Inhalt anspringen

Gutenberg-Preis

Der mit 10.000 Euro dotierte Gutenberg-Preis jährlich wechselnd in Mainz und in Leipzig vergeben. Für eine hervorragende, technische, künstlerische oder wissenschaftliche Leistung im Bereich der Druckkunst.

Oberbürgermeister Nino Haase und der Typograf Prof. Dr.h.c. Erik Spiekermann nebeneinander, lachend, bei der Verleihung des Gutenberg-Preis

Gutenberg-Preis 2026

Der Gutenberg-Preis 2026 ging an Professor Dr. Erik Spiekermann. Im Jubiläumsjahr "125 Jahre Gutenberg-Museum und Gutenberg-Gesellschaft" wurde Spiekermann in Mainz mit dem Gutenberg-Preis ausgezeichnet. Die Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz und die Landeshauptstadt Mainz vergaben den Preis. Die Preisverleihung fand im Forstersaal des Kurfürstlichen Schlosses im Rahmen des Mainzer Johannisfestes statt.

Über seine Arbeit

Erik Spiekermann entwickelte das Leitsystem der Berliner Verkehrsbetriebe, entwarf Schriften und Corporate-Design-Systeme für Unternehmen wie Bosch, Cisco oder Boehringer Ingelheim und prägte Medienmarken wie The Economist, Le Monde diplomatique oder das ZDF. Millionen Menschen begegnen seiner Arbeit täglich – oft unbemerkt, aber hochwirksam: Erik Spiekermann gehört zu den prägendsten Typografen und Gestaltern Europas. Seit Jahren arbeitet Spiekermann zudem daran, traditionelle Buchdruckverfahren für das digitale Zeitalter neu nutzbar zu machen.

In Fachkreisen gilt Spiekermann seit Jahrzehnten als Ausnahmefigur, manchen als eine Art Pop-Star – als Gestalter, Unternehmer, Schriftentwickler und Vermittler. Seine berühmte Schrift FF Meta entstand ursprünglich für die Deutsche Bundespost und wurde später weltweit zu einem Klassiker der digitalen Typografie – vielfach als „Helvetica der 1990er Jahre“ bezeichnet.

Der Gutenberg-Preis

Der Gutenberg-Preis wird traditionell am Samstag der "Mainzer Johannisnacht" vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz und dem Präsidenten der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft vergeben.

Die Kandidaten für den Gutenberg-Preis schlägt ein Kuratorium vor, das sich aus dem Oberbürgermeister oder seinem Vertreter, je einem Vertreter der Stadtratsfraktionen, die in den Ausschüssen des Rates vertreten sind, dem Direktor des Gutenberg-Museums, drei Vertretern der Gutenberg-Gesellschaft, darunter ein Vertreter des Graphischen Gewerbes, dem Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Leiter des Instituts für Buchwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität sowie dem Stadtrat für Kultur der Stadt Leipzig und einer weiteren von Leipzig zu benennende Persönlichkeit zusammensetzt.

Der Preis zeichnet Personen aus, die sich im Bereich der Technikgeschichte, der Gestaltung, der wissenschaftlichen Erforschung und der Vermittlung von Büchern in der Nachfolge Gutenbergs beschäftigen. So gehören bekannte Typografen wie Hermann Zapf, Wissenschaftler wie Prof. Dr. Robert Darnton, der Erfinder des E-Books, Prof. Dr. Joseph M. Jacobson oder der Wissenschaftler und Schriftsteller Prof. Dr. Umberto Eco zu den Preisträgern.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

Sprachauswahl

Schnellsuche