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Umwelttipp: Regionales "Superfood" - klimafreundlich, gesund und preiswert

Was ist Superfood?

Avocado, Chiasamen, Quinoa oder Gojibeeren sind nur ein paar Beispiele für „Superfood“. So werden Lebensmittel bezeichnet, die einen besonders hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und / oder sekundären Pflanzenstoffen aufweisen. Wegen dieser zusätzlichen Inhaltsstoffe wird ihnen ein besonderer gesundheitlicher Nutzen nachgesagt. Das kann z.B. die Stärkung des Immunsystems, eine Steigerung der Stoffwechselaktivität oder eine antientzündliche Wirkung sein. Getrocknet werden sie als Püree oder Extrakt angeboten. Auch als Anreicherung in funktionellen Lebensmitteln (etwa Brötchen mit Chiasamen) oder in Kapsel- und Pulverform als Nahrungsergänzungsmittel sind sie auf dem Markt.

Ursprünglich überwiegend aus fernen Ländern, rücken zunehmend regionale Lebensmittel in den Fokus. Denn aufgrund hoher Energie-, Herstellungs- und Transportkosten steigen die Lebensmittelpreise, aber auch das Bewusstsein, dass eingeflogene Nahrungsmittel eine schlechte Klimabilanz haben.

Regionale Alternativen

Regionale Nahrungsmittel haben viele Vorteile. Durch kurze Transportwege können sie frisch geerntet und verarbeitet werden. Der Nährstoffgehalt bleibt so bestmöglich erhalten. Der Anbau erfolgt unter nachvollziehbaren ökologischen und sozialen Standards, denn die Rodung von Regenwaldflächen, künstliche Bewässerung, Pestizideinsatz oder schlechte Arbeitsbedingungen werden mehr und mehr hinterfragt.

Gut zu wissen, dass die heimischen Alternativen in ihren Eigenschaften den Exoten in nichts nachstehen. Zum Beispiel kommt die Avocado hauptsächlich aus Zentral- und Südamerika. Für ein Kilogramm Avocados werden durchschnittlich 1000 bis 1500 Liter Wasser benötigt – etwa acht Mal so viel, wie für ein Kilogramm Kartoffeln. Dieser hohe Wasserbedarf ist vor allem in trockenen Regionen mit geringen Wasserreservoirs als schädlich anzusehen, denn es werden dabei große Mengen Trinkwasser verbraucht. Als fettreiche Beere mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren kann sie u. a. das Risiko von Herzkreislauferkrankungen senken. Doch das Gleiche können Sie auch mit dem Verzehr von Walnüssen erreichen. Walnüsse besitzen einen sehr hohen Gehalt an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Durch den Fettanteil von über 60 Prozent sind sie ebenso kalorienreich.

Die Auswahl an heimischem Superfood ist groß und darum in Deutschland zu allen Jahreszeiten verfügbar. Anders als in den Tropen wachsen eben hierzulande zu jeder Jahreszeit andere Getreide, Nüsse, Gemüse- und Obstsorten, die unsere Ernährung bereichern und vielseitig gestalten können. Wer sich also umweltbewusst ernähren möchte, muss selbst im Winter keinen Verzicht üben, sondern kann aus dem Vollen schöpfen.

Gute Eigenschaften jahreszeitlich nutzen

Um die guten Eigenschaften unserer Nahrungsmittel jahreszeitlich gezielt für sich nutzen zu können, ist es Voraussetzung zu wissen, „was wächst wann“ und „was steckt drin“. Ein Saisonkalender für das ganze Jahr kann Ihnen zur Orientierung und beim Einkauf helfen, um herauszufinden, welches Nahrungsmittel wann Saison hat. Informationen zum Nährstoffgehalt und über die Inhaltsstoffe beziehen Sie z.B. aus der Warenkunde über Lebensmittel. Zwei Links dazu finden Sie am Ende des Artikels.

Wie komme ich an regionales Superfood?

