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25. November - Internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Mit zahlreichen internationalen und lokalen Aktionen wird alljährlich am 25. November auf das immer noch drängende Problem der Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht-auch in Mainz. Seit 1999 ist der 25. November von den Vereinten Nationen als offizieller Internationaler Gedenktag anerkannt.
frauenbuero
© Frauenbüro

Neue Fahnen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen Bürgermeister Günter Beck und Arbeitskreis Gewalt an Frauen und Kindern mit Aktion vor dem Stadthaus Große Bleiche

Die Aktion hat Tradition – die Fahnen aber sind 2022 neu. Erstmals hissen Bürgermeister Günter Beck, das Frauenbüro und Vertreterinnen von Frauenorganisationen aus dem Arbeitskreis Gewalt an Frauen und Kindern gemeinsam am 23. November um 12.30 Uhr am Stadthaus Große Bleiche die im Auftrag des Frauenbüros für Mainz neugestalteten Fahnen.

Mainz gegen Gewalt an Frauen, so der neue Slogan, steht für den Anspruch, als Landeshauptstadt klar und deutlich gegen alle Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt einzutreten. Als Motiv der neuen Fahnen dient eine Fotocollage der Mainzer freischaffenden bildenden Künstlerin Bianca Wagner, die sie 2021 zum Fotowettbewerb des Frauenbüros eingereicht und damit den 1. Platz belegte. Zu sehen sind die neuen Fahnen nicht nur vor dem Stadthaus, sondern auch auf der Großen Bleiche.

„Wenn wir sagen, Mainz gegen Gewalt an Frauen, dann heißt das auch, dass wir nicht nur die Mainzerinnen damit meinen, sondern alle Frauen, die Tag für Tag zu spüren bekommen, wie unfrei ein Frauenleben sein kann“, so Bürgermeister Günter Beck zur diesjährigen Aktion. „Es geht uns auch um Solidarität mit dem Kampf der Frauen im Iran, in Afghanistan und in den vielen anderen Ländern, in denen Frauenunterdrückung Alltag ist. Frauenrechte sind universelle Menschenrechte.“

Dass aber auch Mainz für Frauen keine gewaltfreie Enklave ist, machen das Frauenbüro und die Vertreter:innen von SOLWODI e.V., dem Frauennotruf Mainz e.V., dem Frauenhaus, der pro familia Mainz, der Täterarbeitseinrichtung und der städtischen Stelle für Gesundheitsförderung deutlich. „Aus gutem Grund beteiligen wir uns seit mehr als 20 Jahren am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, um auf alle Formen von Gewalt an Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen. Auch hier in der Stadt erleben Frauen und Mädchen von Männern ausgeübte Gewalt. Und das wollen wir auch deutlich beim Namen nennen“, so das Frauenbüro.

„Die von Männern ausgeübte Gewalt habt einen hohen Preis. Berechnungen des Ökonomen Boris von Heesen zufolge liegt der gesellschaftliche Schaden der Männergewalt an Frauen bei 2,7 Milliarden Euro jährlich, ganz abgesehen von den physischen und psychischen Schäden bei den weiblichen Opfern.“ Erinnert werden soll an diesem Tag daher auch an die Verpflichtung für Mainz, mehr für den Gewaltschutz und die Gewaltprävention zu tun. „Die Istanbul-Konvention, das Abkommen des Europarates zur Bekämpfung und Verhütung von Gewalt an Frauen, ist kein nice to have, sondern ein must – auch für Kommunen.“ Es seien aber noch viele Schritte notwendig, damit aus den Anforderungen der Konvention tatsächlich ein städtisches Programm werden könne, so Bürgermeister Günter Beck.


