Pressemeldungen August 2025
Hier finden Sie die Pressemeldungen über Einsätze der Feuerwehr Mainz von August 2025.
09.08.2025 - Auffahrunfall mit vier Fahrzeugen - neun Leichtverletzte auf der A60
Am frühen Samstagnachmittag kam es auf der A60 in Höhe der Abfahrt Mainz-Laubenheim zu einem Auffahrunfall mit vier Fahrzeugen. Neun Personen wurden dabei leicht verletzt. Ins Krankenhaus musste zum Glück niemand. Nicht alle Autofahrer beachteten die Absperrung.
Gegen 15:30 Uhr wurde ein Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen auf der A60 in Fahrtrichtung Rüsselsheim gemeldet. Neben zwei Rettungswagen wurde auch die Feuerwehr Mainz alarmiert. Ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Weisenau kam zufällig auf einer Überführungsfahrt an der Unfallstelle vorbei und übernahm die erste Absicherung.
In Höhe der Auffahrt Laubenheim und Abfahrt Innenstadt waren vier Fahrzeuge auf der mittleren Spur aufeinander gefahren. Das erste Fahrzeug hatte nach Zeugenaussagen stark abbremsen müssen, woraufhin es zu einer Kettenreaktion kam. Feuerwehr und Rettungsdienst kümmerten sich um insgesamt neun Insassen (davon zwei Kinder), die zum Glück nur leicht verletzt und nicht eingeklemmt waren. Außerdem liefen aus zwei Fahrzeugen Betriebsstoffe aus.
Da Autofahrer von der Wormser Straße kommend auf die A60 Richtung Rüsselsheim unbeirrt durch die Einsatzstelle fuhren, wurde die Auffahrt von der Polizei gesperrt. Außerdem wurden die Abfahrt Innenstadt sowie die beiden rechten Fahrspuren gesperrt, damit die Einsatzkräfte ungefährdet arbeiten konnten. Aufgrund der ausgedehnten Einsatzstelle wurden Absperrungen auf etwa 250 Metern Länge aufgestellt. Der Verkehr staute sich bei sommerlichen 30 Grad Celsius auf etwa einen Kilometer Länge.
Auch das hinderte einen Autofahrer nicht, rechts an den Absperrungen und Einsatzfahrzeugen vorbeizufahren und durch die Einsatzstelle in Richtung Innenstadt abzufahren. Auf sein Fahrverhalten angesprochen, erklärte der Fahrer, dass er sechs Einsatzfahrzeuge und richtungsweisend aufgestellte Verkehrsleitkegel nicht als Absperrungen erkannt haben will und der Stand- und Grünstreifen in dem Fall für ihn ein plausibler Weg zur Autobahnabfahrt sei.
Einsatzkräfte erleben das Ignorieren von Absperrungen durch Verkehrsteilnehmer jeder Art sowie Fußgänger sehr regelmäßig. Dadurch bringen Personen sich und auch Einsatzkräfte oft in Gefahr - auch wenn dies von außen nicht immer sofort ersichtlich ist. Wie auch in diesem Fall, bleibt Einsatzkräften oft nur das Staunen über das Selbstverständnis mancher Menschen.
Die neun Betroffenen in den Fahrzeugen konnten alle nach einer Untersuchung vor Ort bleiben und mussten oder wollten nicht ins Krankenhaus. Ein achtjähriges Mädchen erhielt als Linderung für ihre Tränen einen Feuerwehrteddy zum Trost. Weitere medizinische Maßnahmen waren zum Glück nicht nötig.
Der Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst war nach einer Stunde beendet. Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr Mainz, die Freiwilligen Feuerwehren Hechtsheim und Weisenau mit insgesamt sechs Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften sowie zwei Rettungswagen. Der genaue Unfallhergang wird von der Polizei ermittelt.
11.08.2025 - Feuerwehr löscht Schwelbrand in Landesamt
Heute Morgen kam es in einem Bürogebäude eines Landesamtes zu einem Schwelbrand. Mitarbeiter endeckten im Gebäude bei Arbeitsbeginn Rauch und es roch verbrannt.
Die Feuerwehr war mit 18 Personen ausgerückt. Durch Bauarbeiten kam es zu einem Schmorbrand, der sich in eine Dehnungsfuge in der Gebäudekonstruktion ausdehnte.
