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Bürgerservice (Foto: Kristina Schäfer)
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Gesund grillen

Umwelttipp des Mainzer Umweltladens

Wenn Sie den Grill anwerfen, sollten Sie ein paar Dinge beachten, damit Ihre Grillparty auch gesund, umweltverträglich und sicher ist.

Tropft Fleischsaft, Fett oder Marinade in die Glut, entstehen krebserregende Stoffe, sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Tupfen Sie daher mariniertes Fleisch vor dem Grillen ein wenig ab, bevor Sie es auf den Grill legen. Für fette Fleischsorten wie Schweinenacken sollten Sie besser gleich Alufolie oder eine Alu-Grillschale verwenden.

Viele Menschen löschen das Fleisch oder die Wurst mit Bier ab. Tatsächlich bringt das geschmacklich gar nichts. Es kann dagegen zu einer vermehrten Bildung von gesundheitsschädlichen Stoffen führen. Zudem tropft das Bier in die Glut und wirbelt die Asche auf, die sich wiederum auf dem Grillgut ablegt.

Holzkohle oder Briketts sollten gut durchglühen, bevor Sie das Grillgut auf den Rost legen. Denn: Wenn das Grillgut zu früh aufgelegt wird, können mit dem Rauch giftige Stoffe auf Bratwürste, Nackensteaks und Koteletts gelangen. Sobald die Kohle oder Briketts weiß sind, können Sie auflegen.

Der Abstand zwischen Glut und Grillrost sollte nicht zu gering sein, eine Handbreit ist ein guter Richtwert.

Verwenden Sie nur gute Kohle, die nach DIN EN 1860-2 oder DIN-plus zertifiziert ist. Und nehmen Sie bitte nur Holzkohle, die aus nachhaltiger und verantwortungsvoller Waldwirtschaft stammt.

Wenn Sie mit Holz grillen möchten, verwenden Sie bitte nur unbehandeltes Holz, das zuvor nicht mit Holzschutzmitteln oder Lacken und Farben behandelt wurde.

Als Grillanzünder empfiehlt sich ein sogenannter Bio-Anzünder, basierend auf Holz und Pflanzenölen. Von erdölbasierten und vor allem flüssigen Anzündern ist aufgrund von Geschmacks- und Umweltschutzbelangen sowie der erhöhten Unfallgefahr abzuraten.

Grill-Klassiker wie Bratwürste, Nackensteaks und Koteletts sind sehr fett. Auch fertige Grillsaucen haben meist viele Kalorien. Eine Grillmahlzeit deckt so schnell den Energiebedarf für einen ganzen Tag. Grillen Sie daher doch einmal mageres Fleisch, wie zum Beispiel Rinderfilet oder Hühnerbrust. Auch muss es nicht immer Fleisch sein: Gemüsespieße, Kartoffeln und Fisch schmecken gegrillt ebenfalls sehr gut und sind dazu noch umweltverträglicher.

Ebenso sind traditionelle Grillbeilagen wie Kartoffel- und Nudelsalate mit Mayonnaise  sehr  kalorienreich. Knackige Blattsalate mit Tomaten, Gurken und Paprika und einem leichten Essig-Öl-Dressing eignen sich für gesunde Grillpartys besser.

Gepökeltes Fleisch (zum Beispiel Kassler, Schinkenspeck, Fleischwurst oder Bockwurst) hat auf dem Grill gar nichts zu suchen. Denn bei mehr als 100 Grad entstehen Nitrosamine aus den Pökelsalzen, die sich in Tierstudien als krebserregend erwiesen haben.

Fertig mariniertes Fleisch aus dem Supermarkt ist nicht zu empfehlen. Oft wird eine fette und mit Geschmacksverstärkern, Farb- und Konservierungsstoffen angereicherte "Industrietunke" verwendet, um den Eigengeschmack eines alten Stück Fleisches zu überdecken.

Kaufen Sie lieber frisches Fleisch beim Metzger ihres Vertrauens und legen Sie es selbst ein. Eigene Marinaden mit frischen Kräutern, allen voran Rosmarin, sind aus noch einem ganz anderen Grund gesund: Laut einer amerikanischen Studie soll Rosmarin dabei helfen können, die beim Grillen entstehende Konzentration von krebserregenden Stoffen im Fleisch zu senken.

Grundsätzlich sollten Fleisch, Fisch und Wurst nicht zu lange auf dem Grill liegen bleiben. Verkohlte Stellen sind nicht allzu gesund und sollten vor dem Verzehr entfernt werden.

Ist die Grillparty vorbei, sollte der Grill baldigst gereinigt werden. Eingetrocknete Essensreste lassen sich nur sehr schwer entfernen. Reinigen Sie den Rost mit einer Bürste und warmem Wasser. Den Grill können Sie mit fettlösendem Spülmittel oder auch Scheuermilch säubern.

Wer zu Hause keinen Garten oder Balkon zur Verfügung hat und in der Öffentlichkeit grillen möchte, sollte darauf achten, dass nicht überall das Grillen erlaubt ist. In Mainz darf neben verschiedenen Grillplätzen, beispielsweise im Volkspark oder Hartenbergpark noch an folgenden Orten gegrillt werden: am Winterhafen, rechts und links der Theodor-Heuss-Brücke am Rheinufer und auf der Ingelheimer Auespitze. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter unten stehendem Link "Grillplätze in Mainz".

Umwelttipp August 2015

Adresse

Umweltladen
Mainzer Umweltladen
Steingasse 3-9
55116 Mainz
Telefon
+49 6131 12-2121
Telefax
+49 6131 27-9769
E-Mail
umweltinformationstadt.mainzde
Internet

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 10 bis 13 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr
Samstag: 10 bis 14 Uhr

Erreichbarkeit

Haltestellen / ÖPNV

Haltestelle Münsterplatz:
Linien: 6, 28, 50, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 90, 91, 92, 99

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