Sexueller Missbrauch: Auswirkungen von Kindheitstraumata auf die Gesundheit - Veranstaltung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Online-Lehrveranstaltung der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauengesundheit der Johannes Gutenberg-Universitätsmedizin
Mittwoch, 23. November 2022
16 Uhr bis 18 Uhr

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Eines davon ist sexueller Missbrauch. Die Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Missbrauchs geht davon aus, dass pro Schulklasse ein bis zwei Kinder sexuellem Missbrauch ausgesetzt sind. Zwei Drittel davon sind Mädchen. Tatort ist bei einem Viertel der Fälle der engste Familienkreis. Bei weiteren 50 Prozent stammt der Täter aus dem sozialen Umfeld. Missbrauchserfahrungen können Traumata auslösen und die wiederum hinterlassen neben psychischen Folgen Spuren, die die eigene Gesundheit und sogar die der Folgegeneration beeinträchtigen können. Wer als Kind ein Trauma erlebt hat, kann als Erwachsene:r nicht nur anfälliger für psychische Krankheiten sondern auch für Diabetes oder Krebs, Störungen des Stoffwechsels oder des Immunsystems und etwa Herz-Kreislauferkrankungen sein. Wie sich sexueller Missbrauch als ein Auslöser eines Kindheitstraumas genau auf die Gesundheit Erwachsener auswirken kann, ist Thema der diesjährigen Online-Lehrveranstaltung der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauengesundheit der Johannes Gutenberg-Universitätsmedizin anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen. Prof. Dr. Christine Heim, Direktorin des Instituts für Medizinische Psychologie an der Charité Berlin, berichtet über ihre Forschungen dazu, wie Traumata entstehen, welche medizinischen Folgen traumatisierende Kindheitserfahrungen auf die lebenslange Gesundheit haben (können) und welche Möglichkeiten der medizinischen Intervention es gibt. Moderiert wird die Veranstaltung von Anette Diehl vom Frauennotruf Mainz. Zeit für Rückfragen und Diskussion ist eingeplant.

Die Veranstaltung ist als Zoom Meeting angelegt und kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 22.11.2022 unter susanne.herbstunimedizin-mainzde.

(Vor)Geschichte

1981 riefen Frauenorganisationen aus Lateinamerika und der Karibik in Bogotá in Kolumbien den 25. November zum Tag gegen Gewalt an Frauen aus. Sie erinnerten damit an die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter und Vergewaltigung getötet wurden. Seither haben sich in immer mehr Ländern Frauen-und Menschenrechtsorganisationen sowie öffentliche Einrichtungen der Idee eines internationalen Tages unter dem Motto "Nein zu Gewalt an Frauen" angeschlossen. In zahlreichen nationalen und lokalen Aktionen wird alljährlich auf das immer noch drängende Problem der Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller Internationaler Gedenktag anerkannt.

Archiv: Fahnenaktion 2001 bis 2021

Fahnenaktion
Fahnenhissen auf dem Rathausplateau© Frauenbüro

Seit 2001 wehen jährlich In Mainz am Internationalen Gedenktag an öffentlichen Gebäuden und Plätzen (Rathaus, Stadthaus, auf der Ludwigstraße und am Schillerplatz) Fahnen für ein freies Leben ohne Gewalt. Die Fahnenaktion "Nein zu Gewalt an Frauen" wurde 2001 von der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES ins Leben gerufen. Bundesweit engagieren sich Frauenorganisationen und kommunale Einrichtungen für die jährliche Fahnenaktion am 25. November. In 800 Städten und Gemeinden setzen über 3000 Fahnen ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Auf Anregung des Mainzer Frauenbüros hat TERRE DES FEMMES im Jahr 2006 auch Fahnen mit englisch- und französischsprachiger Beschriftung herstellen lassen. Seit dem markieren die Fahnen auch in anderen Ländern der Erde diesen Internationalen Gedenktag.

Seit November 2014 wird zum Gedenktag ein Banner an der "Beamtenlaufbahn" am Stadthaus über die Kaiserstraße gespannt. Initiiert wurde es vom Mädchenarbeitskreis (MAK) der Landeshauptstadt Mainz.