Durch aufwendige Maßnahmen konnte der Schaden auf einen Überschaubaren Bereich eingegrenzt werden, dennoch dauerte der Einsatz ca. 3 Stunden. Die Dehnungsfuge musste Stück für Stück ausgeräumt werden. Im Anschluss wurde für die tiefer liegenden Bestandteile eine Löschlanze eingesetzt.
Hervorzuheben ist das Personal des Hauses, was richtig reagiert hat und permanent zu Verfügung stand. Die Arbeiten mussten auf Grund des Einsatzes eingestellt werden.
Weiter wurde das THW für eine Fachberatung dazu gezogen. Mit im Einsatz waren der Rettungsdienst und die Polizei.
12.08.2025 – Feuer in einer Erdgeschosswohnung - Feuerwehr rettet Katze
Am Dienstag, den 12. August, kam es im Mainzer Stadtteil Gonsenheim zu einem Schwelbrand in einem Mehrfamilienhaus. Gegen 15:12 Uhr wurde ein aufmerksamer Bewohner auf piepsende Rauchwarnmelder und eine damit verbundene Rauchentwicklung aus seiner Nachbarwohnung aufmerksam. Der Bewohner reagierte schnell und umsichtig, indem er umgehend die Feuerwehr alarmierte und sich auf den Weg machte, diese einzuweisen.
Die Leitstelle Mainz entsandte sofort Kräfte beider Feuerwachen zum Einsatzort. Bei der Erkundung der betroffenen Wohnung, war diese verraucht und vor der Wohnung konnte Brandgeruch wahrgenommen werden. Laut Aussage der Nachbarn sind die Bewohner nicht zu Hause, die Feuerwehr musste sich gewaltsam Zutritt verschaffen.
Beim Öffnen der Wohnungstür drang dichter Rauch aus der Tür, eine Ausbreitung in den Treppenraum konnte mit Hilfe eines Rauchschutzvorhangs verhindert werden. In der Brandwohnung war es aus ungeklärter Ursache zu einem Schwelbrand in einem Wohnraum gekommen, woraufhin sich der giftige Brandrauch in allen Räumen abgesetzt hatte.
Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde in der Wohnung eine schwer verletzte Katze durch die Feuerwehr gerettet. Umgehend wurde durch den anwesenden Rettungsdienst eine Versorgung des Tieres mit Sauerstoff eingeleitet. Die Katze wurde schnellstmöglich durch die Feuerwehr zu einem nahegelegenen Tierarzt transportiert.
Durch das schnelle und kontrollierte Vorgehen konnte eine weitere Brandausbreitung verhindert werden. Die betroffene Wohnung ist durch die Intensität des Brandrauchs vorübergehend unbewohnbar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Insgesamt waren 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen vor Ort. Unterstützt wurden die Kollegen durch Einsatzkräfte der Polizei und des Rettungsdienstes.
Die Feuerwehr Mainz weist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung von Rauchmeldern hin. Durch das frühzeitige Erkennen eines Brandes und richtiges Handeln können im Ernstfall Brände schnell erkannt und Menschenleben gerettet werden.
15.08.2025 - Küchenbrand in Gaststätte in der Neustadt
Am Donnerstagabend wurde die Feuerwehr Mainz um 19:44 Uhr zu einem Küchenbrand in einer Gaststätte in der Neckarstraße alarmiert. Auslöser war eine in Brand geratene Fritteuse. Bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatten die Verantwortlichen der Gaststätte vorbildlich reagiert und das Gebäude vollständig geräumt. Dadurch kam es zu keinen Personenschäden.
Ein Trupp unter Atemschutz konnte das Feuer in der Küche schnell unter Kontrolle bringen. Parallel dazu verschaffte sich ein zweiter Trupp Zugang zum Innenhof, um den stark erhitzten Abluftschacht der Küche zu kontrollieren. In diesem Metallschlot hatte sich das Feuer ausgebreitet. Über eine Revisionsöffnung konnte auch dieser Brandherd gezielt abgelöscht werden.
In den darüberliegenden Wohnungen kam es durch geöffnete Fenster zu leichtem Raucheintrag. Einige Wohnungen mussten zur Kontrolle gewaltsam geöffnet werden, um eine Ausbreitung des Brandrauchs auszuschließen. Das Gebäude wurde anschließend von der Feuerwehr belüftet. Die Gaststätte ist vorübergehend nicht mehr nutzbar. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht zu beziffern.
