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Die Herkulesstaude - gefährliche Schönheit

Umwelttipp des Mainzer Umweltladens

Die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, wurde wegen des imposanten und dekorativen Erscheinungsbildes um 1900 als Zierpflanze aus dem Kaukasus nach Mitteleuropa eingeführt. Sie wird drei bis fünf Meter hoch, bildet riesige, weiße Dolden und prägt das Bild an Straßenböschungen, Bahnlinien und Waldrändern.

Mittlerweile ist die Pflanze jedoch zu einer echten Bedrohung geworden:

  • Sie enthält das Gift Furanocumarin, das zu schweren Hautreizungen führt. Alle Pflanzenteile enthalten diese gefährliche Substanz. Wenn der Pflanzensaft auf die Haut gelangt, wird diese für die UV-Strahlung sensibilisiert und es können schwere allergische Reaktionen entstehen, die Verbrennungen dritten Grades ähnlich sind.
  • Sie breitet sich in bedrohlichem Maß aus und unterdrückt andere heimische Pflanzenarten. Aufgrund der massenhaften Samenbildung (eine Pflanze kann bis zu 10.000 Samen bilden) und der hohen Regenerationsfähigkeit des Wurzelstocks, verbreitet sich die Herkulesstaude rasch. Durch die großen Blätter, die zu einer Beschattung führen, wird die heimische Vegetation unterdrückt.
  • Sie besitzt keine natürlichen Feinde (z.B. Fressfeinde oder Parasiten).

Wegen dieser genannten Gefährlichkeiten sollte die Herkulesstaude konsequent entfernt werden.

Beachten Sie hierzu folgende Maßnahmen:

  • Tragen Sie Schutzkleidung! Lange Hosen, langarmige Hemden oder Pullover, Handschuhe und Schutzbrille sind unerlässlich. Sollte dennoch Pflanzensaft auf Ihre Haut gelangen, waschen Sie diesen gründlich ab. Vermeiden Sie in den nächsten Tagen direkte Sonne. Bei starken Hautreizungen sollten Sie zum Arzt gegen.
  • Im April und Mai beginnt das Wachstum. Die kleinen Pflanzen können Sie jetzt am besten ausgraben. Wenn Sie die Wurzel in 15 cm Bodentiefe abstechen, treibt sie nicht mehr so stark aus. Meist sind mehrere Jahre nötig, bis die Herkulesstaude wieder verschwunden ist.
  • Entfernen Sie die Pflanze nach Möglichkeit in der Dämmerung oder bei starker Bewölkung.
  • Währen der Blüte, ab Juni/Juli, ist das Entfernen der Pflanze schwieriger. Hacken Sie zuerst die Blütendolden ab. Achten Sie darauf, dass keine Samen herunterfallen, da diese nachreifen können. Am besten Stülpen Sie eine Plastiktüte über die Dolde, binden diese fest zu und schneiden dann die Blüte ab. Hacken Sie dann den Rest der Staude ab und graben Sie die Wurzel aus.
  • Die Wurzeln, Dolden und Stängel dürfen Sie auf keinen Fall kompostieren. Am sichersten ist es, sie in geschlossenen Tüten in den Restmüll zu geben.
  • Um wirklich sicher zu gehen, dass die Herkulesstaude vollständig entfernt wurde, ist eine mehrjährige Kontrolle unerlässlich.

Umwelttipp April 2009

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Samstag: 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Erreichbarkeit

Haltestellen / ÖPNV

Haltestelle Münsterplatz:
Linien: 6, 50, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 78, 90, 91

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