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13. Mai 2026

Studie bestätigt Mainz als einen der wirtschaftsstärksten Standorte Deutschlands

Die Landeshauptstadt Mainz ordnet die Ergebnisse des aktuellen IW-Regionalrankings ein und verweist auf die weiterhin außerordentlich starke wirtschaftliche Position des Standorts. Im bundesweiten Niveauranking gehört die Stadt weiterhin zur Spitzengruppe der wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre verdeutlicht zugleich die außergewöhnlich positive Transformation des Standorts Mainz: Beim IW-Regionalranking, das 2022 herausgegeben wurde, lag Mainz beim Niveau noch auf Rang 153. Mit dem internationalen Erfolg des Mainzer Biotechnologie-Standorts rund um BioNTech folgte ein historischer Aufstieg beim IW-Ranking 2024 auf Rang 2. Nun liegt Mainz mit Rang 14 von 400 Regionen zum zweiten Mal in der Geschichte des IW-Rankings auf einem Spitzenplatz.

Die aktuellen Ergebnisse 2026 zeigen nun eine erwartbare Normalisierung nach den außergewöhnlichen Rekordjahren. Das Dynamikranking misst insbesondere die Veränderungsgeschwindigkeit der vergangenen Jahre. Nach einem historisch einmaligen Wachstumsschub sind weitere Sprünge derselben Größenordnung schon allein mathematisch nicht wiederholbar. Für die Unternehmen bleibt daher die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Standorts entscheidend – und hier zählt Mainz weiterhin zu den stärksten Regionen Deutschlands.

Mainz ist ein international sichtbarer Innovations-, Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort

Oberbürgermeister Nino Haase erklärt hierzu:
„Die vergangenen Jahre haben eindrucksvoll gezeigt, welche Innovations- und Wachstumskraft in Mainz steckt. Nach einer außergewöhnlichen Sonderentwicklung ist eine Normalisierung der Dynamik kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck eines inzwischen erreichten sehr hohen wirtschaftlichen Niveaus. Das ist vergleichbar zum Autofahren: Die Beschleunigung lässt selbstverständlich nach, aber die Geschwindigkeit bleibt hoch. Mainz ist jetzt auf hohem Niveau angekommen und ein international sichtbarer Innovations- und Wirtschaftsstandort. Und wir arbeiten jeden Tag hart daran, dass das so bleibt.“

Auch Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz betont die nachhaltige Stärke des Standorts:
„Mainz ist ein starker Wirtschaftsstandort mit viel Potential: Unsere strukturellen Vorteile sind eine exzellente Wissenschaftslandschaft, ein leistungsfähiger Arbeitsmarkt und ein hoch innovatives Life-Science-Ökosystem. Gleichzeitig investieren wir konsequent in neue Gewerbe- und Forschungsflächen, damit Mainz auch künftig wachsen kann. Aktuell identifizieren wir mit externer Begleitung neben der Biotechnologie weitere Zukunftsbranchen, wo wir in den nächsten Jahren Schwerpunkte setzen wollen.“

Starker Arbeitsmarkt, wachsender Tourismus und hohe Innovationskraft stärken den Standort

Der Arbeitsmarkt in Mainz zeigt sich weiterhin robust. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt weiterhin auf hohem Niveau. Trotz der bundesweit schwächeren Konjunktur bleibt die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften insbesondere in den Bereichen Wissenschaft, Gesundheit, IT und Dienstleistungen hoch. Damit behauptet sich Mainz weiterhin als stabiler und resilienter Wirtschaftsstandort.

Auch der Tourismus entwickelt sich weiterhin außerordentlich erfolgreich und trägt spürbar zum Wirtschaftswachstum der Stadt bei. Zum dritten Mal in Folge verzeichnet Mainz einen neuen Rekord bei Gästeankünften und Übernachtungen. Im Jahr 2025 wurden rund 1,19 Millionen Übernachtungen registriert. Gleichzeitig stieg die Zahl der ankommenden Gäste (+ 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr) und Übernachtungen (+ 2,6 Prozent). Damit wächst Mainz erneut deutlich stärker als der Bundes- und Landestrend. Von dieser positiven Entwicklung profitieren Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel, Kultur- und Veranstaltungswirtschaft sowie zahlreiche Dienstleistungsunternehmen in der gesamten Stadt. Mainz unterstreicht damit seine hohe Attraktivität als Wirtschafts-, Kongress- und Städtereiseziel.

Mainz investiert konsequent in Zukunftsbranchen und neue Wachstumsflächen

Die Stadt hält unverändert daran fest, der Life-Science- und Biotechnologiebranche kurz-, mittel- und langfristig zusätzliche Wachstumsflächen zur Verfügung zu stellen. Dazu zählen insbesondere der Life Science Campus, die Entwicklung der GFZ-Kaserne sowie potenzielle Erweiterungsflächen westlich des Campus.

Parallel investieren Unternehmen und Forschungseinrichtungen massiv in moderne Infrastruktur am Standort. Bereits fertiggestellt wurde das Laborgebäude LAB 1 mit rund 3.100 Quadratmetern Fläche. Im Bau befinden sich derzeit unter anderem LAB 2 (9.300 Quadratmeter), das neue TRON-Laborgebäude (10.800 Quadratmeter) sowie HI-TRON (4.400 Quadratmeter). Weitere Projekte wie „Plus Ultra Mainz“ mit rund 19.000 Quadratmetern sowie LAB 3 mit etwa 5.000 Quadratmetern befinden sich in Planung.

Auch BioNTech investiert weiterhin gezielt in den Standort Mainz – unter anderem mit dem Forschungsgebäude K2 sowie einer hochmodernen Produktionsstätte für mRNA-Krebsimmuntherapien.

Zusätzliche Impulse erhält der Innovationsstandort durch die Auszeichnung von Futury als bundesweite Startup Factory. Damit wird die Rhein-Main-Region gezielt als international sichtbarer Innovations- und Gründungsstandort weiterentwickelt.

Gleichzeitig stärkt die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ihren Technologietransfer mit dem Ausbau von Gutenberg Innovate. Davon profitiert insbesondere Mainz als führender Life-Science-Standort mit Angeboten wie dem Life Science Zentrum Mainz und dessen Inkubatorprogramm LiSci.

Die jüngst geschlossene Partnerschaft zwischen Mainz und Heidelberg stellt zudem einen weiteren wichtigen Schritt dar, um Forschung, Startups, Kapital und Infrastruktur regional stärker zu vernetzen und daraus nachhaltiges Wachstum an beiden Standorten zu entwickeln.

Hintergrund zu den aktuellen Städterankings

Das IW-Regionalranking vergleicht seit 2016 alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands anhand von Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität. Während das Niveauranking die aktuell stärksten Regionen abbildet, misst das Dynamikranking die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre. Mainz bleibt dabei einer der leistungsfähigsten und innovationsstärksten Wirtschaftsstandorte Deutschlands.

Auch weitere unabhängige Standortanalysen bestätigen die hohe Wettbewerbsfähigkeit der Landeshauptstadt. Im Städteranking des IW Consult im Auftrag der WirtschaftsWoche und gemeinsam mit ImmoScout24 wurde Mainz im Dynamikvergleich der deutschen Großstädte mehrfach als „dynamischste Stadt Deutschlands“ ausgezeichnet und erreichte wiederholt den Spitzenplatz. Im Niveauvergleich zählt Mainz zudem regelmäßig zur Spitzengruppe der deutschen Großstädte. Die Ergebnisse unterstreichen die außergewöhnliche Entwicklung sowie die hohe strukturelle Stärke des Standorts im bundesweiten Vergleich.

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