Der Wochenmarkt ist eine gute Anlaufstelle. Schauen Sie dort bei regionalen Erzeugern nach. Denn diese bieten überwiegend Produkte aus eigenem Anbau an.

Planen Sie den Anbau in Ihrem eigenen Garten so, dass Sie das ganze Jahr davon profitieren. Die Auswahl von frühen und späten Sorten hilft dabei. Wintergemüse hat es in sich und auch in dieser Jahreszeit lässt sich der Speiseplan abwechslungsreich gestalten. Äpfel, Rote Beete, Möhren, Rot- und Weißkohl, Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln uvm. lassen sich gut lagern. Wirsing, Rosenkohl, Spinat oder Lauch kann auch bei kalten Temperaturen in der Erde bleiben und direkt geerntet werden.

Vergessen Sie die Beikräuter im Garten nicht. Denn gerade das, was der Gärtner nicht in seinem Beet haben möchte, ist womöglich eine Powerpflanze. Im zeitigen Frühjahr lassen sich schon Giersch, Vogelmiere, Brennnessel, Gänseblümchen, Löwenzahn und Co. als Vitaminbombe nutzen.

Wer es sich zutraut, geht an wenig frequentierten Stellen, am Waldrand oder an ungespritzten Feld- und Wiesenrändern, Wildkräuter und Beeren sammeln. Essbare Wildpflanzen, wie z.B. Bärlauch, Sauerampfer, Echter Meerrettich oder Hagebutten können eine Bereicherung für Ihren Speiseplan sein. Als Urform unserer Nahrungsmittel enthalten sie viele wertvolle und gesunde Inhaltsstoffe. Eine gute Anregung für das Sammeln und Zubereiten von wildwachsenden Pflanzen sowie Informationen über ihre Inhaltsstoffe finden Sie in der u.a. Linkliste.

Finale Tipps

Ein Großteil der Obst- und Gemüsesorten ist mittlerweile das ganze Jahr über in unseren Supermärkten erhältlich: Himbeeren aus Peru, Kartoffeln aus Ägypten und Weintrauben aus Chile … Verzichten Sie darauf und kaufen Sie Lebensmittel saisonal und regional.

Auch regionales Obst- und Gemüse kann klimaschädlich sein, wenn Sie es zur falschen Jahreszeit kaufen. Denn z.B. europäische Paprika, die Sie im Winter erwerben, wurde in beheizten Treibhäusern gezogen.

Ziehen Sie sich im Winter ganz einfach Sprossen oder Keimlinge auf Ihrer Fensterbank. Die Kombination aus Nährstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen macht die keimenden Sprossen zu kleinen, kompakten Kraftpaketen, von denen wir gesundheitlich profitieren. Eine vergleichbare Konzentration an Nährstoffen erreichen Pflanzen in ihrer Wachstumszeit nämlich nie wieder. Es gibt eine große Auswahl an Hülsenfrüchten (Bohnen, Linsen, Erbsen und Kichererbsen), Getreidesorten (vorwiegend Weizenkeimlinge) und Sprossen aus anderen Pflanzenfamilien, wie beispielsweise Kleearten, Kohlarten, Rettich, Radies und Senf.

Auf manches aus dem Ausland kommende Superfood brauchen Sie dennoch nicht zu verzichten, da es inzwischen auch in Deutschland oder Europa angebaut wird. Dazu gehören z.B. Echter Buchweizen, Hirse, Ingwer, Kurkuma, Sonnenblumenkerne und Leinsamen. Achten Sie deshalb beim Kauf auf die Herkunft.

Weitere Informationen

Essbare Wildpflanzen sammeln und zubereiten mit dem Buch "Essbare Wildpflanzen" von Steffen Guido Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger, AT-Verlag.

Adresse

Umweltladen
Mainzer Umweltladen
Steingasse 3-9
55116 Mainz
Telefon
+49 6131 12-2121
Telefax
+49 6131 12-2124
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umweltinformationstadt.mainzde
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Erreichbarkeit

Haltestellen / ÖPNV

Haltestelle Münsterplatz:
Linien: 6, 50, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 78, 90, 91

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