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09. September 2026

Sozialdezernentin Schmöller besucht interkulturelle Laufgruppe für Seniorinnen

Seit drei Jahren verbindet die interkulturelle Laufgruppe im Volkspark Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft. Bei ihrem Besuch informierte sich Sozialdezernentin Jana Schmöller über die Entwicklung des Angebots und kam mit den Teilnehmerinnen ins Gespräch.

Einmal pro Woche treffen sich Frauen ab 60 Jahren unterschiedlicher Herkunft im Volkspark. Was als Bewegungsangebot begann, ist inzwischen zu einer festen Gemeinschaft geworden. Neben dem gemeinsamen Laufen stehen der Austausch, gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge sowie die gegenseitige Unterstützung im Mittelpunkt.

Geleitet wird die Laufgruppe von Zakia Amallah, Gemeindeschwester plus für Bretzenheim, Drais, Lerchenberg und Marienborn. Seit November 2025 ist sie zudem für die interkulturelle Seniorenarbeit zuständig. In dieser Funktion begleitet sie die Teilnehmerinnen und entwickelt gemeinsam mit ihnen Angebote, die Bewegung, Gesundheit und soziale Teilhabe miteinander verbinden.

Bei ihrem Besuch sprach Jana Schmöller mit den Teilnehmerinnen über ihre Erfahrungen und darüber, was die Gruppe für sie persönlich bedeutet.

„Hier geht es um viel mehr als Bewegung“

„Was hier in den vergangenen drei Jahren entstanden ist, berührt mich sehr. Wenn Frauen Woche für Woche zusammenkommen, gemeinsam laufen, lachen, erzählen und füreinander da sind, dann entsteht etwas, das weit über Bewegung hinausgeht. Es entsteht Gemeinschaft“, sagt Sozialdezernentin Jana Schmöller.

Gerade für ältere Menschen seien solche niedrigschwelligen Angebote wichtig: Sie fördern Gesundheit und Selbstständigkeit, schaffen soziale Kontakte und wirken Einsamkeit entgegen.

„Jede Teilnehmerin bringt ihre eigene Lebensgeschichte, ihre Erfahrungen und ihre Kultur mit. Genau diese Vielfalt macht die Gruppe so wertvoll. Hier wird Gemeinschaft gelebt – und damit auch Teilhabe und Integration im besten Sinne“, so Schmöller.

Gemeindeschwester plus: Angebote, die Menschen erreichen

Die Laufgruppe wird im Rahmen des Programms Gemeindeschwester plus begleitet. Das Angebot der Landeshauptstadt Mainz ist im Amt für soziale Leistungen angesiedelt und richtet sich an ältere Menschen, die noch keine Pflege benötigen, sich aber Beratung und Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter wünschen.

Die Fachkräfte Gemeindeschwester plus nehmen sich Zeit, hören zu und beraten bei Fragen rund um den Alltag – etwa zu Mobilität, Wohnraumanpassung oder Einsamkeit. Sie informieren über Bewegungs-, Begegnungs- und Kulturangebote und vermitteln den Zugang zu passenden Anlaufstellen. Auf Wunsch finden auch Hausbesuche statt.

Dabei leisten die Fachkräfte selbst keine Pflege. Wird Unterstützung durch einen Pflege- oder Betreuungsdienst erforderlich, stellen sie den Kontakt zu den Pflegestützpunkten und weiteren passenden Angeboten her.

Ein wichtiger Teil der Arbeit ist es auch, genau hinzuhören, was ältere Menschen vor Ort brauchen. Die Erfahrungen aus den Gesprächen fließen in die Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Angebote ein.

„Gemeindeschwester plus bedeutet für mich: hinschauen, zuhören und gemeinsam Lösungen finden. Die Laufgruppe ist ein schönes Beispiel dafür, wie aus einem Bedarf ein Angebot entstehen kann, das Menschen zusammenbringt und ihnen guttut“, betont Schmöller.

Gesundheit im Alter: Veranstaltung auf Deutsch und Arabisch

Auch das Thema Gesundheit spielt in der interkulturellen Seniorenarbeit eine wichtige Rolle. Am 22. November 2026 findet im Islamischen Kultur Verein (IKV Mainz e. V.) eine Gesundheitsveranstaltung zum Thema „Psychische Gesundheit im Alter“ statt.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an ältere Menschen und findet von 15 bis 18 Uhr auf Deutsch und Arabisch statt. Damit sollen Informationen rund um psychische Gesundheit im Alter möglichst niedrigschwellig und unabhängig von sprachlichen Barrieren zugänglich gemacht werden.

Eine starke Gemeinschaft

Die Entwicklung der Laufgruppe zeigt, wie wichtig persönliche Begegnungen im Alter sind. Aus regelmäßiger Bewegung ist eine Gemeinschaft entstanden, die sich gegenseitig motiviert, gemeinsame Unternehmungen plant und auch außerhalb der wöchentlichen Treffen füreinander da ist.

„Ich danke den Frauen herzlich für ihre Offenheit, ihr Engagement und die Herzlichkeit, mit der sie diese Gruppe gestalten. Sie zeigen, wie viel Kraft in Gemeinschaft steckt. Ich wünsche mir, dass noch viele ältere Frauen solche Angebote für sich entdecken und erfahren: Ich bin nicht allein – ich gehöre dazu.“

Die Gemeindeschwester plus wird im gesamten Stadtgebiet Mainz angeboten und durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend des Landes Rheinland-Pfalz, ergänzt durch kommunale Mittel, gefördert. Ziel ist es, älteren Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in ihrem vertrauten Umfeld zu ermöglichen.

Gemeindeschwester Plus, Zakia Amallah mit Sozialdezernentin Jana Schmöller
Aufwärmübungen der interkulturellen Laufgruppe für Seniorinnen
Interkulturelle Laufgruppe für Seniorinnen im Stadtpark
Bewegungsbegleiterin und Gemeindeschwester plus, Zakia Amallah mit zwei Teilnehmerinnen der interkulturellen Laufgruppe für Seniorinnen
Gemeindeschwester plus, Zakia Amallah mit einer Teilnehmerin der interkulturellen Laufgruppe für Seniorinnen
Interkulturelle Laufgruppe für Seniorinnen läuft durch den Stadtpark in Mainz

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