Neben der Berufsfeuerwehr waren auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Stadt im Einsatz. Insgesamt waren 28 Kräfte mit 7 Fahrzeugen vor Ort. Unterstützt wurde die Feuerwehr durch die Polizei, den Rettungsdienst sowie die Stadtwerke Mainz. Der Einsatz war um 21:30 Uhr beendet.
Der Einsatz zeigt, wie wichtig umsichtiges und schnelles Handeln im Brandfall ist. Durch die sofortige Räumung der Gaststätte konnten mögliche Verletzungen verhindert und der Einsatz der Feuerwehr erleichtert werden.
17.08.2025 - Feuerwehr rettet Person nach Schwimmversuch aus Rhein
In der Nacht von Samstag auf Sonntag rettete die Feuerwehr eine Person aus dem Rhein, die sich nach eigenen Angaben zum Schwimmen in den Rhein begab. Im Verlauf des Schwimmvorganges verlor der Schwimmer in der Dunkelheit die Orientierung und es verließen ihn die Kräfte. Der Schwimmer rief um Hilfe und löste die Rettungskette aus. Kräfte der Feuerwehr Mainz, Feuerwehr Wiesbaden, DLRG und der Wasserschutzpolizei kamen auf dem Rhein, sowie Rettungsdienst und Polizei an Land zum Einsatz. Höhe Kaisertor wurde die Person im Wasser durch die Feuerwehr gerettet und an Land gebracht. Glücklicherweise blieb die Person unverletzt, muss jedoch mit den Kosten des Einsatzes rechnen. Der Einsatz hat 32 Einsatzkräfte gebunden.
18.08.2025 - Küchenbrand im Schwesternwohnheim des Katholischen Klinikums Mainz - keine Verletzten
Am späten Sonntagabend wurde die Feuerwehr Mainz um 20:20 Uhr zu einem Küchenbrand im Schwesternwohnheim des Katholischen Klinikums Mainz alarmiert. Mehrere Notrufe berichteten übereinstimmend, dass sich noch Personen im betroffenen Stockwerk aufhalten würden.
Aufgrund dieser Dringlichkeit wurde umgehend ein Großaufgebot an Einsatzkräften zur Einsatzstelle alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einheiten stellte sich folgende Lage dar: In einer Küche im ersten Obergeschoss brannten mehrere Gegenstände. Der Brand hatte bereits zu einer starken Verrauchung des angrenzenden Flurbereichs geführt. Dank der vorhandenen Sicherheitstechnik und geschlossener Türen blieb das Treppenhaus rauchfrei und konnte von den Bewohnerinnen und Bewohnern der oberen Etagen als sicherer Fluchtweg genutzt werden.
Die Feuerwehr leitete umgehend einen Löschangriff unter Atemschutz ein und konnte den Brand zügig unter Kontrolle bringen. Zeitgleich wurde das Gebäude nach weiteren Personen durchsucht, angrenzende Bereiche auf mögliche Brandschäden kontrolliert und umfangreiche Belüftungsmaßnahmen eingeleitet. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr Mainz - bestehend aus Einheiten der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr Weisenau - mit mehreren Lösch- und Sonderfahrzeugen im Einsatz. Auch der Rettungsdienst war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort und übernahm die medizinische Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner.
Das Zusammenspiel aus moderner Gebäudetechnik, dem besonnenen Verhalten der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der schnellen Alarmierung der Einsatzkräfte verhinderte hier einen größeren Sach- und Personenschaden.
Der Einsatz dauerte knapp zwei Stunden. Die Brnadursache wird von der Polizei ermittelt. Auch der entstandene Sachschaden kann aktuell noch nicht beziffert werden.
19.08.2025 – Großeinsatz der Mainzer Feuerwehr auf Industriegelände beendet
Im Müllbunker des Mainzer Müllheizkraftwerks auf der Ingelheimer Aue kam es am Dienstagabend zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Verletzt wurde niemand. Insgesamt waren circa 130 Einsatzkräfte vor Ort. Die Berufsfeuerwehr wurde von sieben Freiwilligen Feuerwehren vor Ort unterstützt.
Außerdem wurde die Feuerwehr von den Johannitern unterstützt, die mit einer Drohne nach Hitzequellen suchten. Weitere Freiwillige Feuerwehren hielten in den verwaisten Wachen die Stellung. Aufgrund der starken Rauch- und Geruchsentwicklung wurde die Bevölkerung über die Warn-Apps informiert. Nachdem Messfahrzeuge Luftmessungen in der Umgebung ohne auffällige Werte durchgeführt hatten, konnten die Warnungen gegen 22 Uhr wieder aufgehoben werden.
