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Umweltladen Mainz
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Bitte nicht füttern!

Umwelttipp des Mainzer Umweltladens

Das Füttern von Enten, Schwänen und anderen Wasservögeln erfreut sich bei Jung und Alt einer großen Beliebtheit. Sicher auch deshalb, weil
man bei dieser Gelegenheit Wildtiere aus der Nähe beobachten kann. Zumeist an den Wochenenden, hauptsächlich aber in den kühleren Jahreszeiten kann man in der Nähe von Gewässern viele Spaziergänger mit prall gefüllten Brottüten sehen. In der Annahme, das Brot erfülle einen guten Zweck, kaufen manche noch extra Brot hinzu um es zu verfüttern.

Doch die falsch verstandene Fürsorge kann großen Schaden anrichten!

  • Brot als Nahrungsmittel für Wasservögel ist nicht artgerecht. Normalerweise ernähren sich Wasservögel wesentlich vielseitiger von Pflanzenteilen, Muscheln und Insekten. Durch Brot werden sie zu dick und die Organe verfetten.
  • Das Füttern von Brot und anderen Lebensmitteln führt zu einer starken Ansammlung von Wasservögeln an einem Gewässer.
  • Die Vögel reagieren auf diese hohe Dichte mit gestörtem Verhalten bei Paarung, Brut und Jungenaufzucht.
  • Mit der unnatürlich hohen Zahl von Wasser vögeln an der Futterstelle ist zwangsläufig auch eine vermehrte Kotausscheidung verbunden, die zu einer Überdüngung des Wassers führt, wodurch auch die übrigen Tiere im Gewässer leiden.
  • Der vermehrte Nährstoffeintrag führt zu einem verstärkten Algenwachstum in den Gewässern. Die großen Algenmengen können nur unzureichend abgebaut werden, so dass sich mit der Zeit eine immer dickere Faulschlammschicht im Gewässer bildet. Durch Schimmel- und Fäulnisprozesse kommt es am Gewässergrund zu Sauerstoffmangel und dadurch zur Freisetzung von weiteren Giftstoffen (Methan, Schwefelwasserstoff). Hierdurch kann es zu einem “Umkippen des Gewässers” mit verheerendem Fischsterben kommen.
  • In der Faulschlammschicht können sich, besonders im Sommer, Botulismus-Bakterien vermehren, die ein Nervengift produzieren, das nach Aufnahme über die Nahrungskette für Enten tödlich wirkt.
  • Auch das Brot, das wegen übermäßiger Fütterung überhaupt nicht aufgenommen wird und auf den Boden sinkt, belastet das Gewässer und seine Tier- und Pflanzenwelt. Denn um die Futterreste bakteriell abzubauen, werden den Gewässern große Mengen an Sauerstoff entzogen. Der biologische Abbau von 1,5 kg Brot verbraucht mehr als 1 kg Sauerstoff.
  • Durch den Kontakt der Tiere mit dem Vogelkot sowie alten Futterresten wird auch die Entstehung von Krankheiten (z.B. Salmonellen) gefördert. Ein Vogelsterben kann die Folge sein. Aber auch Menschen und Haustiere (z.B. spielende Kinder und freilaufende Hunde) können sich mit Krankheiten infizieren.

Also:

  • Helfen Sie mit beim Natur- und Gewässerschutz!
  • Lassen Sie den Fischen Sauerstoff zum Atmen!
  • Füttern Sie keine Wasservögel und Fische – die Tiere finden genug Nahrung!
  • Das Füttern ist für Gewässer und Tierwelt schädlich, nicht nützlich!

Umwelttipp September 2009

Adresse

Umweltladen
Mainzer Umweltladen
Steingasse 3-9
55116 Mainz
Telefon
+49 6131 12-2121
Telefax
+49 6131 12-2124
E-Mail
umweltinformationstadt.mainzde
Internet

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten:
Montag: 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Dienstag: 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Mittwoch: 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Donnerstag: 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Freitag: 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Samstag: 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Erreichbarkeit

Haltestellen / ÖPNV

Haltestelle Münsterplatz:
Linien: 6, 50, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 78, 90, 91

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