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  6. „Was am Ende übrigbleibt?“ DGB Rentenreport RLP 2020

DGB Rentenreport Rheinlad-Pfalz 2020

Die Rente muss zum Leben reichen! Doch in der Realität reicht sie in vielen Fällen nicht aus – betroffen sind vor allem Frauen. Der DGB Rheinland-Pfalz zeigt in seinem Bericht, wo wir Frauen derzeit stehen, und was dringend geändert werden muss.

DGB Rentenreport Rheinland-Pfalz 2020

Altersarmut – ein Thema, das (leider) noch immer brandaktuell ist, wie der Rentenreport des DGB Rheinland-Pfalz ausdrücklich zeigt. Die unterschiedlichen regionalen und geschlechtsspezifischen Unterschiede sind noch immer gravierend. Viele Menschen können ohne weitere Unterstützung nicht von ihrer Rente leben. Und doch nehmen sie nicht alle Hilfe in Anspruch – zu kompliziert sind die bürokratischen Anforderungen, oder, was noch viel häufiger zutrifft, zu groß ist die Scham darüber, trotz jahrelanger Arbeit nicht von der eigenen Rente leben zu können.

Im Gesamtdurchschnitt erhielten Frauen im Jahr 2018 619 Euro Rente. Männer hingegen bekamen im Durchschnitt eine Rente von 1.202 Euro. Beim Blick auf die Zahlen in Rheinland-Pfalz zeigt sich, dass Frauen in Mainz mit 787 Euro (Durchschnittsrente) an der Spitze der Rentnerinnen lagen, der Eifelkreis Bitburg-Prüm mit 546 Euro hingegen das Schlusslicht bildete.

46.845 Menschen erhielten in Rheinland-Pfalz Leistungen im Rahmen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Die Altersarmut liegt in unserem Bundesland bei 17,9 Prozent. Im bundesweiten Vergleich ist Rheinland-Pfalz somit auf Platz 2 – nach Mecklenburg-Vorpommern. Die Armutsgefährdungsschwelle liegt für einen Einpersonenhaushalt in Rheinland-Pfalz bei 1.061 Euro.

Doch was muss getan werden? Der DGB fordert dazu auf, Niedriglöhne zu bekämpfen und Tarifbindungen zu stärken. Zugleich müsse die Gleichstellung weiter vorangetrieben werden. Unterbrochene Erwerbsverläufe wegen Kinderbetreuung, Care-Arbeit, Niedriglöhne, Teilzeit - all diese Dinge führen zu einer Ungleichheit bei der Rentenhöhe. Ohne entsprechende Rahmenbedingungen könne niemand Familie und Beruf vereinbaren.

Unabdingbar seien außerdem Arbeitsbedingungen, die unsere Gesundheit schützen. Krankheitsdiagnose 1: Psychische Erkrankungen. Frauen trifft es weitaus häufiger als Männer. Mit 43 Prozent ist die psychische Erkrankung die häufigste Diagnose für eine Erwerbminderungsrente.

Das Rentenniveau müsse zudem grundsätzlich angehoben werden, denn erst ab 50 Prozent könne die Rente für ein gutes Leben reichen.

Wer einmal die Zahlen aus Rheinland-Pfalz mit denen im Bundesgebiet vergleichen möchte, kann sich hierzu die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung ansehen.Von 1000 Frauen bekamen 2019 nur 121 eine Rente über 1.200 Euro. Bei den Männern hingegen waren es 502 (ebenfalls von 1000 Versicherten in Westdeutschland).

Ansprechpartnerinnen für kostenlose Auskünfte und Beratung finden Sie bei der Deutschen Rentenversicherung und dem DGB Rheinland-Pfalz.

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