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21. Juli 2026

Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende: Mainz stärkt Drogenhilfe

Mit einer Gedenkveranstaltung im und am Drogenhilfezentrum Café BALANCE hat die Landeshauptstadt Mainz am 21. Juli an Menschen erinnert, die an den Folgen ihres Drogenkonsums verstorben sind. Gemeinsam mit Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften gedachte Jana Schmöller, Dezernentin für Soziales, Kinder, Jugend und Gesundheit, der Verstorbenen. Gleichzeitig machte die Veranstaltung auf die Bedeutung einer modernen Drogenhilfe aufmerksam.

Der internationale Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende wird seit 1998 begangen und ist heute der größte Aktions- und Gedenktag im Bereich illegaler Drogen. Er geht auf eine Initiative von Angehörigen zurück und erinnert zugleich daran, dass viele drogenbedingte Todesfälle durch frühzeitige Hilfe, Aufklärung und schadensmindernde Maßnahmen vermeidbar wären.

Bundesweit starben im Jahr 2025 insgesamt 2.150 Menschen an Überdosierungen oder anderen Folgen des Konsums psychoaktiver Substanzen, davon 34 in Rheinland-Pfalz. In Mainz wurden im vergangenen Jahr vier Rauschgifttodesfälle erfasst, nach acht im Jahr 2024. Seit 1990 sind in Deutschland mehr als 39.000 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen gestorben.

"Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, mit eigener Geschichte, mit Familie und Freund:innen. Der heutige Tag erinnert uns daran, dass Drogenhilfe nicht nur begleitet, sondern Leben retten kann. Deshalb müssen wir Hilfsangebote kontinuierlich weiterentwickeln und Menschen dort erreichen, wo sie Unterstützung brauchen", betonte Sozialdezernentin Jana Schmöller.

Das bundesweite Motto des diesjährigen Gedenktages lautet "Verändern, um Leben zu retten". In Mainz wird dieser Ansatz bereits aufgegriffen, indem die sich verändernden Konsumpräferenzen der Klient:innen im Drogenhilfezentrum aufmerksam beobachtet werden. Hierzu wurde beispielsweise gemeinsam mit dem Institut für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ein Spritzenmonitoring initiiert, um Substanzanalysen von im Café BALANCE verwendeten Spritzen vornehmen zu lassen. Damit können Menschen, die intravenös Drogen konsumieren, vor gefährlichen Substanzen  gewarnt werden. Gleichzeitig werden die Methoden der Schadensminderung an die derzeitigen Konsumpräferenzen angepasst. 

Der Gedenktag erinnert an die Menschen, die ihr Leben durch Drogen verloren haben. Zugleich ist er Auftrag, die Hilfsangebote kontinuierlich weiterzuentwickeln. Mit seinen niedrigschwelligen Beratungs- und Unterstützungsangeboten leistet das Drogenhilfezentrum Café BALANCE hierzu das ganze Jahr über einen wichtigen Beitrag – durch Prävention, Schadensminimierung und konkrete Überlebenshilfe für Menschen mit Suchterkrankungen.

Weitere Informationen: https://www.cafe-balance.de/index.html  (Öffnet in einem neuen Tab)

(rpo)

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Sozialdezernentin Jana Schmöller (links) und Juliane Opalka, Leiterin des Amts für Jugend und Familie legen Blumen anlässlich des Internationalen Gedenktags für verstorbene drogengebrauchende Menschen nieder.

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