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26. Juni 2026

Unternehmensbefragung: Zufriedenheit steigt, Fachkräftemangel herausfordernd

Die Landeshauptstadt Mainz hat die Ergebnisse ihrer aktuellen Unternehmensbefragung zur Fachkräftesicherung veröffentlicht. Die Untersuchung wurde im November 2025 durch das Institut L•Q•M Marktforschung im Auftrag der Wirtschaftsförderung durchgeführt. Insgesamt beteiligten sich 171 Unternehmen aus mehr als 18 Branchen.

Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Trotz anhaltender Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt bewerten 72 Prozent der befragten Unternehmen den Wirtschaftsstandort Mainz positiv. Gleichzeitig geben 62 Prozent der Unternehmen an, derzeit offene Stellen zu haben. Rund 40 Prozent fühlen sich vom Fachkräftemangel mäßig bis stark betroffen.

Besonders betroffen sind Unternehmen aus dem Handwerk, dem Bauwesen und dem produzierenden Gewerbe. Als größte Hürden bei der Stellenbesetzung nennen die Unternehmen den Mangel an Bewerberinnen und Bewerbern, steigende Lohnforderungen sowie fehlende Qualifikationen.

Gleichzeitig zeigt die Befragung, dass viele Unternehmen bereits aktiv gegensteuern. Besonders häufig kommen vereinfachte Bewerbungsprozesse, Social-Media-Recruiting und flexible Arbeitszeitmodelle zum Einsatz. Zur langfristigen Bindung von Mitarbeitenden setzen die Unternehmen vor allem auf flexible Arbeitszeiten sowie Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Einen besonderen Erkenntnisgewinn liefert die Analyse der Wirksamkeit einzelner Maßnahmen. Demnach weisen die Gewinnung internationaler Fachkräfte, KI-gestützte Recruiting-Prozesse und flexible Arbeitszeitmodelle die höchsten Potenziale zur Fachkräftesicherung auf. Gleichzeitig werden insbesondere die ersten beiden Instrumente bislang selten genutzt.

Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz erklärt: "Die Befragung zeigt deutlich, dass die Mainzer Unternehmen die Herausforderungen des Fachkräftemangels aktiv angehen und dabei eine hohe Anpassungsfähigkeit beweisen. Gleichzeitig werden gerade die Maßnahmen, die den größten Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten können, bislang noch zu selten genutzt. Hier sehen wir wichtige Ansatzpunkte für die Arbeit der Wirtschaftsförderung."

Die Ergebnisse der Befragung werden in die weitere Arbeit der Wirtschaftsförderung einfließen. "Unser Ziel ist es, die bestehenden Unterstützungsangebote zur Fachkräftesicherung bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und den Wirtschaftsstandort Mainz langfristig zu stärken – etwa durch die stärkere Einbindung internationaler Talente oder innovative Recruiting-Methoden", erklärt Teresa Klug, Abteilungsleiterin der Wirtschafts- und Strukturförderung.

Die vollständigen Ergebnisse der Unternehmensbefragung stehen unter mainz.de/fachkraeftereport (Öffnet in einem neuen Tab) zur Verfügung.

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