Sauberkeit: Weitere Fortschritte beim früheren „City-Hotel Neubrunnenhof“
OB Nino Haase: „Enger Austausch mit Eigentümerfirma Emeis – Anbringung einer Holzfassade im Eingangsbereich zur Reduzierung der Verunreinigungen steht bevor“
Die Stadt Mainz erzielt weitere Fortschritte mit dem Altenpflege-Konzern Emeis als Eigentümerin des früheren „City-Hotels Neubrunnenhof“ in der Großen Bleiche 22. Der optische und bauliche Zustand der Immobilie stand seit geraumer Zeit in der öffentlichen Diskussion, da Verunreinigungen mit Müll und Fäkalien ein abstoßendes Bild boten. Nachdem in Gesprächen zwischen Oberbürgermeister Nino Haase und Emeis inzwischen eine praxisnahe und unkomplizierte Regelung zu mehreren Reinigungen angeschoben werden konnte, deren Finanzierung die Emeis übernommen hatte, sind nun weitere Schritte geplant.
Oberbürgermeister Nino Haase: „Wir sind erfreut über das kooperative Verhalten der Emeis, zumal wir nun aufgrund wiederkehrender Verschmutzungen in den früheren Zugangsbereichen die Anbringung von Holzfassaden verabredet haben, um weitere Verunreinigungen dauerhaft auszuschließen. Diese Schritte erfolgen nach Zusage der Fima Emeis am Donnerstag und Freitag dieser Woche. Zudem steht die Umsetzung möglicher Bekämpfungsmaßnahmen gegen Schädlingsbefall im Hofbereich in der Diskussion. Wenn diese Schritte abgeschlossen sind, könnte es zu einer Leerstandsbeklebung von Fenstern und Fassade kommen, welche die Wirtschaftsförderung seit kurzer Zeit zur Attraktivierung von leerstehenden Geschäftsimmobilien anbietet. Die Wirtschaftsförderung hat Emeis einen möglichen Zuschuss in Aussicht gestellt, um das Interesse für diese Maßnahme für den aktuellen Eigentümer zu forcieren. Hierzu stehen wir aktuell noch im engen Austausch.“
Die Landeshauptstadt bleibe auch bei dieser Immobilie im Herzen der Stadt fokussiert, so Haase: „Wir bleiben hartnäckig am Ball und hegen die berechtige Hoffnung auf dauerhafte Verbesserungen.“ Säuberungsmaßnahmen seien erfolgt, die Planung zum Verschluss des Zugangs folgen nun, so Haase: „Auch bei einer - partiell unterstützen - Anbringung von Leerstandsbeklebungen zur optischen Aufwertung sehe ich durchaus Interesse bei der Eigentümerin, das Erscheinungsbild des Anwesens mit attraktiven Mustern an Fenstern und Fassaden zu optimieren.“
All dies sei auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Frankfurter Eigentümerin Emeis das geplante Bauvorhaben, zu dem seit weit über zwei Jahren eine gültige Baugenehmigung vorliegt, aufgrund geänderter Rahmenbedingungen im Markt nicht mehr weiterverfolge - und bereits aktiv die Veräußerung des Gebäudekomplexes anstrebe.
Ein unterstelltes Interesse von städtischer Seite möchte OB Nino Haase nicht kommentieren: „Wir vermitteln gern den Kontakt zu Emeis im Falle von Interessensbekundungen und sind naturgemäß weiterhin an einer positiven Entwicklung dieses zentralen Innenstadtbereiches stark interessiert“, so Haase.
Aktuell gelte es aber zunächst, das kurzfristige Momentum schneller optischer Verbesserungen zu ergreifen und zu realisieren.