Sauberkeit: Regelung zum früheren „City-Hotel Neubrunnenhof“
Der in Deutschland umbenannte Altenpflege-Konzern Emeis (ehemals Orpea) ist Eigentümerin des früheren „City-Hotels Neubrunnenhof“ in der Großen Bleiche 22-26. Der optische und bauliche Zustand der Immobilie steht seit geraumer Zeit in der öffentlichen Diskussion, da Verunreinigungen mit Müll und Fäkalien ein massiv abstoßendes Bild darbieten. Dies führte wiederkehrend zur Debatte, ob die Stadt Mainz hier nicht stellvertretend vor Ort für Abhilfe sorgen könne.
Nun wurde in einem Gespräch zwischen Oberbürgermeister Nino Haase und Emeis eine praxisnahe und unkomplizierte Regelung getroffen. Oberbürgermeister Nino Haase berichtet hierzu: „Nachdem keine Reaktion auf unsere vergangenen Kontaktaufnahmen erfolgte, sind wir nun froh über eine kooperative Ansprechpartnerin, die seit 2025 nach einem personellen Wechsel zuständig ist. Bei Problemobjekten wie dem Neubrunnenhof oder auch der Augstinerstraße 22 ist es mir als OB wichtig, dass wir als Stadt hartnäckig sind: Beim letzteren waren wir bereits erfolgreich, beim Neubrunnenhof haben wir nun ebenfalls, wenn auch verzögert, berechtigte Hoffnungen auf Besserung. Dem Vorschlag, die Reinigung und Wiederherstellung der Sauberkeit im Umfeld des Gebäudes durch die Stadt Mainz ausführen zu lassen - bei Kostenstellung an Emeis - wurde umfassend befürwortet. Wir stimmen uns aktuell zu einer Gesamtregelung ab. Dazu zählt auch die Möglichkeit, die Leerstandsbeklebung - ein Projekt der Wirtschaftsförderung - mit attraktiven Mustern an Fenstern und Fassaden zu realisieren. Hier gibt es noch Details mit externen Auftragnehmern zu klären, wir sind aber auf dem Weg zu einer gemeinsamen Lösung“, betont OB Haase, der in diesem Zusammenhang auch das Engagement von Dieter Grünewald, Vorsitzender der Initiative „Neue Mainzer Mitte e.V.“, lobte, der das Gespräch mit Emeis ebenso erfolgreich suchte.
Haase final: „Es haben bereits Reinigungsmaßnahmen stattgefunden, eine erste Begehung hat ebenso stattgefunden. Die Reaktion aus Frankfurt zu den geplanten Schritten zur Säuberung des Umfeldes war durchgehend positiv. Zugleich deutete Emeis ergänzend an, das geplante Bauvorhaben, zu dem seit weit über zwei Jahren eine gültige Baugenehmigung vorliegt, aufgrund geänderter Rahmenbedingungen nicht weiter verfolgen zu wollen und an einer Veräußerung des Gebäudekomplexes interessiert zu sein. Hier wurden direkt Kontakte im städtischen Gefüge vermittelt, die nun prüfen, ob unter den gegebenen Rahmenbedingungen eine Entwicklung möglich ist“, so Haase.

