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Schimmelbildung in der Wohnung

Umwelttipp des Mainzer Umweltladens

Zum Lüften weit geöffnete Fenster

Schimmelbelastung im Haus wird oft auf die leichte Schulter genommen. Dabei sehen die Flecken an den Wänden, im Badezimmer oder hinter Schränken nicht nur unschön aus, sondern sie können auch der Gesundheit schaden. Pilze sind ein klassisches Innenraumallergen. Wenn Schimmelpilzsporen gehäuft vorkommen, wird das Immunsystem belastet und es können Allergien ausgelöst werden, z.B. Hautreaktionen, Augenbrennen und Kopfschmerzen.

Wo kann sich Schimmel bilden?

In schlecht gelüfteten und kalten Räumen und überall dort, wo viel Feuchtigkeit (Kondenswasser) vorhanden ist, bildet sich schnell Schimmel. Warme, vom Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen feuchte Luft kondensiert an Scheiben und kälteren Gebäudeteilen, wie schlecht gedämmten Außenwänden, Zimmerecken und Fensterstürze.

Wie kann man Schimmel umweltfreundlich beseitigen?

Die Wirkung der im Handel erhältlichen Mittel beruht größtenteils auf Chlorverbindungen, Schwefel–Stickstoff-Verbindungen oder organische Zinnverbindungen. Diese Mittel wirken zwar rasch und gut gegen Schimmelpilz, ihre Inhaltsstoffe können aber genauso schädlich sein. Als umweltfreundliche Alternative bieten sich bewährte Hausmittel wie Spiritus, Essigessenz oder Sodalauge an.

Diese Mittel helfen vor allem im Anfangsstadium. Ist der Schimmelbefall weiter fortgeschritten, kann hochprozentiger Alkohol oder eine Salmiakverdünnung weiterhelfen. Tränken Sie eine Bürste oder Lappen mit dem jeweiligen Mittel und reiben die betroffenen Stellen (eventuell mehrmals) ab. Schützen Sie dabei Ihre Augen und Schleimhäute und öffnen Sie das Fenster, damit der Raum gut durchlüftet wird. Ist Schimmel auf der Tapete, muss diese entfernt werden. Der Untergrund ist wie beschrieben zu behandeln. Stoffe, wie Bettbezüge, müssen gereinigt oder gewaschen werden. Bei großflächigem Befall von Matratzen oder Polstermöbel ist unter Umständen ein Ersatz anzuraten.

Wie kann man Schimmel vorbeugen?

Lassen Sie die Räume nie ganz auskühlen. Langfristig sollte die Temperatur nie unter 16-18°C fallen. Vor allem das Bad sollte so beheizt sein, dass die Wände nicht zu stark auskühlen. Möbel halten die warme Luft von den Außenwänden ab. Sie sollten deshalb mindestens 5 cm, besser 10 cm, von Außenwänden entfernt stehen. Ermöglichen Sie auch eine Luftzirkulation von unten, indem Sie Schränke auf kleine Sockel stellen. Achten Sie auch auf die Luftfeuchtigkeit in den Räumen. Sie sollte grundsätzlich nicht über 60% liegen. Dies können Sie durch eine elektronische Wetterstation mit Hygrometer kontrollieren.

Besonders negativ wirkt sich die Methode des indirekten Beheizens aus. Lässt man die Türen zwischen beheizten und unbeheizten Räumen offen stehen, kondensiert die Feuchtigkeit aus der warmen Luft an den kalten Wänden der unbeheizten Zimmer. Mehrmals täglich kurz, aber gründlich lüften. Öffnen Sie dazu alle Fenster, sodass die warme, feuchte Raumluft gegen die kalte, trockene Außenluft ausgetauscht wird. Ein kurzer Durchzug ist am besten, weil dadurch gewährleistet ist, dass die Wandflächen nicht zu stark auskühlen.

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Mainzer Umweltladen
Steingasse 3
55116 Mainz

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