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Alte Frauen und Partnergewalt

Gewalt gegen ältere Menschen ist ein globales Problem. Bis heute ist es wenig erforscht und kaum ins öffentliche Bewusstsein gelangt. Und das obwohl nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO zehn Prozent der über 60-Jährigen Diskriminierung, Missbrauch oder anderen Formen von Gewalt ausgesetzt sind. Mit der Resolution 66/127 hat die Generalversammlung der Vereinigten Nationen ihre Mitgliedsstaaten aufgerufen, Maßnahmen zum Schutz dieser Menschen zu ergreifen und den 15. Juni zum Tag gegen Diskriminierung und Misshandlung älterer Menschen erklärt. Seitdem thematisieren Fachkreise und Gremien vermehrt das Problem von Gewalt in der Pflege.

Mainzer Netzwerk aktiv gegen Gewalt in Paarbeziehungen alter Frauen

Auch eine Untergruppe des Arbeitskreises Gewalt an Frauen und Kindern Mainz und Mainz-Bingen befasst sich seit zwei Jahren mit dem Problem. Dabei legt sie einen besonderen Schwerpunkt auf Partnergewalt im Leben alter Frauen mit Pflegehintergrund. Denn in Fällen, in denen Gewaltausübende oder Gewaltbetroffene pflegebedürftig sind, ist der Schutz vor Gewalt besonders schwer: Das Gewaltschutzgesetz, bzw. das Polizei- und Ordnungsbehördengesetz, ist schwer umsetzbar, wenn beispielsweise der Täter der Wohnung verwiesen werden soll. Denn ist der Mann oder die Frau pflegebedürftig, fehlen geeignete Örtlichkeiten zur Unterbringung bzw. Versorgungsstrukturen, die kurzfristig die Pflege und Versorgung übernehmen und gewährleisten können. Auch Frauenhäuser können für diesen Personenkreis keine geeigneten Versorgungsstrukturen bieten. Standardisierte Kriseninterventionsmaßnahmen fehlen ebenso wie Notbetten in Pflegeeinrichtungen.

Aktionen

Über den fachlichen Austausch hinaus macht die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Gewalt in Paarbeziehungen älterer und alter Frauen: Mit gleich zwei Veranstaltungen beteiligte sie sich vergangenes Jahr an den Mainzer Tagen der Sicherheit und Prävention und konnte das Thema in städtische Fachgremien (Pflegekonferenz, Seniorenbeirat) einbringen. Aktuell arbeitet sie an der Erstellung eines Flyers, der Betroffenen Mut macht, sich Hilfe zu holen und Unterstützungsangebote in Mainz auflistet.

Flyer: Es ist nie zu spät etwas zu verändern - Alte Frauen und Partnergewalt

Mit dem Flyer "Es ist nie zu spät etwas zu verändern" informiert die Untergruppe Betroffene, Angehörige und Fachkräfte aus der Altenarbeit über Partnerschaftsgewalt im Leben alter und älterer Frauen und Ansprechpersonen. Weitere Hintergrundinformationen zu dem Thema hat sie in den Einlegern "Warum Partnergewalt im Alter aufkommt und Gewalt in bereits belasteten Paarbeziehungen im Alter eskalieren kann" und "Warum es für die Generation der heute älteren und alten Frauen besonders schwer ist, sich aus einer gewalttätigen Beziehung zu lösen" zusammengefasst.

Mitglieder

2015 von Frauennotruf und Frauenbüro Mainz sowie der polizeiliche Opferberatung gegründet stand für die Untergruppe Alte Frauen und Partnergewalt des AK Gewalt anfangs der Auf- und Ausbau eines fachlichen Netzwerkes an. Und der ist gut gelungen. Zwischenzeitlich gehören dem Fachgremium neben den Gründerinnen die Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit mbH, Pflegestützpunkte, der Sozialpsychiatrische Dienst und die Sozialplanung der Stadt Mainz an.

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