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30. September 2026

Die neue Mainzer Zeitschrift wird vorgestellt

Vortrag: 05.10.2026, 18:30 Uhr im Stadtarchiv Mainz

Die "Mainzer Zeitschrift. Mittelrheinisches Jahrbuch für Archäologie, Kunst und Geschichte" erscheint seit 1845 und ihre Autor:innen erforschen seitdem die Geschichte von Mainz und der Region. Der Redakteur der Mainzer Zeitschrift, Prof. Dr. Wolfgang Dobras, stellt nun den neuesten Jahrgang des Jahrbuchs vor, den der Mainzer Altertumsverein herausgibt.

Mainzer Zeitschrift

Diplom-Designer Harald Kubiczak, einer der Autoren des neuen Bandes, wird an diesem Abend seine Forschungen zum Leben und Werk der in Vergessenheit geratenen jüdischen Künstlerin Henriette Mannheimer aus Mainz präsentieren.

Die vergessene Künstlerin Henny Mannheimer

„Wo wir sie treffen!“ – mit diesem Satz endet ein Zeitungsartikel von 1931 über Henriette, kurz Henny, Mannheimer. Der Satz ist die thematische Klammer eines Essays und Vortrags über die 1899 in Mainz geborene jüdische Künstlerin, über deren Leben bislang nur wenig bekannt war. Henriette Mannheimer – ihr Vater Berthold ist Rechtsanwalt in Mainz, er entstammt einer alten jüdischen Familie in Worms – besucht die Mainzer Höhere Mädchenschule, später die Kunst- und Gewerbeschule, studiert Malerei in München. Sie schafft ein eigenständiges künstlerisches Werk, von dem im Sommer 1931 etwa 250 Gemälde, Grafiken und Plastiken in der Mainzer Kunsthalle vorgestellt werden. Zwei Jahre darauf flieht Henriette Mannheimer mit ihren Eltern und den Geschwistern Gisela und Herbert nach Paris. Im Exil setzt sie ihr Schaffen fort, stellt bei den Salons d’Automne aus. Durch die Recherchen Harald Kubiczaks in Archiven in Frankreich, Israel und anderorts, wie auch durch einen ihr erstmals zugeordneten Sammlungsbestand in der Schweiz, können nun ein Teil des bislang verschollenen Werks der Künstlerin, deren Leben im Exil, ihr früher Tod und die Schicksale ihrer Nächsten vorgestellt werden.

Radierungen Henriette Mannheimers von den Innenräumen der orthodoxen Mainzer Synagoge am Flachsmarkt und der Weisenauer Synagoge

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