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Umweltladen Mainz
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Gesunde Haarpflege

Umwelttipp des Mainzer Umweltladens

Die Haarpflege gehört zu unseren täglichen Bedürfnissen und schöne Haare haben starken Anteil am äußeren Erscheinungsbild und persönlichen Wohlbefinden. Konventionelle Shampoos, Pflegemittel und Haarfarbe enthalten eine Vielzahl von Chemikalien, die die Gesundheit beeinträchtigen können und die Umwelt belasten. Wir stellen natürliche Alternativen für eine gesunde Haarpflege vor.

Schadstoffe in Shampoos und Haarfärbemitteln

Shampoos bestehen in erster Linie aus einer Mischung von Wasser und chemischen Tensiden, waschaktive Substanzen, die Schmutz- und Fettablagerungen im Haar lösen. Weitere chemische Inhaltsstoffe tragen dazu bei, dass das Shampoo angenehm duftet, eine ansprechende Farbe hat, eine gute Konsistenz aufweist und lange haltbar ist. Sie sorgen für leichte Frisierbarkeit und zaubern einen natürlichen Haarglanz.

Chemische Inhaltsstoffe, Konservierungs- und synthetische Duftstoffe können jedoch die Kopfhaut irritieren, Haare austrocknen und bergen erhebliche Gesundheitsrisiken. Es sind vor allem Feuchthaltemittel und Weichmacher mit hautreizender Wirkung, welche die Kopfhaut durchlässig machen, so dass chemische Stoffe hierüber schnell in den Körper gelangen, Leber und Nieren schädigen. Entfettende Schaumbildner greifen die Schleimhäute und Augen an. Viele dieser Substanzen gelten als Allergieauslöser, krebserregend und erbgutschädigend. Konservierungsstoffe werden eingesetzt, um die Haltbarkeit zu erhöhen und verändern den Hormonhaushalt. Silikone legen sich wie ein Film um jedes einzelne Haar und machen es auf diese Weise glatt, glänzend und leicht kämmbar. Jedoch sind diese nicht wasserlöslich und können daher nicht ausgewaschen werden. Das Haar trocknet unter dem Silikonmantel aus und lässt sich auch nur schwer färben.

Zu den bedenklichen Stoffen in Haarfärbemitteln gehören vor allem aromatische Amine, Resorcin, Ammoniak, PEG/PEG-Derivate sowie halogenorganische Verbindungen. Diese sind krebserregend, können allergische Reaktionen auslösen, trocknen das Haar aus und reizen Haut und Augen. Im Unterschied zu Tönungen, bei denen Farbpigmente das Haar nur oberflächlich umschließen, färben chemische Haarfarben dauerhaft. Das wird durch zwei Komponenten - Farbpigmente und Fixiermittel - erreicht. Wasserstoffperoxid und Ammoniak, bringen die Haare zum Aufquellen, und die natürlichen Pigmente werden herausgelöst. An ihre Stelle werden künstliche Farbpigmente mit der gewünschten Farbe eingeschleust.

Umstellung auf und Tipps für eine gesunde Haarpflege

Bei der Umstellung auf silikonfreies Haarwaschmittel enthält das Haar noch eine Silikonschicht, die die Aufnahme wichtiger Nähr- und Pflegestoffe behindert. Es dauert ca. 3 Wochen, bis die Silikonrückstände aus dem Haar herausgewaschen sind. Bis zur kompletten Entfernung können sich die Haare rauer anfühlen. Dann kehrt auch der natürliche Glanz zurück.

Lavaerde,  gemahlener Ton aus dem marokkanischen Atlasgebirge verhindert ein zu starkes Rückfetten und macht das Haar fülliger. Einige Esslöffel Lavaerde mit der doppelten Menge warmen Wassers verrühren, kurz ziehen lassen und dann wie ein normales Shampoo anwenden. Die Mischung schäumt nicht. Wenn Ihre Haare eher trocken sind, können Sie etwas Olivenöl dazugeben. Ganz ähnlich funktioniert die Haarwäsche mit Roggenmehl.

Natürliches Shampoo können Sie auch aus einer reinen Olivenseife in Bioqualität zusammen mit Wasser herstellen. Diese Seifenlauge entfernt schonend Fett und Schmutz und kann sogar dabei helfen, das Haarwachstum anzuregen. Zur Seifenlauge können Sie jetzt verschiedene Kräuterauszüge oder ätherische Öle geben. Wählen Sie solche Kräuter aus, die sich für Ihr Haarproblem eignen. Ätherisches Zedernöl beispielsweise hilft gegen fettendes Haar. Bei einem Schuppenproblem bieten sich ätherische Öle aus Eukalyptus, Lavendel, Lorbeer, Melisse, Rosengeranie oder Teebaum an.

Wenn Sie keine Lust haben, sich Ihr Shampoo selbst anzurühren, können Sie zu Naturseifen aus dem Naturkosthandel greifen. Sie enthalten Öle, welche die Haare pflegen und Feuchtigkeit spenden. Sie funktionieren am besten mit weichem Wasser. Bei hartem Wasser hilft eine Apfelessig-Spülung (s.u.), um den Kalk aus den Haaren zu bekommen.

Echte Puristen waschen ihre Haare einfach nur mit Wasser. Diese Variante ist besonders bei empfindlicher Kopfhaut geeignet. Wenn Sie es nicht ganz „ohne“ mögen, können Sie für einen Kräuteraufguss einen Liter Wasser erhitzen und zwei bis drei Esslöffel Kräuter (z.B. Brennnessel oder Kamille) hinein geben.

Für geschmeidiges und leicht kämmbares Haar greifen viele zu einer Spülung. Aber auch dafür gibt es eine sehr einfache, natürliche Alternative: eine Apfelessig-Spülung. Sie mischen einen Esslöffel Apfelessig (alternativ Zitronensaft) mit einem halben Liter Wasser und spülen damit das gewaschene, feuchte Haar. Dieser Mischung können Sie noch ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzufügen. Das Ergebnis sind glänzende und gesunde Haare.

Am besten das Shampoo vor jeder Haarwäsche frisch zubereiten. Gerade Kräuterauszüge entfalten frisch hergestellt eine besonders starke Wirkung. Falls Sie jedoch Ihr Haar täglich waschen, bereiten Sie sich Shampoo jeweils für höchstens ein bis zwei Wochen zu und lagern es im Kühlschrank.

Pflanzenhaarfarben (Pflanzenpulver und Wasser) sorgen ebenfalls für einen dauerhaften Farbton. Die Farbstoffe aus Kräutern, Rinden, Zweigen, Blättern, Früchten und Henna legen sich wie ein Film um jedes einzelne Haar - so entstehen Glanz und Volumen, das Haar wird dicker. Dazu sind manchmal aber mehrere Färbedurchgänge nötig. Das Färbeergebnis bei Pflanzenfarben fällt individuell aus und lässt sich nicht exakt voraussagen. Die Farbwirkung ist immer abhängig vom Naturton, der Struktur des Haares und eventuellen Vorbehandlungen wie Dauerwelle oder Tönung.

Haartönung für graues Haar: Mit einer Mischung aus Schwarztee und Salbei in Wasser können Ihre Haare wieder dunkler werden.

Umwelttipp Februar 2019

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