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Umwelttipp: Haushaltsauflösung

Eine Haushaltsauflösung kann unterschiedliche Gründe haben: der Tod eines Angehörigen, Trennung, Zwangsversteigerung, Umzug ins Seniorenheim oder eine berufliche Wohnungs-aufgabe. In vielen Fällen beauftragt man ein professionelles Unternehmen mit der Räumung, Verwertung und Entsorgung. Eine professionelle Haushaltsauflösung kann mehrere Tausend Euro kosten. Nur beim eigenen Haushalt können die Aufwendungen dafür als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend gemacht werden.

Haushaltsauflösung selbst durchführen

Es gibt aber auch gute Gründe, die Haushaltsauflösung oder einen Teil davon selbst vorzunehmen. Auch wenn es nicht leicht ist, den Nachlass eines nahen Angehörigen zu sortieren, möchte man diese Aufgabe vielleicht nicht unbedingt in fremde Hände geben. Gerade mit persönlichen Gegenständen anderen eine Freude zu machen, kann Ihnen ein gutes Gefühl in dieser Situation geben. Und schließlich ist die Wiederverwertung umweltfreundlicher, als alles einfach wegzuwerfen. Folgende Voraussetzungen sollten Sie dafür erfüllen:

Sie stehen nicht unter Zeitdruck, den Haushalt bis zu einem bestimmten Termin geräumt zu haben. Familie oder Freunde helfen Ihnen beim Ausräumen. Sie sind körperlich fit für die Räumungsarbeiten. Sie entwickeln konkrete Vorstellungen, wohin Sie brauchbare Gegenstände weitergeben und was Sie behalten möchten. Idealerweise besitzen Sie ein Fahrzeug oder einen Anhänger zum Transport.

Auch wenn Sie die Entrümpelung selbst vornehmen, müssen Sie mit Kosten für Benzin und die Entsorgung von Sperr-, Rest- und Sondermüll rechnen. Planen Sie genügend Zeit für die anfallenden Tätigkeiten ein: Anschauen, Ausräumen, Sortieren, Rückbau, Inserate schalten und betreuen, Recherche, Verkauf, Spenden und Entsorgen.

Die richtige Entrümpelungstaktik

Bei Ihrem Vorgehen hilft eine Liste, auf der Sie die Gegenstände in den Räumen mit Hilfe nachfolgender Fragen kategorisieren:

Was kann innerhalb der Familie und von Freunden gebraucht werden?

Was möchte ich verkaufen?

Was möchte ich verschenken?

Was muss (kostenfrei / kostenpflichtig) auf welche Art und Weise entsorgt werden?

Insbesondere, wenn Sie sich die Arbeit aufteilen, ist es eine Erleichterung, die jeweilige Bestimmung mit einem Aufkleber auf dem Gegenstand zu vermerken. Unterschiedliche Farben für unterschiedliche Verwendung vereinfachen die Sache nochmal.

Recherchieren und erfragen Sie Börsen für Gebrauchtes, Second-Hand-Kaufhäuser, lokale Organisationen für Spenden und Flohmärkte. Dinge, die ganz klar entsorgt werden müssen, können bereits in verschiedenen Behältnissen vorsortiert oder an bestimmten Bereichen des Haushalts abgelegt werden. Tipps für die richtige Entsorgung finden Sie am Ende des Artikels. Stets sollten Sie das Abfall-ABC, den Abfallkalender mit den Entsorgungsterminen und die Öffnungszeiten der Wertstoff- und Recyclinghöfe im Blick haben.

Verwertung - welche Gegenstände wohin?

Nachfolgend aufgeführte Wohn- und Gebrauchsgegenstände fallen bei jeder Wohnungsauflösung an. Chancen für den Verkauf hat man bei allgemeinen Marktplätzen im Internet. EBay-Kleinanzeigen ist hier das größte Online-Kleinanzeigen Portal in Deutschland. Regional ist der Mainzer Online Tausch- und Verschenkmarkt eine gute Adresse (den Link finden Sie am Ende des Artikels). Darüber hinaus gibt es ganz spezielle Portale für den individuellen Bedarf - Heimwerker, landwirtschaftliche Geräte, Boote uvm. Wer gut erhaltene Gebrauchsgegenstände verschenken möchte, kann sich vor Ort an Second-Hand-Kaufhäuser, z.B. „Fast wie neu“ in Wiesbaden wenden.

Möbel: Gerade ältere Möbel, die nicht im Trend liegen oder große, schwere Möbelstücke lassen kaum den Besitzer wechseln, auch nicht für „geschenkt“. Spezielle Internet-Börsen gibt es hingegen für Antiquitäten und 50er – 70er Jahre Möbel und Wohnaccessoirs.

