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Umweltladen Mainz
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Gefahren für Wildtiere im häuslichen Umfeld

Umwelttipp des Mainzer Umweltladens

Eigentlich bieten menschliche Siedlungen Lebensraum für viele Tierarten. Sie besiedeln Gebäude als Felsersatz und Gärten und Anlagen als „Ersatz-Natur“. Selbst in unmittelbarer Nähe lärmender Verkehrsadern und belebter Wege tauchen sie auf. Jedoch bietet die Verstädterung neben Lebensraum auch Risiken für so genannte Kulturfolger und andere Arten. Schächte, Straßen, Wasserstellen, Lichtquellen und Zäune können zu tödlichen Fallen werden.

  • Kamine und Lüftungsschächte sind für Vögel, wie Dohlen oder Weißstörche tückische Fallen, wenn sie dort hineinstürzen. Gitter und Abdeckungen können derlei Verluste verhindern.
  • Verschlossene Zugänge oder Spalten in Dach und Fassade sowie toxische Holzschutzmittel im Rahmen von Gebäudesanierungen können ganze Kolonien von Gebäudebrütern (z. B. Fledermäuse, Spatzen, Mauersegler oder Turmfalken) vernichten. Renovierungen sollten daher stets außerhalb der Brut- und Fortpflanzungszeit und unter naturschutzfachlicher Anleitung durchgeführt werden.
  • Nester von Schwalben in Ställen, Garagen oder unter Dachvorsprüngen müssen nicht beseitigt werden. Das Kotproblem ist mit einem Kotbrettchen unter dem Nest leicht zu beheben.
  • Große Glas- und Fensterflächen sind tödliche Flughindernisse für allerlei Vögel. Abhilfe schaffen Markierungen auf den Scheiben, damit die Vögel sie als Hindernisse wahrnehmen.
  • In Kellern und unter dem Dach suchen Insekten, wie Schmetterlinge oder Marienkäfer, ihre Winterruheplätze. Damit sie im Frühjahr wieder ins Freie gelangen können und nicht sterben müssen, sollte das Dach mit sieblosen Lüftungsziegeln gedeckt und das Kellerfenster im Frühjahr einen Spalt geöffnet werden.
  • Nächtens angestrahlte Hauswände, beleuchtete Gartenwege, Hauseingänge oder beleuchtete Gartenteiche werden für zahlreiche Insekten oft zur tödlichen Falle. Lichtverzicht, dort wo es nicht unbedingt sein muss, Bewegungsmelder und nur kurzfristig nach Bedarf eingeschaltete Beleuchtungen mildern das Problem. Wird Beleuchtung angebracht, so sollten es LED-Lampen in warm-weiß bis max. 3000 Kelvin sein.
  • Um Stechmücken abzuwehren sollten Insektengitter und Vorhänge verwendet werden. Auf UV-Mückenabwehrlampen ist besser zu verzichten, diese töten nämlich nicht nur tausendfach die Plagegeister, sondern auch andere nachtaktive Insekten.
  • Straßenlaternen mit Quecksilberdampf-Lampen, Neonreklamen und Skybeamer locken und töten viele Insekten; Vögel werden desorientiert. Gelblichtlampen sind da eine gute Alternative, sie strahlen ein anderes Lichtspektrum ab, das Nachtfalter und andere Arten schont.
  • Baugruben, Lichtschächte, Treppengänge, Wasserableitungen und Gullys, in denen sich Wasser sammelt, sowie Gartenteiche und Schwimmbäder mit steilen Ufern werden leicht zur gefährlichen Falle für Frösche, Kröten, Igel, Mäuse und andere Kleinsäuger. Aus Hindernissen mit glatten Wänden können sie sich nicht mehr befreien und müssen verdursten oder verhungern. Gitternetze, Absperrungen und Ausstiegsrampen lösen das Problem zumindest im eigenen Garten.
  • Gartenzäune und Mauern sind unüberwindliche Hindernisse. Igel und andere Tiere gelangen hierdurch nicht zu Partnern oder zu genügend Flächen mit Nahrung. Deshalb weichen sie zum Fortbewegen oft auf Bürgersteige und Straßen aus und werden überfahren. Zäune sollten daher einen Abstand vom Boden von ca. 10 cm aufweisen, in Mauern sollten bodennahe Schlupflöcher sein.
  • Regenwassertonnen im Garten und Gießwasserstellen sind oft tückische Fallen für Vögel. Wassersammelgefäße sollten daher abgedeckt sein (das verringert auch die Stechmückenpopulation im Sommer). Gartenteiche sollten flach auslaufende Ränder besitzen.
  • Gartenpflege sollte während der Brutmonate März bis Juni nur sehr vorsichtig erfolgen. Hecken dürfen in diesem Zeitraum gar nicht geschnitten werden und auch beim Arbeiten mit Motorsensen sollte man auf Kleintiere im Unterholz achten.
  • Allgemein ist eine naturferne Anlagen- und Gartengestaltung mit hohem Dünger-, Wasser- und Chemikalieneinsatz sowie standortuntypischen Pflanzenarten ein häufiger Grund dafür, dass vielen Wildtieren die Existenzgrundlage entzogen wird. Wenigstens im eigenen Garten kann man dafür sorgen, dass dies nicht der Fall ist. In unserem Umwelttipparchiv finden Sie zahlreiche Tipps zur naturnahen Gartengestaltung.

Umwelttipp Mai 2018

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Linien: 6, 50, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 78, 90, 91

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