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Regionale Lebensmittel - Verwirrung und Täuschung

Umwelttipp des Mainzer Umweltladens

Neben Bioprodukten werden seit einigen Jahren auch zunehmend Produkte beliebter, die aus der Nähe stammen. So genannte regionale Lebensmittel haben den Nimbus von Umweltverträglichkeit und Lokalpatriotismus. Sicherlich sind kurze Transportwege und die Unterstützung der lokalen bzw. regionalen Wirtschaft sinnvoll, doch da es bisher noch keine gesetzlich verbindlichen Kriterien für die Regionalkennzeichnung gibt, ist Verwirrung und Täuschung vorprogrammiert.

Supermarktketten, Lebensmittelhändler und –industrie reagieren natürlich auf die Beliebtheit von regionalen Produkten und präsentieren Slogans und vermeintliche Label wie „Aus unserer Region“, „Ein gutes Stück Heimat“ oder „Bestes aus…“. Doch es bleiben Fragen: Wie weit geht „regional“? Ganz Deutschland im Vergleich zur Importware? Oder nur bis zu den Grenzen eines Bundeslandes? Oder nicht weiter als 50 Kilometer? Müssen generell immer alle Zutaten eines Produktes aus der ominösen Region stammen? Oder nur zur Hälfte?

Seit Anfang des Jahres 2014 können Verbraucher mit dem "Regionalfenster" gekennzeichnete Produkte erwerben. Dank dieses Informationsfeldes auf Verkaufsverpackungen können Konsumenten auf einen Blick erkennen, woher die Zutaten stammen und wo sie verarbeitet wurden. Jedoch ist dieses Siegel für viele Verbraucherschützer zu unpräzise in seinen Definitionen. Begriffe wie „Heimat“, „nah“ oder „daheim“ waren schon immer sehr subjektiv und schwammig.

Vor einigen Jahren hat die Zeitschrift Öko-Test einige als regionale Lebensmittel gekennzeichnete Produkte unter die Lupe genommen. Unter 53 untersuchten Produkten mit regionalen Bezügen bewerteten die Tester nur 14 als echte Regionalprodukte. Streng genommen müsste ein echtes regionales Lebensmittel so definiert sein:

  • Alle Rohstoffe des Produkts müssten aus der angegebenen geographischen Region stammen.
  • Alle Rohstoffe der Ware müssten in der etikettierten Region verarbeitet worden sein.
  • Das Produkt sollte ausschließlich in der angezeigten Region vermarktet werden.

So fordern einige Verbraucherzentralen auch, dass für Einzelprodukte 100 Prozent und für zusammengesetzte Lebensmittel 95 Prozent der Zutaten aus der genannten Region kommen müssen.

Um Ihnen ein wenig die Verwirrung zu nehmen und industrieller Täuschung vorzubeugen, hier einige Tipps:

  • Nur der Kauf von echter regionaler Ware unterstützt die lokale Wirtschaft, also die Händler und Hersteller vor Ort, und entlastet die Umwelt durch kurze Transportwege. Kaufen Sie demnach auf Wochenmärkten, alteingesessenen Bäckereien und Metzgereien und Hofläden und fragen Sie ggf. nach dem Herkunftsort.
  • Richten Sie sich nach dem Saisonkalender für Obst und Gemüse und kaufen Sie regional frisch angebotene Waren.
  • Regionale Produkte sind keine Bioprodukte! Auch sie können Pestizide enthalten, wenn sie konventionell erzeugt wurden. Und nicht jedes vom Metzger seines Vertrauens geschlachtete Schwein aus der Nachbarschaft ist artgerechter gehalten worden als ein „Industrieschwein“.
  • Achten Sie immer auch auf die Zutatenliste. Auch bei ausgezeichneter und explizit angepriesener Regionalware, sollten Sie auf Nummer sicher gehen.
  • Viele Regionalinitiativen (z.B. SooNahe) bieten transparente Produktionen, von denen man sich zu Tagen der offenen Tür oder bei Hoffesten vergewissern kann, sowie ausgiebige Informationen zu den angebotenen Produkten.
  • Echte regionale Produkte zu konsumieren schützt das Klima: so verursacht z.B. ein Kilo Spargel aus Peru 17-mal mehr Treibhausgasemissionen als die gleiche Menge vom heimischen Acker.

Umwelttipp Mai 2017

Adresse

Umweltladen
Mainzer Umweltladen
Steingasse 3-9
55116 Mainz
Telefon
+49 6131 12-2121
Telefax
+49 6131 12-2124
E-Mail
umweltinformationstadt.mainzde
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Linien: 6, 50, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 78, 90, 91

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