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Ober-Olmer Wald

Ober-Olmer Wald
Ober-Olmer Wald

Der Ober-Olmer Wald ist mit seinen Qualitäten für den Naturschutz und die Naherholung ein wichtiger Bestandteil des Freiraumsystems um Mainz und Paradebeispiel dafür, wie ein von Menschenhand arg in Mitleidenschaft gezogenes Gebiet von der Natur zurückerobert werden kann.

Die Treppe führt hinauf auf den Hügel der Freundschaft
Die Treppe führt hinauf auf den Hügel der Freundschaft

Dort, wo sich Anfang der 90er Jahre noch allerlei Kriegsgerät der Amerikaner auf dem damaligen Standortübungsplatz tummelte, wo Zäune, Bunkeranlagen und mit Asbest belastete Gebäude standen, ist heute eine grüne Oase entstanden, die sich auf einer Fläche von 350 Hektar erstreckt.
Die Künstlerin Dörthe Bäumer ließ auf dem ehemaligen Raketenabschussgelände einen Aussichtshügel errichten. In die Stufen, die zu diesem "Hügel der Freundschaft" hinaufführen, sind als Erinnerung an den Kalten Krieg Friedensbotschaften in englischer, französischer, russischer und deutscher Sprache eingelassen.

Fast nichts erinnert mehr an die militärische Nutzung des Waldes. 58 Gebäude wurden abgerissen, 13.100 Meter Zaun entfernt und 50.000 Quadratmeter Fläche entsiegelt. Ein neues etwa 25 Kilometer langes Wegenetz lädt zum Wandern, Joggen, Reiten oder Spazierengehen ein und schirmt durch "Umgehungen" auch Lebensräume geschützter und gefährdeter Tiere und Pflanzen ab. Zahlreiche seltene und gefährdete Arten der so genannten "Roten Liste", wie Orchideen oder Amphibien, haben hier im Schutzgebiet einen Lebensraum gefunden. Der Ober-Olmer Wald ist das größte zusammenhängende Wald- und Naherholungsgebiet im nördlichen Rheinhessen.

Seit 2002 stehen hier Stelen als Kunstobjekte, die Schicksale von Menschen aus Russland, den USA und Deutschland zu Zeiten des Kalten Krieges zusammenfassen, die über den US-Standpunkt Ober-Olmer Wald miteinander verbunden waren.


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