Jugendschutz informiert: Umgang mit Cybermobbing
Im Rahmen der Reihe „Medienschutz des Monats“ greift der Fachbereich Kinder- und Jugendschutz/Streetwork im Amt für Jugend und Familie der Landeshauptstadt Mainz jeden Monat ein anderes Thema aus dem digitalen Alltag auf. Medienschutz-Thema des Monats November ist Cybermobbing.
Ob in sozialen Netzwerken, Chats, Online-Games oder Foren, Cybermobbing kann Kinder, Jugendliche und Erwachsene überall dort treffen, wo digitale Kommunikation stattfindet. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Mobbing und Cybermobbing am 5. November informiert der Fachbereich Kinder- und Jugendschutz mit dem Thema des Monats wie Betroffene und Beobachtende mit Cybermobbing umgehen können.
Was ist Cybermobbing?
Von Cybermobbing spricht man, wenn eine Person über digitale Medien gezielt verletzt, beleidigt, bloßgestellt oder ausgegrenzt wird. Dazu gehören beispielsweise beleidigende Nachrichten und Kommentare, das Verbreiten beschämender Bilder oder Videos, der absichtliche Ausschluss aus Gruppen und Chats sowie das Verbreiten von Gerüchten oder privaten Informationen. Auch gefälschte Accounts und manipulierte oder erfundene Inhalte können Teil von Cybermobbing sein. Häufig handelt es sich um wiederholte und gezielte Verletzungen.
Tipps für Betroffene: Hilfe holen und Beweise sichern
Wer selbst von Cybermobbing betroffen ist, sollte mit einer vertrauten Person, wie einem Elternteil oder einer Lehrkraft, sprechen. Es ist wichtig, mit der Situation nicht allein zu bleiben. Screenshots, Chatverläufe und Beiträge können als Beweise gesichert werden, um den Vorfall bei Bedarf zu melden. Darüber hinaus können Betroffene beleidigende Nutzer auf den jeweiligen Plattformen blockieren und verletzende Inhalte melden. Auch angepasste Privatsphäre-Einstellungen können helfen, das eigene Profil und die Kontaktmöglichkeiten besser zu schützen.
Tipps für Beobachtende: Kontakt herstellen, Inhalte melden, Vorbild sein
Wer Cybermobbing beobachtet, sollte nicht wegsehen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Cybermobbing bedeutet, Betroffene ernst zu nehmen, Unterstützung anzubieten und verletzende Inhalte zu melden. Auch wer Cybermobbing beobachtet, kann dazu beitragen, Betroffene zu stärken und weitere Verletzungen zu verhindern. Bereits eine Nachricht an die betroffene Person kann zeigen, dass sie nicht allein ist. Wer sich unsicher ist, wie ernst die Situation einzuschätzen ist oder wie eine Unterstützung aussehen kann, sollte eine erwachsene Vertrauensperson einbeziehen. Wer mit gutem Beispiel vorangeht und einen respektvollen und freundlichen Umgang im Netz pflegt, trägt dazu bei, Betroffene zu schützen. Verletzende Inhalte sollten weder mit Likes unterstützt noch kommentiert oder weitergeleitet werden.
Beratungsangebote
Wer Unterstützung benötigt oder Fragen zum Umgang mit Cybermobbing hat, kann sich an folgende Anlaufstellen wenden:
- Jugendschutz Landeshauptstadt Mainz: jugendschutzstadt.mainzde
- Nummer gegen Kummer
- JUUUPORT
- bke-Jugendberatung