Grund für den aufwendigen Einsatz war die schwere Zugänglichkeit und die starke Rauchentwicklung. Aufgrund der Rauchentwicklung war die Sicht stark eingeschränkt und das mit Atemschutz ausgestatte Feuerwehrpersonal musste immer wieder für Ruhepausen ausgetauscht werden. Normalerweise wird der Müll von einem Kran mit Greifern abtransportiert, doch aufgrund der schlechten Sicht war es nicht möglich, den brennenden Müll von der Krankanzel aus zu lokalisieren.
Deshalb setzten die Einsatzkräfte Schaum ein, um die starke Rauchentwicklung einzudämmen. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und dem Betriebspersonal des Müllheizkraftwerks konnte der Großbrand nach und nach gelöscht werden.
Gegen 23:30 Uhr war das Feuer gelöscht. Zwei Löschfahrzeuge blieben noch kurze Zeit für Nachlösch- und Kontrollarbeiten vor Ort.
Immer wieder kommt es in Müllheizkraftwerken zu gefährlichen Bränden, ausgelöst durch falsch entsorgten Sondermüll wie Lösemittel, Altöl, Gaskartuschen, Spraydosen, Batterien oder Akkus. Schon kleinste Mengen dieser Stoffe können in den Anlagen zu Explosionen und Schwelbränden führen - mit potenziell erheblichen Folgen für die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die gesamte Anlage. Wir appellieren daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, Sondermüll nicht über den Hausmüll zu entsorgen, sondern die dafür vorgesehenen Sammelstellen zu nutzen oder am Wertstoffhof abzugeben. Für Elektrogeräte gibt es separate Sammelstellen oder Rückgabemöglichkeiten im Handel.
29.08.2025 - Wasserrohrbruch einer Versorgungsleitung - Baukran drohte durch Unterspülung umzustürzen
Die Feuerwehr Mainz wurde am Donnerstagabend gegen 18:20 Uhr, zu einem Wasserrohrbruch in der Haydnstraße alarmiert. Anwohner hatten einen starken Wasseraustritt auf dem Gehweg im Bereich einer Baustelle gemeldet. Durch die Leitstelle wurden Kräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr, sowie der zuständige Wasserversorger alarmiert.
Durch die ersten Einsatzkräfte vor Ort wurde festgestellt, dass im unmittelbaren Bereich des Rohrbruchs ein Baustellenkran aufgestellt war. Durch den starken Wasseraustritt und die unklar unterspülten Bereiche war eine entsprechende Standsicherheit nicht mehr gewährleistet.
Durch die Feuerwehr wurde der unmittelbare Gefahrenbereich umgehend abgesperrt und geräumt. Es wurden insgesamt 13 Häuser und 34 Personen evakuiert.
Es wurden weitere Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks alarmiert. Diese unterstützten die Kräfte an der Einsatzstelle mit einem Baufachberater und einem Einsatzstellensicherungssystem zur Überwachung des Krans. Zur Betreuung der evakuierten Anwohner wurden Kräfte des medizinischen Katastrophenschutzes alarmiert.
Im weiteren Einsatzverlauf wurde der Kran durch die mittlerweile eingetroffene Baufirma zurück gebaut. Während des gesamten Rückbaus wurden die Maßnahmen durch die Einsatzkräfte begleitet und der Gefahrenbereich kontinuierlich durch das Personal und die spezielle Technik des THW überwacht. Der Baustellenkran hatte eine Höhe von etwa 20m und ein Gesamtgewicht von 28 Tonnen, wodurch die Arbeiten mit einem entsprechenden Aufwand verbunden waren. Während des gesamten Rückbaus kam es glücklicherweise zu keinen gefährlichen Situationen, welche die Standsicherheit des Krans beeinflusst haben.
Der Einsatz konnte nach ca. 5 Stunden beendet werden. Insgesamt waren ca. 50 Einsatzkräfte des Brand- und Katastrophenschutz im Einsatz. Die Maßnahmen wurden durch eine Streife der Polizei über den gesamten Verlauf unterstützt. Die Bewohner haben die Möglichkeit in ihre Häuser zurückzukehren, es besteht jedoch bis zur Reparatur der Wasserleitung keine Wasserversorgung in der Straße.