Kleidung, Handtücher und Bettzeug: Karitative Einrichtungen, Kirchen, Hilfsorganisationen für Flüchtlinge, alleinerziehende Mütter oder Obdachlose nehmen Kleidung für bedürftige Zielgruppen als Spende.

Deko-Artikel: Hier kommt es darauf an, einen Liebhaber oder eine Liebhaberin zu finden. Ein Flohmarkt oder Garagenflohmarkt kann dabei helfen.

Bücher: Der Wert von Büchern wird oft überschätzt. In gängigen Online-Börsen wie Booklooker, Medimops oder Antikbuch24.de kann man sich nach dem Marktwert erkundigen. Nur alte, gut erhaltene Erstausgaben erzielen noch ihren Preis, wenn sie nicht gerade nach Keller müffeln.

Spezielles und Kurioses: was mache ich mit ….?

Dias lässt man am besten in einem Fotogeschäft digitalisieren. Falls man die Zeit hat, kann man auch ein eigenes Digitalisierungsgerät kaufen.

Musik- und Videokassetten finden i.d.R. keine Abnehmer. Richtig entsorgt werden sie im Restabfall.

Sammlungen und Antiquitäten sind etwas für Spezialisten. Wenn Sie Zeit haben, den (internationalen) Markt zu erkunden, meldet sich vielleicht der passende Interessent. Auch die Kontaktaufnahme zu lokalen Antiquitätenhändlern kann sich lohnen.

Glastische oder Glas, z.B. Spiegel, können nicht vom Sperrmüllfahrzeug abgeholt, jedoch kostenfrei bei den Mainzer Recyclinghöfen angeliefert werden.

Geräte mit Benzinmotor (z.B. Benzinrasenmäher, Motorkettensäge) gehören nach der Restentleerung von Benzin und Öl in den Altmetallcontainer auf dem Recyclinghof. Hingegen kann der Elektromäher oder der Elektroradiator als Sperrmüll angemeldet werden.

Autoteile müssen Sie zur Altautoverwertung bringen.

Medikamente sind meistens abgelaufen und werden im Restabfall entsorgt.

Ausgestopfte Tiere und die Geweihsammlung vom Opa könnten bei Schulen, Universitäten und Jagdgenossenschaften Gefallen finden, bevor sie über den Restabfall entsorgt werden. Sehr alte Präparate wurden früher mit Arsen behandelt und gehören zur Schadstoffannahmestelle.

Was übrig bleibt - die richtige Entsorgung

Alles was beim Ausmisten offensichtlich Abfall ist oder Gegenstände, die sie nicht losbekommen, führen Sie abschließend der Entsorgung bzw. dem Recycling zu. Denn vieles kann heute wiederverwertet werden, wenn es korrekt getrennt gesammelt und abgegeben wird.

Die Sammlung alter Kleidung wird über den Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) durchgeführt. Das DRK stellt im Stadtgebiet rund 100 Sammelcontainer zur Verfügung. Hier wird sichergestellt, dass tragbare Kleidung weitergegeben wird und nicht mehr tragbare Kleidung in die stoffliche Verwertung geht.

Für den Sperrmüll vereinbaren Sie einen kostenfreien Sperrmülltermin beim Entsorgungsbetrieb oder liefern den Sperrmüll auf dem Recyclinghof an.

Wertstoffe wie Elektrokleingeräte, Metall, Holz, Bauschutt und Flachglas können auf den Wertstoff- oder Recyclinghöfen abgegeben werden.

Alle Verpackungsabfälle gehören in den Gelben Sack.

Papier - und dazu gehören auch Bücher - werden im Papierabfall entsorgt. Für große Mengen an Akten ziehen Sie einen professionellen Anbieter hinzu, siehe Linkliste unten.

Farben, Reiniger, Lösungs- und Unkrautvernichtungsmittel sind nur einige Schadstoffe, die beim Aufräumen von Kellern und Werkstätten gerne zu Tage treten. Diese bringen Sie zum Schadstoffmobil oder zur Schadstoffannahmestelle in Budenheim.

Übrig gebliebener Restabfall wird über die Restabfalltonne oder einen Restabfallcontainer, den Sie mieten können, entsorgt.

Nun haben Sie es geschafft! Weitere Infos zur Haushaltsauflösung erhalten Sie im Mainzer Umweltladen oder beim Entsorgungsbetrieb Mainz.

Adresse

Umweltladen
Mainzer Umweltladen
Steingasse 3-9
55116 Mainz
Telefon
+49 6131 12-2121
Telefax
+49 6131 12-2124
E-Mail
umweltinformationstadt.mainzde
Internet

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten:
Montag: 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Dienstag: 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr
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Donnerstag: 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Freitag: 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Samstag: 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Erreichbarkeit

Haltestellen / ÖPNV

Haltestelle Münsterplatz:
Linien: 6, 50, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 78, 90, 91

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