Veranstaltungen zum 25. November in Mainz/ Die Themen im Rückblick

Alljährlich lädt die Fachgruppe Gesundheit des Arbeitskreises Gewalt gegen Frauen zu einer Fortbildungsveranstaltung für Ärztinnen, Ärzte, medizinisches Fachpersonal und Fachkräfte aus der Antigewaltarbeit ein. Zuletzt ging es um Hilfe in der ärztlichen Praxis und in der medizinischen Versorgung bei (sexualisierter) Gewalt in Partnerschaften.


Themen seit 2006

  • »Medizinische Erstversorgung und Nachbetreuung von Opfern sexualisierter Gewalt«
    Vortrag mit Dr. Ulrike Krause, Gynäkologin aus Kiel und Prof. Dr. Urban, Institut für Rechtsmedizin Mainz, (22. November 2006)
  • »Psychische Folgen sexueller Gewalt und ihre psychotherapeutische Behandlung«
    Vortrag mit Dr. Claudia Subic-Wrana, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz, (28. November 2007)
  • »Gesundheit - Gewalt – Migration«
    Vortrag mit Dr. Monika Schröttle, Interdisziplinäres Zentrum für Frauen-und Geschlechterforschung der Universität Bielefeld,(26. November 2008)
  • »Weibliche Genitalverstümmelung«
    Vortrag mit Dr. Isabell Utz-Billing ,DRK Kliniken Berlin, (18. November 2009)
  • »K.O.cktail? Fiese Drogen im Glas. Verbreitung und medizinische Befundung«
    Vortragsveranstaltung mit Anette Diehl vom Frauennotruf Mainz und Verena Héroux vom Institut für Rechtsmedizin ( 17. November 2010)
  • » Sexualisierte Gewalt in der Lebensgeschichte heute alter Frauen« Vortragsveranstaltung mit Martina Böhmer, Altenpflegerin für Geriatrische Rehabilitation und Beraterin für Psychotraumatologie, Bergisch-Gladbach(30. November 2011)
  • » Sexualisierte) Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderung - wie wird die Medizin barrierefrei?« Vortragsveranstaltung mit Brigitte Faber, Weibernetz e.V., Kassel (28. November 2012)
  • »(Sexualisierte) Gewalt in Teenagerbeziehungen«
    Fachveranstaltung mit Prof. Dr. Barbara Krahé ,Universität Potsdam (15. November 2013)
  • » Medizinische Akutversorgung nach Vergewaltigung. Das Frankfurter Modell«
    Vortragsveranstaltung mit Dr. Sonja Pilz, Klinikum Frankfurt Höchst (26. November 2014)
  • » Akutversorgung bei Vergewaltigung . Angebot und Vorgehen der Fach- und Anlaufstellen in Mainz«
    Podiumsveranstaltung (18. November 2015)
  • Frauen und Gewalt. Besonderheiten bei der gesundheitlichen Versorgung geflüchteter Frauen und Mädchen
    Vortrag von Sibylle Rothkegel und Diskussion mit Beiträgen zur Situation in Mainz (23. November 2016, 17 Uhr)
  • Modellprojekt in Rheinland-Pfalz
    Medizinische Soforthilfe bei Vergewaltigung
    Projektvorstellung
    Mittwoch, 22. November 2017, 17 Uhr
    Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauengesundheit der Johannes Gutenberg-Universitätsmedizin, Hörsaal
  • Mittwoch, 21. November 2018
    Fachveranstaltung
    Gesundheitliche Folgen (sexualisierter) Gewalt an Mädchen
    Vortrag: Anke Zylmann (Lobby für Mädchen, Köln) zu Formen, Vorkommen, (Trauma-)Folgen und Intervention bei sexualisierter Gewalt an Mädchen
  • Mittwoch, 20. November 2019
    Informationsveranstaltung
    Gewalt macht krank! Hilfe in der ärztlichen Praxis und in der medizinischen Versorgung bei (sexualisierter) Gewalt in Partnerschaften
  • Mittwoch, 23. November 2021
    Online-Lehrveranstaltung
    Gesundheitlichce Auswirkungen (sexualisierter) Gewalt gegen Frauen
Frauenbüro Mainz
© Frauenbüro

Die Veranstaltungen werden/wurden unterstützt vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz.

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