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Naturhistorisches Museum Mainz
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Oligozän

Vor 30 Millionen Jahren war das Mainzer Becken von einem artenreichen subtropischen Binnenmeer geflutet.

34 MILLIONEN JAHRE – 23 MILLIONEN JAHRE

Vor 30 Millionen Jahren schwammen im Mainzer Becken Seekühe. Es waren Verwandte der heutigen Gabelschwanz- Seekuh (Dugong). Neben dem Dugong gibt es heute noch drei Arten von Rundschwanz-Seekühen (Manatis). Die heutigen Seekühe bewohnen die Küstenregionen tropischer Meere oder leben in Flüssen.


Vom Land zurück ins Wasser
Seekühe sind wasserlebende Säugetiere, die sich aus Landtieren entwickelten. Die Vorfahren aller Seekühe waren große Pflanzenfresser, die auf vier Beinen durch urzeitliche Sümpfe stapften. Aus ihnen gingen die Seekühe, sowie ihre nächsten Verwandten, die Elefanten hervor. Seekühe sind bestens an das Leben im Wasser angepasst: die Vorderbeine wurden zu Brustflossen umgebildet, die Hinterbeine sind reduziert und am Ende der Wirbelsäule hat sich eine waagrecht ausgerichtete Schwanzflosse gebildet, die auf und ab geschlagen wird. Fische dagegen besitzen eine senkrecht ausgerichtete Schwanzflosse und bewegen sich schlängelnd fort. Die Knochen der Seekühe, vor allem die Rippen, sind äußerst massiv. Das hohe Knochengewicht gleicht den Auftrieb aus, der durch die mit Atemluft gefüllten Lungen entsteht und funktioniert damit wie ein Bleigürtel. So können die Tiere einfacher am Gewässergrund grasen.

Marine Mitbewohner

Im tropischen Meer des Oberrheingrabens und der weiträumigen Bucht des Mainzer Beckens mit ihren vorgelagerten Inseln entfaltete sich ein artenreiches Meeresleben. Funde von Korallen, Seeigeln und anderen Meerestieren beweisen, dass damals ein mariner Lebensraum existierte. Insgesamt sind heute rund 500 Arten bekannt, die vor allem die sauerstoffreichen und sonnendurchfluteten Küstenbereiche bewohnten. In den Ablagerungen nahe der mit Austern, Seepocken und Korallen bewachsenen Felsküste finden sich zahlreiche Schnecken- und Muschelarten, die den Küstenboden bevölkerten. Besonders häufig sind die dickschaligen Meermandeln.
Daneben gibt es Haizähne in großen Mengen, Kauplatten und Stachel verschiedener Rochen und sogar Kiemenreusenstrahlen planktonfressender Riesenhaie. Aus anderen Fundstellen stammen zahlreiche vollständige Fischskelette, unter anderem von Makrelen, Brassen, Thunfischen und Stachelrochen. Insgesamt wurden bislang über 100 Fischarten nachgewiesen.

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