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10. August 2026

"Mainz glänzt"-Pilotprojekt wertet Münsterplatz und zentrale Innenstadtachse auf

Die Landeshauptstadt Mainz, der Eigenbetrieb Stadtreinigung und stadtnahe Gesellschaften bündeln Reinigungs- und Pflegemaßnahmen von der Bahnhofstraße bis zur Schillerstraße.

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JADON-Maschine im Einsatz an der Haltestelle Münsterplatz

Eine konzertierte Reinigungsaktion zwischen dem 10. und 15. August 2026 wertet die Achse Bahnhofstraße – Münsterplatz – Schillerstraße bis zur Kleinen Langgasse auf. Die Aktion ist Teil der Initiative "Mainz glänzt" und dient der weiteren Evaluation und Erarbeitung eines künftig stadtweit nutzbaren Reinigungs- und Organisationsmodells.

Der Münsterplatz und die daran angrenzenden Straßen zählen zu den am stärksten frequentierten öffentlichen Bereichen der Mainzer Innenstadt. Anlässlich der bevorstehenden Wiedereröffnung der Binger Straße koordinieren zahlreiche städtische Ämter, Eigenbetriebe und stadtnahe Gesellschaften sowie externe Partner intensive Bodenreinigungen sowie Reinigungen von Abfallbehältern, Grünflächen, Sitzbänken, Schildern, Haltestellen, Fahrradinfrastruktur sowie Toilettenanlagen. 

"Mit 'Mainz glänzt' wollen wir nicht nur einzelne Flächen kurzfristig aufwerten. Unser Ziel ist es, die Stadtsauberkeit dauerhaft effizienter, koordinierter und transparenter zu organisieren", sagt Oberbürgermeister Nino Haase. "Am Münsterplatz erproben wir deshalb ein integriertes Konzept für einen ganzen Stadtraum. Bereits gewonnene Erfahrungen an Haltestellen der MVG, in der Lotharstraße sowie in der Schusterstraße helfen dabei, klare Standards und Verantwortlichkeiten zu entwickeln und eine tragfähige Grundlage für weitere Maßnahmen in der Innenstadt zu schaffen."

Intensive Reinigung mit heißem Wasser

Der Eigenbetrieb Stadtreinigung beseitigt im Projektgebiet losen Müll, reinigt die Bodenflächen und Abfallbehälter und entfernt unter anderem Kaugummirückstände. Zudem wird die Reinigung von Beeten und Baumscheiben durchgeführt.

Auf der Bahnhofstraße und dem Münsterplatz kommt auch eine sogenannte JADON-Maschine als Spezialgerät für die Tiefenreinigung von stark beanspruchten Pflasterflächen zum Einsatz. Diese arbeitet mit hohem Druck und erhitztem Wasser, jedoch ohne chemische Reinigungszusätze. Dadurch können auch tiefsitzende Verschmutzungen gelöst werden, die sich über viele Jahre in den Bodenbelägen festgesetzt haben.

Weitere Beteiligte kümmern sich unter anderem um Grünflächen und Sitzbänke, Beschilderungen und Fahrradständer, Stromkästen, Haltestellenanlagen und Fahrkartenautomaten sowie um die Entfernung von Graffiti und Aufklebern. Die Maßnahmen werden organisatorisch und zeitlich miteinander abgestimmt.

"Stadtsauberkeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wenn wir Mehrweg statt Einweg nutzen und darauf achten, Abfall richtig zu entsorgen, schonen wir Ressourcen und tun aktiv etwas gegen die Verschmutzung der Umwelt. Mein Dank gilt den Menschen, insbesondere den Mitarbeitenden der Stadtreinigung, die auf unseren Plätzen und Straßen und in den Grünanlagen jeden Tag für Sauberkeit sorgen und auch hier beim Projekt Münsterplatz tatkräftig zupacken und Einsatzbereitschaft zeigen", erklärt Umwelt- und Mobilitätsdezernentin Janina Steinkrüger.

Mainzer Mobilität reinigt Haltestelleninfrastruktur

Die Mainzer Mobilität beteiligt sich am Münsterplatz unter anderem mit der Reinigung und Überprüfung von Mobilitätsinfosäulen, Fahrkartenautomaten, eigenen Abfallbehältern und meinRad-Stationen. Graffiti und Aufkleber werden ebenfalls entfernt und festgestellte Beschädigungen nach Möglichkeit beseitigt.

Die Arbeiten knüpfen an die im Dezember 2025 gemeinsam mit der Stadt und den Mainzer Stadtwerken gestartete Haltestellenoffensive an. Mit ihr werden Sauberkeit, Funktionalität und Aufenthaltsqualität an den Haltestellen verbessert.

"Saubere Haltestellen mit aktueller und verlässlich funktionierender Fahrgastinformation sind ein wichtiger Bestandteil der Qualität, die unsere Fahrgäste täglich wahrnehmen", erklärt Florian Wiesemann, Geschäftsführer der Mainzer Verkehrsgesellschaft. "Im Umfeld einer Haltestelle treffen viele verschiedene Zuständigkeiten aufeinander, weit über unsere eigene Hinaus. Die enge Abstimmung insbesondere mit den Beteiligten der Stadt im Rahmen von ‚Mainz glänzt‘ hilft uns, die Lage rund um unsere Haltestellen wirkungsvoller zu verbessern."

Ergebnisse werden gemeinsam ausgewertet

Nach Abschluss des Pilotprojekts werden die Maßnahmen und Arbeitsabläufe ausgewertet. Untersucht werden insbesondere die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Reinigungsverfahren, der erforderliche Personal- und Mitteleinsatz sowie Möglichkeiten zur besseren Abstimmung von Zuständigkeiten und Reaktionswegen. Ziel ist es, aus den Erkenntnissen ein übertragbares Betriebsmodell für weitere stark frequentierte Bereiche der Innenstadt zu entwickeln.

Oberbürgermeister Haase appelliert zugleich an alle Menschen, die gereinigten Bereiche dauerhaft sauber zu halten: "Bei allem Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleibt das wirksamste Mittel, dass wir alle mithelfen. Kaugummi, Zigarettenkippen und anderer Müll gehören in die Abfallbehälter und nicht auf den Boden. Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Mainz nicht nur nach einer Grundreinigung glänzt."

Während der Arbeiten kann es im Projektgebiet temporär zu abschnittsweisen Sperrungen, Lärm und Wasserdampf kommen. Anliegende Geschäfte und Anwohnerinnen und Anwohner wurden vorab über die Maßnahmen informiert.

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Oberbürgermeister Nino Haase (l.) und Florian Wiesemann, Geschäftsführer der Mainzer Verkehrsgesellschaft (r.) stellen das Pilotprojekt "Mainz glänzt" auf dem Münsterplatz vor.
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Vorher-Nachher-Bild von Sitzbänken. Verunreinigt links. Gereinigt rechts.
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Reinigung des Bodenbelags am Münsterplatz mit einem Hochdruckreiniger.

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