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Umweltladen Mainz
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Katzenabwehr

Umwelttipp des Mainzer Umweltladens

Hauskatzen sind beliebt. Sie machen nicht so viel Arbeit wie Hunde und sind weniger zeitintensiv in der Betreuung, weil das Gassigehen entfällt. Dafür werden sie oft einfach nach draußen gelassen. Doch damit beginnt das Problem. US-amerikanische und englische Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass der Einfluss von Freigänger-Katzen und verwilderten Hauskatzen auf städtische und ländliche Ökosysteme sehr negativ ist. Alle Katzen jagen – egal wie gut sie gefüttert werden. Durch die menschliche Fütterung wird der natürliche Regelmechanismus zwischen Räuber und Beute ausgeschaltet. Die Katzen spielen oft mit ihren Beutetieren und töten sie nicht sofort.

Der Mensch bestimmt die Hauskatzendichte. Und so sind die Verluste unter den Wildtieren aufgrund der enormen Anzahl von Hauskatzen als hoch einzuschätzen. Das Beutespektrum reicht von Insekten und Amphibien bis hin zu Kleinsäugern und Vögeln (vor allem Meisen, Amseln und Spatzen). Gerade auf Jungtiere haben es die satten Räuber abgesehen. Ein Glöckchen um den Hals der Katze bringt meist wenig, denn Katzen sind auch mit Glöckchen gute Jäger.

Daher ist es wichtig, Katzen kastrieren und sterilisieren zu lassen, um einer unkontrollierten Vermehrung vorzubeugen.

Aber nicht nur Wildtiere leiden unter den 8,2 Millionen Katzen in Deutschland (2013; laut Industrie Heimtierverband e.V.). Für Gartenbesitzer können sie zu echten Plagegeistern werden.

Eine Katzenabwehr im Garten kann dann nötig werden, wenn sie sich dauerhaft im Garten aufhalten und gar Schäden anrichten.

Katzen graben Löcher in Beete, bedienen sich an Gartenteichen (Goldfische), zerkratzen Autos und Tische, urinieren an Fenster, Türen und auf Gartenmöbel und hinterlassen ihren Kot, der Krankheiten wie z.B. Toxoplasmose übertragen kann.

Um Katzen im Garten abzuwehren, gibt es einige Methoden und Mittel, die hier im Folgenden vorgestellt werden sollen.

Kurzfristige Vertreibung

Um Katzen kurzfristig zu vertreiben, eignet sich neben dem Abspritzen mit dem Gartenschlauch, denn Katzen hassen Wasser, vor allem an Schnüren aufgehängte Blechdosen, die lautstark klappern, und spiegelnde und reflektierende Oberflächen wie kleine Spiegel, Alufolie oder polierte Metallstücke, die in Büschen und Bäumen aufgehängt werden. Entsprechende optische Katzenschreck-Produkte gibt es auch zu kaufen, sind aber nicht immer hilfreich, denn manche Katzen entwickeln schnell eine Gleichgültigkeit gegenüber diesen optischen Abschreckungsmitteln. Darüber hinaus sehen Blechdosen in den Bäumen und Metallstücke in den Büschen nicht besonders schön im Garten aus. 

Dekorative Vertreibung

Viel dekorativer für den Garten sind dagegen Windräder, Wasserspiele und physische Abwehrmethoden wie z.B. Steingärten oder stachelige Pflanzen. Gärten mit Kieseln und Steinen am Boden werden von Katzen gemieden. Kleine Windräder, die sich beim kleinsten Windzug bewegen und noch dazu Geräusche machen, können Katzen erschrecken. Stachelpflanzen wie z.B. Rosen, Hagebutten, Himbeer- und Brombeersträucher sowie Sanddorn vertreiben Katzen durch ihre Stacheln und Dornen.

Ultraschallvertreibung

Im Fachhandel gibt es spezielle Ultraschallgeräte zu kaufen, die mit einem Bewegungssensor ausgestattet, einen für Menschen unhörbaren, für Katzen aber unangenehmen Ton von sich geben. Allerdings hören diesen Ton auch Hunde und andere Tiere, die man damit besser nicht quälen sollte.

Vertreibung durch Geruch

Eine Vertreibung durch das Ausstreuen von Hausmittelchen, die für Katzen unangenehme Gerüche verbreiten, ist da schon umweltverträglicher. Katzen reagieren stark auf scharfe Düfte wie Pfeffer, Zitrusöle, Gewürznelken, Zwiebel-Knoblauch-Mischungen oder Pfefferminztee. Diese Mittel in den Beeten und auf dem Rasen verteilt, dürfte Katzen recht gut abschrecken.

Vertreibung durch Bepflanzung

Am dekorativsten, umweltverträglichsten und nachhaltigsten ist aber immer noch die Bepflanzung des Gartens mit Gewächsen, die katzenabwehrende Düfte ausdünsten. Zitronengras, Studentenblumen, scharfe Kräuter, Koriander, Lavendel, Pfefferminze, Weinraute und die Katzenabwehrpflanze Nummer eins: die so genannte Verpiss-dich-Blume (eine u.a. Menthol ausdünstende Krautpflanze) sind dafür gut geeignet.

Ein naturnaher Garten mit vielen Versteckmöglichkeiten für Wildtiere und oben genannter Bepflanzung, sieht nicht nur schön aus, sondern vertreibt auch nachhaltig den tierischen Plagegeist Katze, ohne dabei dem Haustier ernsthaften Schaden zuzufügen.

Umwelttipp Mai 2015

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Linien: 6, 50, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 78, 90, 91

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