Asiatische Tigermücke
Der mit milden Wintern und heißen Sommern einhergehende Klimawandel fördert die Ausbreitung wärmeliebender heimischer und nicht-heimischer Tier- und Pflanzenarten. Die Asiatische Tigermücke ist eine Art, die von den Veränderungen profitiert.
Hintergrund
Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) stammt ursprünglich aus Südostasien und verbreitet sich durch den globalen Reise- und Handelsverkehr bereits seit Jahrzehnten weltweit und wird seit 2007 auch in Deutschland nachgewiesen.
Tigermücken können sich in kurzer Zeit stark vermehren, weil die Einstellung des natürlichen Gleichgewichtes, z. B. durch Vermehrung der Fressfeinde im Nahrungskreislauf, Zeit benötigt. Auch im Stadtgebiet von Mainz wurden im vergangenen Jahr bereits erste kleinere Populationen von Tigermücken nachgewiesen. 2026 gab es kein Vorkommen von Populationen.
Umgang mit Brutstätten im Herbst
Auch im Herbst lohnt es sich, mögliche Brutstätten der Tigermücke gründlich zu reinigen. Denn die Asiatische Tigermücke übersteht den Winter bei uns nicht als erwachsenes Tier, sondern in Form von Eiern. Diese sitzen besonders hartnäckig knapp oberhalb der Wasseroberfläche an den Innenwänden von Gefäßen. Ab Ende März können daraus wieder Larven schlüpfen.
Gefäße gründlich reinigen
Um die Eier zuverlässig zu entfernen, sollten alle Gefäße zunächst mit einer Bürste sorgfältig von innen geschrubbt werden. Anschließend Bürste und Gefäßinnenwand mit Wasser abspülen. Das Spülwasser kann auf einer Wiese versickern.
Noch sicherer ist eine Behandlung mit heißem Wasser: Spülen Sie die Innenseiten der Gefäße gründlich mit mindestens 60 °C heißem Wasser aus. Dadurch werden anhaftende Tigermückeneier abgetötet.
Diese Bereiche sollten Sie kontrollieren
Achten Sie besonders auf Stellen, an denen sich Wasser sammeln kann, zum Beispiel:
Blumentöpfe, Übertöpfe und Untersetzer
Eimer und Gießkannen
Regentonnen
Vasen und Schalen
Tiertränken
Kinderspielzeug
Wasserabläufe und sonstige Behälter
Regenrinnen bis etwa 4 Meter Höhe
Vertiefungen und Falten in Abdeckplanen
Nachbarschaft informieren
Die Tigermücke macht nicht an der Grundstücksgrenze halt. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Haushalte mitmachen und potenzielle Brutstätten beseitigen.
Viele Balkonpflanzen überwintern im Haus. Mit Pflanzen und Blumentöpfen können Tigermücken beziehungsweise ihre Eier unbemerkt in Innenräume gelangen. Werden die Gefäße im Herbst gereinigt, verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass gleich im Frühjahr die ersten Tigermücken schlüpfen.
Sprechen Sie auch mit Ihren Nachbarinnen und Nachbarn. Gemeinsam können wir die Ausbreitung der Tigermücke wirksam eindämmen.
Weitere Informationen
- KABS e.V. - Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. (Öffnet in einem neuen Tab)
- Invasive Arten - Asiatische Tigermücke in Mainz
- Flyer Tigermücke Raster.pdfPDF-Datei24,10 MB
- Brutstätten im HerbstPDF-Datei1,94 MB
- Brutstätten-Checkliste PrivatgrundstückPDF-Datei1,98 MB
- Brutstätten-Checkliste FriedhöfePDF-Datei1,92 MB

