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03. November 2026

MainzBaum: Jetzt mitmachen und Stadtbäume als Lebensraum erforschen

Seit fast drei Jahren untersucht das von der Stiftung Natur und Umwelt RLP in Kooperation mit dem Grün- und Umweltamt durchgeführte Projekt „MainzBaum – Dein Lebensraum“ die Bedeutung der Mainzer Stadtbäume für die biologische Vielfalt. Zum Abschluss des Projekts sind Bürger:innen, Schüler:innen sowie alle Interessierten noch einmal eingeladen, selbst zu Forschenden zu werden und Tiere und Pflanzen an Bäumen in ihrem Lebensumfeld zu dokumentieren.

Eine rotbeinige Baumwanze (Pentatoma rufipes) an einem Stamm.
Rotbeinige Baumwanze

Herbstzeit ist Forschungszeit

Mit dem Herbst verändert sich auch das Leben rund um die Bäume. Die Blätter färben sich und fallen, Früchte und Kastanien liegen auf den Wegen, und die Baumkronen werden zunehmend lichter. Damit eröffnet sich ein besonders guter Blick auf die Tiere, die den Sommer über in und an den Bäumen gelebt haben.

Was passiert mit ihnen, wenn die Temperaturen sinken? Wer sucht Schutz in der Baumrinde? Welche Tiere bereiten sich auf den Winter vor? Und welche Arten lassen sich jetzt vielleicht im heruntergefallenen Laub entdecken?

Gerade im Herbst lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf Baumstämme, Baumkronen und das Umfeld der Bäume.

Mitmachen und Artenvielfalt entdecken

Umweltdezernentin Janina Steinkrüger lädt zum Mitmachen ein: „Im Rahmen des bürgerwissenschaftlichen Ansatzes können Interessierte eigene Bäume auf einer Meldeseite eintragen und die dort vorkommenden Tiere und Pflanzen dokumentieren. Die gesammelten Beobachtungen helfen dabei, mehr darüber zu erfahren, welche Arten an unterschiedlichen Baumarten vorkommen und wie sich die biologische Vielfalt im urbanen Raum verteilt.“

Die Ergebnisse können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Artenvielfalt in Mainz besser zu verstehen und Maßnahmen für ihren Schutz sowie für die Anpassung der Stadt an den Klimawandel zu entwickeln.

Zwei weitere Forschungsansätze

Neben den Beobachtungen durch Bürger:innen hat das Projekt in den vergangenen zwei Jahren weitere Methoden eingesetzt, um den Lebensraum Stadtbaum zu untersuchen.

Freiwillige erfassten während der gesamten „Grüne-Blätter-Saison“ mit einem speziellen Messgerät, dem Arborcheck, die Vitalität ausgewählter Bäume. Mithilfe eines einfachen Verfahrens zur Messung der Photosyntheseaktivität konnten Daten darüber gewonnen werden, wie die Bäume auf klimatische Veränderungen reagieren.

Darüber hinaus kamen Insektenfallen an heimischen und nicht heimischen Baumarten zum Einsatz. Sie lieferten Erkenntnisse über die Vielfalt der dort vorkommenden Insekten sowie deren mengenmäßige Verteilung.

Jetzt mitforschen!

Das Projekt befindet sich auf der Zielgeraden – und bietet damit noch einmal die Gelegenheit, selbst aktiv zu werden. Wer im Herbst an einem Stadtbaum interessante Tiere oder Pflanzen entdeckt, kann diese Beobachtungen in das Projekt einbringen und damit zur Erforschung des Lebensraums Stadtbaum beitragen.

Denn jeder Baum ist ein kleines Ökosystem – und gemeinsam lässt sich entdecken, wer dort lebt.

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