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Literaturförderpreis der Stadt Mainz für junge Autorinnen und Autoren

Der Preis

Seit 1987 vergibt das Kulturdezernat der Landeshauptstadt in Zusammenarbeit mit dem LiteraturBüro Mainz e.V, alle zwei Jahre den mit 2.500 Euro dotierten Literaturförderpreis. Ausgezeichnet wird ein/e Autor/in aus Mainz, deren/dessen Arbeit eine sprachliche, inhaltliche oder strukturelle Innovation präsentiert.

Dieser Preis soll junge Schriftsteller/innen in ihrer Arbeit ermutigen, ihre Entwicklung fördern und schließlich die Gelegenheit bieten, die Arbeiten einem interessierten Publikum vorzustellen. Der/die Bewerber/in muss einen eindeutigen Lebensbezug zur Landeshauptstadt Mainz haben, bisher nur wenige Veröffentlichungen vorweisen können und sollte das 35. Lebensjahr nicht vollendet haben. In Grenzfällen entscheidet die Jury.


Ausschreibung
Der Preis wird öffentlich ausgeschrieben. Die einzureichenden Arbeiten sind thematisch nicht begrenzt und an keine bestimmten literarischen Gattungen gebunden. Insgesamt sollen die Texte einen Umfang von zehn Seiten (30 Zeilen à 60 Zeichen) nicht überschreiten.

Vergabe
Der/die Preisträger/in wird in zwei Schritten ermittelt: Zunächst wählt eine Vorjury drei Kandidat(inn)en aus. Während einer öffentlichen Lesung tragen die drei Finalist(inn)en ihre Wettbewerbstexte der Hauptjury vor. Diese besteht aus einem/einer Literaturkritiker/in, einem Mitglied des LiteraturBüro Mainz e.V., dem/der amtierenden Stadtschreiber/in, der Kulturdezernentin der Stadt Mainz, Marianne Grosse, sowie dem anwesenden Publikum. Bei Stimmengleichheit gibt das Mehrheitsvotum des Publikums den Ausschlag.

Emily Grunert ist die Trägerin des Literaturförderpreises des Jahres 2019. Ihren Gewinnertext können Sie hier noch einmal lesen:

Preisträgerin 2019: Emily Grunert

Am Dienstag, 5. November 2019 vergab die Landeshauptstadt Mainz zum 17. Mal den „Literatur-Förderpreis für junge Autorinnen und Autoren“. Der Literaturförderpreis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird für eine besondere literarische Leistung junger Autorinnen und Autoren vergeben, die nicht älter als 34 Jahre sein dürfen und einen Lebensbezug zu Mainz haben müssen. In einer spannenden Lesung in den Mainzer Kammerspielen stellten die drei in die Endauswahl gelangten Kandidatinnen Emily Grunert, Manon Hopf und Aline Wollmer ihre Wettbewerbstexte dem Publikum und der Jury vor.

Emily Grunert setzte sich mit ihrem Text „Odra_Oder“ gegen die Texte von Manon Hopf „Hände im Garten“ und Aline Wollmer „Verblümt“ durch.

Emily Grunert wurde 1992 in Mainz geboren und studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim sowie Angewandte Literaturwissenschaft an der FU Berlin. 2015 nahm sie an der Literaturwerkstatt der Jürgen-Ponto-Werkstatt teil, 2016 war sie parallel zu ihrem Studium an der Organisation des Festivals Neue Literatur des Goethe-Instituts New York beteiligt. Seit Oktober 2018 ist sie Programmleiterin am Literaturhaus Rostock.

Emily Grunert las aus ihrem Text „Odra_Oder“, einer Erzählung, die den Leser mitten in das Geschehen einer Überflutung an der Oder wirft: Die Grenzen nach Deutschland geschlossen. Absperrungen auf allen Brücken und Autostraßen, Wachtposten, Sandsäcke, Soldaten, Hubschrauber. Dazwischen verzweifelte Menschen in Notunterkünften, im Ausnahmezustand. Überall Wasser. Eine beklemmende Situation aus untergehenden Dörfern, aus untergehenden Erinnerungen und Hoffnungen der Menschen. Wird Hilfe kommen? Werden die Menschen, wird das Leben, das sie früher gelebt haben, gerettet werden? Die Szene bleibt beklemmend, schwebend und im Ungewissen: „Am frühen Abend erwarten sie die nächste Flut. Dann wieder Rauschen.“

Die Jury setzte sich zusammen aus Marianne Grosse, Kulturdezernentin der Stadt Mainz, dem Literaturwissenschaftler Dr. Thomas Schröder, Dr. Sigrid Fahrer vom LiteraturBüro Mainz e.V., und Eva Menasse, der amtierenden Mainzer Stadtschreiberin des Jahres 2019.

Während sich Kulturdezernentin Marianne Grosse und Eva Menasse für den Text von Emily Grunert entschieden, gaben Dr. Thomas Schröder und Dr. Sigrid Fahrer ihre Stimme Manon Hopf. Stimmen aus dem Publikum, die sich ebenfalls für Emily Grunert entschieden hatten, gaben letztlich den Ausschlag, so dass Emily Grunert glückliche Trägerin des Literaturförder-Preises für junge Autorinnen und Autoren des Jahres 2019 ist.

Emily Grunert ist die 17. Trägerin des Literatur-Förderpreises für junge Autorinnen und Autoren und folgt damit ihren Vorgängerinnen/Vorgängern Leonie Höckbert (2017), Matthias Boosch (2015) und Andelka Križanović (2013).

Liste bisheriger Preisträger

1987 Monika Preiß

1988 Daniel Gutmann

1991 Mark Piella

1993 Marcus Braun

1995 Anke Vemeke

1997 Tobias Rausch

1999 Ralf Schwob

2001 Sarah Alina Grosz

2003 Moritz Heger

2005 Nora Liebmann

2007 Clara Henriette Herborn

2009 Sebastian Spengler

2011 Christina Stein

2013 Andelka Križanović

2015 Matthias Boosch

2017 Leonie Höckbert

Kontakt LiteraturBüro Mainz e.V. für Rheinland-Pfalz

LiteraturBüro Mainz e.V. für Rheinland-Pfalz
Neutorstraße 1
55116 Mainz
Telefon: +49 6131 22-0202
Telefax: +49 6131 22-8845
infoliteraturbuero-rlpde
www.literaturbuero-rlp.de

Kontakt Landeshauptstadt Mainz

Adresse

Herr Martin Steinmetz
Projektleitung Literatur, Projektleitung Mahnen & Gedenken, Projektleitung Mainzer Büchermesse, Stolpersteine
Zitadelle, Bau C
Am 87er Denkmal
55131 Mainz
Telefon
+49 6131 12-2712
E-Mail
Martin.Steinmetzstadt.mainzde

Erreichbarkeit

Haltestellen / ÖPNV

Haltestelle: Am Gautor
Linien: 50, 52, 53
Haltestelle: Eisgrubweg
Linien: 70, 71
Haltestelle: Bahnhof Mainz - Römisches Theater
Linie: S8
Haltestelle: Zitadellenweg/Bahnhof Römisches Theater
Linien 64, 65

Barrierefreier Zugang
Rollstuhlgerechtes WC

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