worden zu sein.Unter 18 Jährige haben keine Wahlberechtigung, können daher keinen Einfluss auf Entscheidungsprozesse nehmen.
  • Junge Menschen müssen als Schlüsselressource erkannt werden. Sie sind Träger von Rechten und von Verantwortung.
  • Junge Menschen müssen über ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und auf Beteiligung an sie betreffende Entscheidungsprozesse informiert und dazu angehalten und ermutigt werden!

Welche Bedeutung haben Kinderrechte für die nachhaltigen Entwicklungsziele?

Mit der Agenda 2030 hat sich die internationale Staatengemeinschaft verpflichtet, Verantwortung für zukünftige Generationen zu übernehmen und unseren Kindern und Enkeln eine Welt zu hinterlassen, in der jeder Mensch in Würde leben kann. Die Beantwortung der Frage oben ist ganz einfach: Ohne die Verwirklichung von Kinderrechten werden die globalen Nachhaltigkeitsziele (kurz SDGs) bis zum Jahr 2030 nicht erreicht werden können – weder in Deutschland noch weltweit. Kinder stellen weltweit fast ein Drittel der Bevölkerung, in manchen Ländern Afrikas ist sogar die Hälfte der Bevölkerung unter 15 Jahre alt. Für diese jungen Menschen haben alle 17 Nachhaltigkeitsziele eine Auswirkung auf ihr Leben, ihre Entwicklung und ihre Zukunft. Umgekehrt schreiben die Kinderrechte grundlegende Voraussetzungen fest, um die Lebensverhältnisse von Kindern zu verbessern ohne die eine nachhaltige Entwicklung nicht denkbar ist. Das Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele geht also Hand in Hand mit der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention. Und hierbei geht es nicht nur um die Ziele, in denen Kinder explizit genannt sind. Ein Beispiel verdeutlicht den Zusammenhang: Mit dem Nachhaltigkeitsziel Nr. 11 hat es sich die Staatengemeinschaft zur Aufgabe gemacht, Städte und Gemeinden inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten. Auch wenn das wortwörtlich nicht so in der Kinderrechtskonvention zu finden ist, ist dies ein wichtiger Schritt zur Umsetzung zahlreicher Kinderrechte. So ist beispielsweise die Frage entscheidend, wie kinderfreundliche Städte und Gemeinden sind, um das Recht eines jeden Kindes auf Überleben und Entwicklung (Artikel 6.2), auf Schutz vor Gewalt und Ausbeutung (Artikel 19) oder vor den Gefahren durch Umweltverschmutzung (Artikel 24.2), das Recht auf angemessene Lebensbedingungen (Artikel 27) sowie auf Freizeit und die Beteiligung an kulturellem und künstlerischem Leben (Artikel 31) zu garantieren. Wenn es also darum geht, die nachhaltigen Entwicklungsziele bis 2030 zu erreichen, muss auch mehr für die Umsetzung der Kinderrechte getan werden. (Quelle: Unicef)

Adresse

Frau Dr. Sabine Gresch
Nachhaltige Stadtentwicklung, Agenda-Büro
Stadtverwaltung Standort Malakoff Passage
Rheinstraße 4G
55116 Mainz
Telefon
+49 6131 12-3730
E-Mail
Sabine.Greschstadt.mainzde
Internet

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