Denkschrift fürs Kurfürstlichen Schloss
Baustelle am 3. Juli 2009 offiziell eröffnet
Die Vorsitzende des Mainzer Denkmal-Netzwerks, Erika Friderichs, überreichte gemeinsam mit Günther Franz und Prof. Dr. Dethard von Winterfeld die aktuelle Denkschrift zugunsten einer "Umfassenden Instandsetzung und nachhaltigen Revitalisierung des Kurfürstlichen Schlosses Mainz und seines Umfeldes" an Oberbürgermeister Jens Beutel und Bau- und Denkmaldezernent Norbert Schüler.
Bereits im Jahre 1897 hatten bedeutende Sachverständige eine Denkschrift gegen die jahrzehntelange Verwahrlosung des Kurfürstlichen Schlosses verfasst. Führende Architekten Deutschlands hatten in einer Kommission für die Restaurierung des Schlosses bereits 1897, also vor mehr als 100 Jahren, zusammengearbeitet. Auf Initiative des Mainzer Denkmal-Netzwerks haben Experten heute ihre Gedanken und Einlassung über Rang und Bedeutung des Kulturdenkmals "Kurfürstliches Schloss", den Verfahrensstand, Ansprüche und Ziele sowie Handlungserfordernisse in einer Denkschrift zusammengefasst.
Den kompletten Inhalt der aktuellen Denkschrift sowie die alte Denkschrift "Gesichtspunkte zur Beratung über die Restauration des Kurfürstlichen Schlosses zu Mainz" finden Sie als Download am Ende der Seite.
Baubeginn am Mainzer Schloss am 3. Juli 2009
Oberbürgermeister und Denkmaldezernent Jens Beutel, Bürgermeister Norbert Schüler und die Vorsitzende des Denkmalnetzwerks Mainz, Erika Friderichs luden am 3. Juli 2009 zur offiziellen Baustelleneröffnung in den Innenhof des Kurfürstlichen Schlosses ein. Anwesend war auch Ursula Thomas, die Leiterin der Projektabteilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die die Arbeiten am Mainzer Schloss gemeinschaftlich mit dem Denkmalnetzwerk in diesem Jahr mit 500.000 Euro unterstützt.
Vor dem symbolischen "ersten Meißelschlag" legte OB Jens Beutel dar, dass bis jetzt 950 000 Euro für die dringend notwendigen Arbeiten zur Verfügung stehen: 300 000 Euro Bau- und Erhaltungsmittel der Gebäudewirtschaft Mainz (GWM), dazu je 75 000 Euro von Bund und Land, 250 000 Euro vom Mainzer Denkmal-Netzwerk und noch einmal 250 000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). "Aus den Mitteln des Konjunkturprogramms II werden weitere 400 000 Euro erwartet", sagte Beutel. "Schriftlich haben wir die Zusage von Berlin noch nicht erhalten, wohl aber mündlich." Besonders bedankte sich Beutel für die zahlreichen privaten Spenden.