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Ernährungsstile und Nachhaltigkeit

Umwelttipp des Mainzer Umweltladens

Die Art, wie wir uns ernähren, schädigt die Böden, ist eine Qual für die Tiere und bedroht unsere Gesundheit. Ein nachhaltiger Ernährungsstil, der die Ressourcen schont, ist dagegen fünf Prinzipien verpflichtet:

  • Dem ökologischen Prinzip für den Erhalt von Natur und Umwelt.
  • Dem ökonomischen Prinzip für ein tragfähiges Wirtschaften.
  • Dem sozialen Prinzip für ein gerechtes und lebenswertes Miteinander.
  • Dem kulturellen Prinzip für die Pflege von Kultur und Tradition.
  • Dem persönlichen Prinzip für Gesundheit und Genuss.

Deutsche Durchschnittskost

Jeder Deutsche verzehrt durchschnittlich 60 kg Fleisch und Fleischprodukte, 100 kg Milchprodukte und 95 kg frisches Gemüse im Jahr. Dies ist kein gesunder Ernährungsstil. Hoher Fleisch- und Zuckerkonsum führt oft zu Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. Zwei Drittel der Männer und über die Hälfte der Frauen leiden in Deutschland an Übergewicht. Zu viel und zu kalorienreiche Kost ist der Grund dafür.

Mischkost

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine Mischkost mit Schwerpunkt auf pflanzlichen Lebensmitteln, wie Kartoffeln, Brot, Reis, Nudeln in der Vollkornvariante sowie Obst und Gemüse (davon fünf Portionen am Tag). Des Weiteren dürfen Milch und Milchprodukte zwar täglich auf den Tisch kommen, Zurückhaltung ist dabei aber trotzdem angesagt. Zudem rät die DGE den Fleischkonsum auf 300 bis 600 g pro Woche zu verringern und mit Fett, Salz, Zucker und Alkohol grundsätzlich sparsam zu sein.

Vegetarisch

Nach einer Studie des Robert Koch-Instituts ernähren sich vier Prozent der Deutschen vegetarisch, also fleischlos. Vegetarismus gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen. Der Lacto-Vegetarier verzichtet auf Eier aber nicht auf Milchprodukte, Ovo-Lacto-Vergetarier essen Eier und Milchprodukte und Ovo-Vegetarier verzichten auf Milchprodukte, aber nicht auf Eier. Pescetarier essen kein Fleisch aber Fisch. Vegetarismus gilt als gesunde Ernährungsform.

Vegan

In Deutschland lehnen 0,1 bis ein Prozent der Bevölkerung sämtliche Tierprodukte ab. Sie essen weder Fleisch, noch Wurst, noch Fisch, keine Eier, keine Milchprodukte, keinen Käse, keine Butter und keinen Honig. Diese Ernährungsform ist auf den ersten Blick meilenweit von einer ausgewogenen Ernährung entfernt. Die DGE rät davon ab, Schwangeren, Stillenden, Kindern und Jugendlichen einen solchen Ernährungsstil nahezulegen. Nur mit Zusatznährstoffen, regelmäßigen Blutuntersuchungen beim Arzt und einem intensiven Studium der Materie kann sich ein erwachsener Mensch auch vegan ausgewogen ernähren.

Ökobilanzen

Der Verzicht auf tierische Lebensmittel verbessert die persönliche Klimabilanz schlagartig. Im Vergleich zum fleischbetonten Ernährungsstil, wie er üblich ist in Deutschland, ist jeder andere Ernährungsstil besser, weil weniger Klimagase erzeugt werden. Laut Berechnungen des Öko-Instituts setzt die vegane Ernährung mehr als ein Drittel weniger Klimagase frei als die deutsche Durchschnittskost. Der Klimagasausstoß des vegetarischen Ernährungsstils liegt noch um ein knappes Viertel niedriger als bei der Durchschnittskost. Maßvolle Fleischesser nach DGE-Mischkost-Empfehlungen liegen zwölf Prozent unter dem Durchschnitt. Generell gilt, dass man jeden Ernährungsstil in Sachen Klimagasausstoß verbessern kann, wenn man seine (vor allem pflanzlichen) Lebensmittel aus ökologischer, regionaler Erzeugung bezieht.

Allein auf den Klimagasausstoß kommt es aber nicht an, wenn es um die Bewertung der Ernährungsstile nach Nachhaltigkeitsgesichtspunkten geht. So kann z.B. eine artgerechte und nachhaltige Rinder- oder Schafhaltung einen Beitrag zur Artenvielfalt und zum Erhalt von Kulturlandschaften leisten, während gigantische Soja-Felder für die vegane Nachfrage des Westens hektarweise Regenwald vernichten können. In puncto Nachhaltigkeit schneiden deshalb der vegetarische und der Mischkost-Ernährungsstil am besten ab, weil beide den maßvollen Verzehr von tierischen Lebensmitteln einschließen.

Umwelttipp März 2017

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