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Verstecktes Wasser – Wie viel Wasser steckt in den Dingen?

Umwelttipp des Mainzer Umweltladens

Kaum zu glauben: In einem einzigen Baumwoll-T-Shirt stecken rund 3.000 Liter Wasser. Soviel wird für die gesamte Produktion – von der Pflanzenaufzucht bis zur T-Shirt-Produktion – benötigt.

Diese nicht sichtbaren Mengen an Wasser, die in allen Lebensmitteln und Produkten stecken, nennt man umgangssprachlich „verstecktes Wasser“. Der Fachbegriff lautet „virtuelles Wasser“.

Verstecktes Wasser ist die Menge an Wasser, die zur Erzeugung eines Produktes aufgewendet wird (dabei zählt die Verschmutzung von Wasser auch als Verbrauch). In die Bilanz fließt ebenfalls der auf den ersten Blick verdeckte Wasserverbrauch mit ein. Bei der Erzeugung von Rindfleisch z.B. nicht nur der Trinkwasserverbrauch der Tiere, sondern auch die Bewässerung der Futterpflanzen.

Ob Biosprit aus Südamerika, Tomaten aus Spanien oder Baumwolle aus Pakistan: oft werden Waren, die zur Herstellung viel Wasser benötigen, aus Ländern  importiert, in denen Wassermangel herrscht.

Die Berechnungen der versteckten Wassermengen zielen auf einen künftig sparsameren Wasserverbrauch und die Bewusstwerdung, dass wasserintensive und exportorientierte Agrarnutzung in trockenen Ländern der Erde ökologisch bedenklich ist.

Die Frage nach verstecktem Wasser ist somit immer auch eine kritische Frage nach unserem eigenen Lebensstil.

Legt man die versteckte Wassermenge auf den Einzelnen um und rechnet sie zum täglichen Gesamtverbrauch eines Deutschen hinzu, erhält man den wahren Wasserverbrauch.

Obwohl die Deutschen mit ihrem häuslichen Leitungswasser recht sparsam umgehen und nur 130 Liter täglich zum Waschen, Kochen und Trinken benötigen, beträgt der wahre Wasserverbrauch mehr als 4.000 Liter pro Person und Tag. Rechnet man diesen Wert auf alle Deutschen um, erhält man den so genannten Wasserfußabdruck Deutschlands. Dieser beträgt 159,5 Milliarden Kubikmeter – soviel wie 3x jährlich die Wassermenge des kompletten Bodensees.

Eine Besonderheit des versteckten Wassers ist, dass in der Regel Produkte nicht dort verwendet werden, wo sie erzeugt wurden. Laut einer Studie des WWF führt Deutschland über ausländische Waren pro Jahr 79,5 Milliarden Kubikmeter Wasser ein (zum vgl. Schweden: 9,7 Milliarden Kubikmeter). Das Wasser steckt in Agrarprodukten wie Kaffee, Kakao, Rind- und Schweinefleisch aus Brasilien, der Elfenbeinküste, Frankreich und Spanien. So zapft Deutschland indirekt den Wasserhaushalt wasserarmer Länder an.

Was können Sie tun?

  • Recyclingpapier verwenden. Beim Papier-Recyclingvorgang wird weitaus weniger Wasser benötigt als bei der Herstellung von sogenanntem Frischfaserpapier.
  • Saisonal und regional kaufen. Ein eigentlich bei uns heimisches Gemüse oder Obst, das im warmen Süden angebaut wird, verbraucht in der Regel mehr Wasser, das dort zudem knapper ist als hier.
  • Bioprodukte kaufen. Nahrungsmittel aus der ökologischen Landwirtschaft verschmutzen Wasser weniger als konventionell erzeugte Produkte. Im Ökolandbau werden keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel, keine mineralischen Düngemittel und weit aus weniger herkömmliche Arzneimittel (z.B. Antibiotika) verwendet.
  • Weniger Fleisch essen. Vegetarier benötigen im Schnitt nur 1.500 Liter verstecktes Wasser täglich. Dies soll lediglich anspornen, den Fleischkonsum zu reduzieren; niemand soll zum Vegetarismus überredet werden.
  • „Fair“ kaufen. Waren aus Fairem Handel (z.B. Kaffee oder Textilien) werden nicht nur ressourcenschonender hergestellt, die direkte Unterstützung der Bauern in trockenen Ländern verbessert auch deren Zugang zu Wasser. So können beispielsweise von dem erwirtschafteten Geld Brunnen gebaut werden.
  • Wenn möglich keine Waren aus wasserarmen Ländern kaufen.
  • Achten Sie auf Langlebigkeit und gute Recyclebarkeit von Produkten.
  • Wasser sparen. Duschen Sie statt zu baden, lassen Sie den Wasserhahn nicht laufen oder nutzen Sie Regenwasser zur Gartenbewässerung.

Umwelttipp Juli 2010

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