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27. April 2026

Heidelberg und Mainz vereinbaren gemeinsame Innovationspartnerschaft

Die Städte Heidelberg und Mainz wollen künftig eng zusammenarbeiten: Ihr Ziel ist es, die Region Neckar–Rhein–Main als internationale Innovations- und Biotech-Region weiterzuentwickeln. Dazu haben der Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner und der Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase am Freitag, 24. April 2026, im Heidelberger Rathaus ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet.

Stärkung der Biotech-Region Neckar-Rhein-Main

Oberbürgermeister Eckart Würzner sagte: „Mit unserer Partnerschaft setzen wir ein klares Signal: Nur durch Zusammenarbeit können deutsche und europäische Innovationsräume im globalen Wettbewerb bestehen. Denn die internationale Konkurrenz in den Bereichen Life Sciences, Biotechnologie und DeepTech wächst rasant. Regionen wie Boston, Cambridge oder Singapur zeigen, wie wichtig starke, vernetzte Innovationsökosysteme für wissenschaftlichen Fortschritt, wirtschaftliche Dynamik und die Ansiedlung zukunftsweisender Unternehmen sind. Daher ist unsere Kooperation bewusst offen für weitere Partner, die sich dem Ziel einer starken, überregionalen Innovationsregion anschließen möchten.“

Oberbürgermeister Nino Haase, Landeshauptstadt Mainz, betonte: „Mainz und Heidelberg stehen exemplarisch für die Stärke unserer gesamten Region. Mit dieser Partnerschaft bringen wir zentrale Akteure enger zusammen und schaffen neue Dynamik für Innovation, Gründungen und Wachstum. Wir wollen die vorhandenen Potenziale gezielt heben, unsere internationale Ausstrahlung erhöhen und gemeinsam daran arbeiten, dass aus exzellenter Forschung noch schneller konkrete Anwendungen und wirtschaftliche Erfolge entstehen. Umso mehr freue ich mich, dass wir Heidelberg schon bald auch in Mainz begrüßen dürfen – denn echte Zusammenarbeit beginnt damit, dass wir sie von Anfang an aktiv leben.“

An der Unterzeichnung nahmen auch die Verantwortlichen der zentralen Innovations- und Entwicklungsstrukturen beider Städte teil: Marc Massoth, Leiter der Wirtschaftsförderung und Geschäftsführung des Technologieparks Heidelberg, Felix Wälder, Geschäftsführer der biomindz Entwicklungsgesellschaft Mainz, Julia Schaft, Managing Director von BioRN, und Dirk Schmitt, Geschäftsführer des Life Science Zentrums Mainz mit der Vernetzungsplattform BioVation RLP.

Gemeinsame Stärken für eine starke Innovationsregion

Heidelberg und Mainz verstehen sich als zentrale Akteure einer Biotech- und Innovationsregion, die sich von Mainz im Norden über Darmstadt, Kaiserslautern bis in die Metropolregion Rhein-Neckar mit Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen sowie weiter nach Karlsruhe und Heilbronn erstreckt. Dieser zusammenhängende Innovationsraum zählt zu den dynamischsten Technologie- und Wissenschaftsstandorten Deutschlands und bietet großes Potenzial für Startup-Wachstum in Biotechnologie, Health, Künstliche Intelligenz und DeepTech.

Die Partnerschaft zielt darauf ab, dieses Ökosystem stärker zu vernetzen, Stärken zu bündeln und Rahmenbedingungen zu schaffen, die im Wettbewerb mit Regionen wie München oder Berlin bestehen können.

Heidelberg und Mainz verfügen über exzellente wissenschaftliche Einrichtungen, international renommierte Kliniken, eine lebendige Startup-Szene und wachstumsstarke Biotech-Unternehmen. Darauf aufbauend stützt sich die Zusammenarbeit auf folgende Säulen:

  • Komplementäre Stärken: Heidelberg ist ein international führender Standort für Grundlagenforschung, Translation und datengetriebene Medizin. Mainz hat sich als forschungsstarker Standort mit seinen Biotechnologie- und Impfstoffinnovationen
    weltweit einen Namen gemacht und verfügt über starke industrielle Wertschöpfungsketten.
  • Dynamische Startup-Ökosysteme: Beide Städte fördern aktiv Startups sowie Ausgründungen aus Wissenschaft und Kliniken und verfügen über wachsende Ventureund Innovationsnetzwerke.
  • Hohe internationale Sichtbarkeit: Die Region ist bereits heute ein global beachteter Life-Science-Hotspot – dies gilt es noch deutlich sichtbarer zu machen.
  • Gemeinsame Verantwortung für die Zukunft: Die Städte wollen Rahmenbedingungen schaffen, die Innovation beschleunigen, Talente anziehen und nachhaltige wirtschaftliche Stärke für den Standort sichern.

Von der Vision zur konkreten Umsetzung: Die Kernpunkte der Vereinbarung

Mit dem MoU bekennen sich Heidelberg und Mainz zu einer engen strategischen und operativen Zusammenarbeit. Dazu gehören insbesondere:

  • Gemeinsame Programme und Projekte der beiden Technologieparks
  • Testbeds, Sandbox-Formate und Startup-Services, die Unternehmen sowie Gründerinnen und Gründern Zugang zu beiden Standorten ermöglichen
  • Überregionale Infrastruktur- und Flächenentwicklung, um Wachstum und Ansiedlungen zu unterstützen
  • Austauschformate zwischen Unternehmen, Forschung und Kliniken
  • Gemeinsames Standortmarketing und Internationalisierung, um die Region global sichtbar zu machen

Schon jetzt eine der führenden Biotech-Regionen Deutschlands

Die Großregion rund um Heidelberg und Mainz zählt bereits heute zu den drei führenden Biotech-Standorten Deutschlands. Das geht aus der 2025 veröffentlichte Studie „Assessing Deep-Tech Innovation Hubs in Germany: The Case of Biotechnology“ der Bertelsmann Stiftung und des Instituts für Deep Tech Innovation an der European School of Management and Technology Berlin hervor. Das dort definierte „Heidelberg-Hub“ reicht von Heidelberg über Mannheim, Ludwigshafen und Heilbronn bis nach Mainz und Wiesbaden - und zeigt das große Potenzial eines zusammenhängenden Innovationsraums.

OB Nino Haase (Mainz) und OB Eckart Würzner (Heidelberg)
Innovationspartnerschaft Heidelberg und Mainz: OB Nino Haase (Mainz) und OB Eckart Würzner (Heidelberg)
Gruppenbild mit OB Haase (Mainz) und OB Würzner (Heidelberg)
Innovationspartnerschaft Heidelberg und Mainz: Felix Wälder, Julia Schaft, OB Nino Haase, OB Eckart Würzner, Marc Massoth, Dirk Schmitt (von links nach rechts)

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