Infotafel zur Biologischen Vielfalt
Eine Tafel am Rheinufer informiert Spaziergänger und Anwohner über die Bedeutung des Mainzer Rheinufers für die Artenvielfalt.
Denn neben den wichtigen Naherholungsbereichen wie den Liegewiesen und Rasenflächen am Mainzer Rheinufer sind die nicht - oder erst spät - gemähten Böschungsbereiche ebenfalls wichtig. Diese werden zwar oft als "Unkraut" bezeichnet, doch hier wachsen heimische Pflanzen, die sich - anders als gezüchtete Pflanzen - über Jahrtausende gemeinsam mit der heimischen Tierwelt entwickelt haben.
Die auf den ersten Blick unscheinbare Vegetation kann besonders gut von Schmetterlingen, Bienen und vielen weiteren Tieren genutzt werden. In der blütenarmen Innenstadt stellen sie eine unersetzliche Nahrungsquelle dar. Die Insekten fliegen wiederum aus und bestäuben unsere Nutzpflanzen - und wer genauer hinsieht, kann hier Natur mitten in der Stadt erleben.
Gerade im Herbst, wenn andere Flächen längst gemäht sind, bieten die im Fachjargon als "Ruderalvegetation" benannten Pflanzen letzte Nahrung. Und auch zum Überwintern benötigen Schmetterlinge und Wildbienen verbliebene Halme. Vögel wiederum picken diese auf und sichern sich so ihre Winternahrung.

