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Kupferbergterrassen - Mauer

Gutachten über den statisch-konstruktiven Zustand und notwendige Maßnahmen

Ausgangslage

Die Kupferbergterrasse ist eine bekannte Sehenswürdigkeit der Landeshauptstadt und beliebter Treffpunkt der Mainzerinnen und Mainzer. Von hier aus führt eine zweiarmige Treppenanlage in die Stadt auf den Schillerplatz.

Aufgrund deutlicher Schäden an der Stützmauer der Kupferbergterrassen, insbesondere an der der Witterung ausgesetzten Sandsteinschale, mussten im Jahr 2016 der Gehweg und die Parkplätze vor dem Bauwerk aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gesperrt werden.

Bei den Kupferbergterrassenmauern handelt es sich um Mauern mit einer weit verzweigten dahinterliegenden Kelleranlage. Während sich die große oberhalb gelegene Terrassenfläche und die bis zu zwölf Meter hohen Mauern im Besitz der Landeshauptstadt Mainz befinden, gehören die dahinter bzw. darunter liegenden Kelleranlagen privaten Eigentümern.

Da die gesamte Anlage baulich recht unübersichtlich ist und die letzten Untersuchungen aus den Jahren 1975/76 stammen, waren zunächst zeitintensive Vorarbeiten und Recherchen erforderlich, bis mit den eigentlichen Untersuchungen und Beprobungen begonnen werden konnte.

Mit dem Gutachten liegen nun erstmals umfassende Erkenntnisse über die verschiedenen Schadensbilder am Mauerwerk und deren Ursachen und damit eine fundierte Grundlage für die anstehenden erforderlichen Sanierungsmaßnahmen vor.

Ergebnisse des Gutachtens

Die Untersuchungen des Mauerwerks haben ergeben, dass die Sandsteinschale der Stützmauer eine hohe Salzkonzentration aufweist und entsprechend stark geschädigt ist: Erste Steine lösen sich aus dem Mauerwerksverbund und drohen herauszubrechen. Dadurch besteht eine Gefährdung der Verkehrssicherheit durch Steinschlag.

Ursache für diese Schädigungen ist ein hoher Salzeintrag in die Mauer durch die Oberfläche der Terrasse. Um den Salzeintrag zu reduzieren, muss der Niederschlag auf der Terrassenfläche zukünftig möglichst vollständig weggeleitet werden, das heißt, die Oberfläche der Terrasse muss abgedichtet werden. Je nach Schädigungsgrad müssen die Sandsteinquader anschließend restauriert oder ersetzt werden. Außerdem müssen Möglichkeiten einer Entsalzung untersucht werden, um zukünftige Schäden am instandgesetzten Mauerwerk zu vermeiden.

Am Portal der Oktogonhalle und im Bereich des rechten Treppenaufgangs neigt sich die Stützmauer talseits in Richtung Schillerplatz. Ebenso beulen die Seitenwände der Oktogonhalle nach innen aus. Diese Verformungen entstehen, da die Mauern den hohen Erddruck aus der bis zu zwölf Meter hohen Hinterfüllung nicht unverformt aufnehmen können. Eine akute Gefährdung der Stand- und Verkehrssicherheit besteht dadurch derzeit nicht, dennoch muss die Verformung überwacht werden. Nur so kann eine unbemerkte und gegebenenfalls kritisch werdende Zunahme der Verformung ausgeschlossen werden. Im Zuge der Instandsetzung des Mauerwerks werden dann Teilbereiche mit Erdankern oder Bodennägeln in der Hinterfüllung rückverankert werden.

Zudem empfiehlt das Gutachten den vorsorglichen Abbau der Treppenleuchten, da diese sich neigen und schlimmstenfalls abstürzen könnten. Der Rückbau der Leuchten ist bereits erfolgt.

Kosten

Zum jetzigen Zeitpunkt können noch keine Kosten für die Instandsetzung abgeschätzt werden. Erst wenn die die verschlossenen oder verfüllten Keller untersucht sowie die vollständige Bauwerksgeometrie durch Erkundungsbohrungen ermittelt wurde, kann eine erste überschlägige Kostenschätzung erfolgen.

Für eine belastbare Kostenschätzung wird im Gutachten empfohlen, zusätzlich die Instandsetzung der Steinquader geschädigten Steinquader im Detail zu planen und zu erproben, da die Gesamtkosten stark davon abhängen werden, in welchem Umfang und in welcher Art und Weise die geschädigten Steinquader restauriert werden können bzw. ersetzt werden müssen.

Nächste Schritte

Auf der Grundlage der oben dargestellten Erkenntnisse des Gutachtens wird das Büro Barthel+Maus Kayser+Böttges nun direkt beauftragt, mit den weiteren notwendigen vertiefenden Untersuchungen zur Planung der Instandsetzungsmaßnahmen des Mauerwerks zu beginnen.

Außerdem soll in einem ersten Schritt das Stützmauerwerk mit einer dauerhaften Einhausung aus Drahtgeflecht gesichert werden. Mit der Anbringung des Drahtgeflechts sind Absperrungen der Treppenanlage und entlang der Mauer nicht mehr erforderlich und können aufgehoben werden.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist das Gutachten gegliedert in einen Textteil und einen Anlagenteil.
Beides steht auf dieser Seite zum Download bereit.

Download Gutachten und Anlagen

Kontakt für Rückfragen

Gebäudewirtschaft Mainz
Zitadelle Gebäude E
55131 Mainz

E-Mail:gwmstadt.mainzde
Telefon: +49 6131 12-4000

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