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Bürgerservice (Foto: Kristina Schäfer)
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Ressourcenverbrauch & Digitalisierung

Ressourcenverbrauch der Digitalisierung

Die Digitalisierung unseres Alltags schreitet voran. Die weltweite Pandemie und das damit verbundene „Mehr“ an digitalem Arbeiten, Treffen und Konsumieren lies die Datenmengen in den vergangenen Jahren rasant steigen. Die Kommunikationstechnik verursacht derzeit zwei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes.

Dazu zählen auch unsere Smartphones, PCs und sogar Smart-Fernseher, denn ohne  Rechenzentren und Verteilertechnik (z.B. Mobilfunknetze), würden diese nicht funktionieren. Nicht nur das Gerät, das Sie selbst gerade nutzen, verbraucht Strom, sondern auch die Dienstleistung die sie damit abrufen. So verbraucht eine einzige Google-Suchanfrage 0,3 Wattstunden. Mit zwanzigmal googeln, hat man in etwa so viel Energie verbraucht, wie eine Energiesparlampe in einer Stunde. Damit unsere kleine Anfrage in Echtzeit beantwortet werden kann, müssen riesige Rechenzentren vorhanden sein. Diese benötigen nicht nur den Strom für ihren eigentlichen Betrieb, sondern müssen i.d.R. auch aufwändig gekühlt werden.

Auch Video-Streaming und Cloud-Computing tragen zu einem erhöhten Stromverbrauch bei. Ein 30 Minuten Video zu streamen verbraucht genauso viel CO2, wie eine Autofahrt von sechs Kilometern. Das Streamen von Bildern benötigt riesige Datenmengen, dabei gilt: je höher die Auflösung desto größer die Datenmenge. Nutzen Sie eine Cloud für ihre Fotos wird bei jedem Aufruf das Foto wieder neu aus dem Netz hochgeladen. Auch dafür müssen große Rechenzentren mit entsprechenden Kapazitäten vorgehalten werden.

Der Trend zu Green-Computing

Wer hätte gedacht, dass die Digitalisierung zu einem Klimaproblem werden könnte.  Dieses Bewusstsein für Klimaschutz haben sich nun auch großen IT-Unternehmen auf die Agenda geschrieben. Und dies nicht nur, weil ihr eigener Stromverbrauch deutlich gestiegen ist. "Green-Computing" ist deshalb der Schlüsselbegriff für viele dieser Unternehmen. Apple beispielsweise produziert jetzt schon eigenen, klimaneutralen Strom aus erneuerbaren Quellen und achtet bei der Produktion von Geräten auf Nachhaltigkeit sowie weniger CO2. Amazon will bis 2030 komplett CO2-neutral wirtschaften.

Seit 2010 fordert Greenpeace, dass große IT-Konzerne auf erneuerbare Energien setzten und ihre Apps möglichst mit regenerativ erzeugtem Strom betreiben. Einige Betreiber beliebter Apps haben sich diesem Thema angenommen. Auf der Homepage #Clickclean zeigt Greenpeace, welche Anbieter schon heute auf erneuerbaren Strom setzen. Den Link finden Sie unten stehend.

Was können wir selbst tun?

Jeder einzelne Nutzer kann mit seinem Verhalten dazu beitragen, dass der Energieverbrauch in dem Bereichen Homeoffice und -schooling, Streaming sowie App- und Cloud-Nutzung nicht ganz so rasant steigt. Ein paar Optionen wären:

  • Smartphone überprüfen – Die permanente Nutzung von WLAN und GPS steigert den Stromverbrauch ihres Smartphones. Auch nicht genutzte Apps benötigen Energie durch Updates und Synchronisierung, also besser löschen. Die Autoplay-Funktion in den sozialen Netzwerken deaktivieren, gerade die Übertragung von Videos braucht viel Strom.
  • Laptop nutzen - Bei gleicher Nutzung ist ein Laptop in der Regel deutlich energieeffizienter als ein Desktop-PC. Wer seinen Desktop-PC durch ein Laptop ersetzt, kann bis zu 75 Prozent Strom einsparen.  
  • Bewusst konsumieren – Auf übermäßiges Streamen verzichten und auf möglichst kleinen datensparenden Bildschirmen streamen, das spart Energie. Auch sollten keine Videos, Apps und Spiele parallel laufen, wenn nur eine Option wirklich genutzt wird. Übrigens: Streaming über das häusliche WLAN verbraucht weniger Ressourcen als über das Mobilfunknetz.
  • Lokal shoppen – Bei Bestellungen lokale und regionale Anbieter bevorzugen, das spart Transportwege. Wenn es nicht ohne Online-Shopping geht, auf den Express-Versand verzichten, das kostet zusätzlich Ressourcen.
  • Internetverbindung kappen – Auch der Router ist ein Dauerverbraucher im Haushalt. Über Nacht sollte er ausgeschaltet werden. Einige Router verfügen über einen automatischen Energiespar-Modus.
  • Webcam selten nutzen - Eine Stunde Videokonferenz verursacht einen CO2-Ausstoß von bis zu 1.000 Gramm. Wer ganz auf die Kamera verzichtet, kann bis zu 96 Prozent der verursachten Emissionen einsparen.
  • Bildschirmschoner aus - Wer den Stromverbrauch seines Computers senken will, schaltet den Bildschirmschoner aus. Dieser verhindert nämlich, dass sich der PC in den noch sparsameren Ruhezustand versetzt.
  • Stromanbieter klug wählen – Mittlerweile gibt es ein breites Angebot an Anbietern, die auf Strom aus regenerativen Energiequellen setzen.

Umwelttipp Juni 2021

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