Erkrankte Tiere im Wildpark Gonsenheim
Zum Schutz und Wohl der Tiere appelliert der Wildpark Gonsenheim eindringlich an alle Besucher:innen sich an die Fütterungsregeln zu halten und nur Futter aus den Automaten zu füttern.
Der Wildpark Gonsenheim sieht sich aktuell vermehrt mit einem ernsten Problem konfrontiert: einige Tiere sind schwer erkrankt, weil sie von Besucher:innen mit ungeeignetem Futter gefüttert werden. Betroffen sind Ziegen, Mufflon, Rot- und Damwild. Trotz der Hinweisschilder kommt es immer wieder zu verbotenen Fütterungen – mit gravierenden Folgen für die Tiergesundheit.
Alle Tiere im Wildpark verfügen über individuell abgestimmte Futterpläne. Diese orientieren sich am Gesundheitszustand, dem Alter sowie der körperlichen Konstitution der jeweiligen Tiere. Zusätzliche oder ungeeignete Nahrung kann dieses Gleichgewicht erheblich stören und im schlimmsten Fall zu schweren Erkrankungen führen. Besonders das Füttern mit ungeeigneten Lebensmitteln hat häufig fatale gesundheitliche Konsequenzen für die Tiere.
Fütterungsregeln
Um die Tiere zu schützen, ist ausschließlich das Futter aus den bereitgestellten Futterautomaten erlaubt. Diese sind bewusst so konzipiert, dass sie die Tiere bedarfsgerecht versorgen.
Sind die Automaten leer, wurde die vorgesehene Tagesration bereits verfüttert. Ein Nachfüttern mit sonstigen Pflanzen und Lebensmitteln durch Besucher:innen ist ausdrücklich nicht erwünscht.
Darüber hinaus weisen wir darauf hin, dass die Pflanzen in und um den Wildpark teilweise giftig sind und keinesfalls an Tiere verfüttert werden dürfen.
Auch wenn das zu traurigen Gesichtern von Kindern führt, bitten wir Sie den Kindern zu vermitteln, dass nur gesunde Tiere weiterhin gefüttert und im Wildpark angeschaut werden können und sie bei Überfütterung erkranken.
Kein Gemüse oder Gras füttern
Revierleiterin Jaimie Lau hört wiederholt die Aussage „es sind doch nur ein paar Karotten“ oder „Gras fressen sie auch im Gehege“. Was diese Besucher:innen nicht beachten ist, welche Auswirkungen die zusätzliche Fütterung hat, wenn diesen Gedanken ganz viele Personen hegen. Denn besonders an Wochenenden sind viele hunderte Besucher:innen vor Ort und die Menge der zusätzlichen Fütterung ist mitunter ein großes Problem. Zu der Fütterung von Gras äußert sich die Revierleiterin mit Nachdruck: „das Gras ist im Umkreis des Wildparkes stark von Hundekot und -urin belastet. Selbst wenn die Hundehaufen aufgesammelt werden, bleiben Rückstände im Gras, was zu schweren Erkrankungen der Tiere führt. Außerdem wachsen zwischen den Gräsern einzelne giftige Pflanzen, die von den Besucher:innen nicht erkannt werden.“
Mit dem Frühling steigen die Besuche im Wildpark Gonsenheim und selbstverständlich auch die Freude am Füttern der Tiere mit dem Automaten-Futter. „Wir freuen uns über die zahlreichen Besucher:innen und möchten allen einen schönen Aufenthalt ermöglichen. Gleichzeitig hat das Wohl unserer Tiere für uns höchste Priorität. Daher müssen wir konsequent auf das Fehlverhalten hinweisen“, betont der Abteilungsleiter Norbert Rudloff.
Futterspenden
Wer den Wildpark unterstützen möchte, kann Futterspenden, wie Gemüse und Obst, das nicht verschimmelt und nicht verdorben ist, am Minizoo im Fach abgeben. Das Wildpark-Team verfüttern es im Rahmen des täglichen Futterplans. Es kann jedoch kein Brot mehr angenommen werden, da im Wildpark keine Wildschweine mehr gehalten werden, an die das Brot verfüttert werden kann. Allen anderen Tieren schadet die Fütterung von Brot und sonstigen Backwaren.
(aga)

