Generationenübergreifendes Arbeiten – Miteinander und voneinander lernen
Demographischer Wandel, Fachkräftemangel, zunehmende Digitalisierung und der Einsatz Künstlicher Intelligenz verändern die Arbeitswelt nachhaltig. Gleichzeitig arbeiten heute bis zu vier Generationen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Arbeitsweisen gemeinsam in Unternehmen und Organisationen. Diese Vielfalt bietet große Chancen für gegenseitiges Lernen, erfolgreiche Zusammenarbeit und Innovation.
Die Auswirkungen dieser Veränderungen betreffen dabei nicht nur Unternehmen und Organisationen, sondern auch die Gesundheitsversorgung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort. Gesunde Arbeitsbedingungen und eine starke betriebliche Gesundheitsförderung spielen eine zentrale Rolle für ein gutes Miteinander und die langfristige Fachkräftesicherung.
Die demografische Entwicklung ist seit Jahren absehbar – dennoch treffen die damit verbundenen Veränderungen viele Unternehmen und Einrichtungen im Arbeitsalltag noch immer unvorbereitet. Besonders im generationenübergreifenden Arbeiten zeigen sich häufig Spannungen, Missverständnisse und unterschiedliche Erwartungen an Kommunikation, Zusammenarbeit und Führung.
Vereinfachende Zuschreibungen wie die angeblich „arbeitsunwillige“ Gen Z oder „veränderungsresistente“ ältere Generationen greifen dabei jedoch zu kurz. Statt polemischer Klischees braucht es einen differenzierten Blick auf Generationenvielfalt und die Frage, wie Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Altersgruppen konstruktiv gestaltet werden kann.
Vor diesem Hintergrund lädt die Landeshauptstadt Mainz gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnerinnen und -partnern zum Symposium zur Betrieblichen Gesundheitsförderung am 25. Juni 2026 in Mainz ein. Die Veranstaltung steht unter dem Titel: „Generationenübergreifendes Arbeiten – Clash of Cultures oder mit- und voneinander lernen?“
Das Symposium findet am Donnerstag, den 25. Juni 2026, von 9 bis 16 Uhr in den Räumlichkeiten der Mainzer Stadtwerke AG, Rheinallee 41, 55118 Mainz, statt.
„Die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Generationen wird häufig von stereotypen Rollenvorstellungen beeinflusst. Gleichzeitig bietet sie aber enormes Potenzial für gegenseitiges Lernen und erfolgreiche Zusammenarbeit“, betont Jana Schmöller, Dezernentin für Soziales, Kinder, Jugend und Gesundheit.
Auch Karin Engel von der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Mainz e. V. unterstreicht die Bedeutung eines differenzierten Blicks auf Generationenvielfalt im Arbeitsalltag: „Polemische Verallgemeinerungen helfen wenig weiter. Vielmehr gilt es, die Stärken unterschiedlicher Generationen zu verstehen und konstruktive Wege für die Zusammenarbeit zu entwickeln.
Im Mittelpunkt des Symposiums stehen wissenschaftliche Impulse, Fachvorträge, Diskussionen und praxisorientierte Workshops. Die Wirkmechanismen von Generationenbildern und Stereotypen werden analysiert und konstruktive Ansätze für eine gesunde und erfolgreiche Zusammenarbeit im Arbeitsalltag entwickelt. Die Workshops bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, konkrete Handlungshilfen für den Berufsalltag zu erarbeiten und sich intensiv mit Fachkolleginnen und Fachkollegen auszutauschen.
In den Workshops werden unter anderem folgende Fragen behandelt:
- Wie wirken sich Generationenbilder auf Zusammenarbeit und Kommunikation aus?
- Welche Chancen bietet generationenübergreifendes Arbeiten?
- Wie können Unternehmen und Organisationen Konflikten und Vorurteilen aktiv entgegenwirken?
- Welche konkreten Werkzeuge unterstützen gesundes und erfolgreiches Arbeiten im Alltag?
Mit dem jährlich stattfindenden Symposium bietet die Landeshauptstadt Mainz eine Plattform für Diskussion, Austausch und Fortbildung rund um die Betriebliche Gesundheitsförderung. In diesem Jahr erfolgt die Veranstaltung in Kooperation mit der Mainzer Stadtwerke AG, die zugleich Gastgeberin des Symposiums ist.
Anmeldung und Teilnahme
Anmeldungen sind bis zum 15. Juni 2026 möglich. Die Tagungsgebühr beträgt 35 Euro und beinhaltet Getränke sowie Verpflegung während der Pausen.
Anmeldungen bitte per Post oder E-Mail an:
E-Mail: gesundheitsfoerderungstadt.mainzde
Landeshauptstadt Mainz
Amt für soziale Leistungen – Gesundheitsförderung
Dorothee Borngässer
Kaiserstraße 3–5
55116 Mainz