Mehr Schutz für unsere heimischen Igel
Die Bestände des Westeuropäischen Igels (Erinaceus europaeus) sind in den vergangenen Jahren stark rückläufig. Seit 4. April 2025 tritt die Allgemeinverfügung zum Verbot der nächtlichen Inbetriebnahme von Mährobotern im Bereich der Landeshauptstadt Mainz in Kraft.
Aufgrund der Verarmung der Landschaft durch die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft ist die Entwicklung und Aufrechterhaltung einer kleinräumigen und abwechslungsreichen Kulturlandschaft, in der Igel ausreichend Nahrung und geeignete Versteckmöglichkeiten finden, nicht möglich. Der Einsatz von Pestiziden verringert den Jagderfolg des Igels erheblich, da seine Hauptnahrungsquelle Insekten sind. Das Fehlen von natürlichen Rückzugsbereichen unter Hecken und Gehölzen wirkt sich ebenfalls negativ auf die Bestände der Igel aus. Die Folgen des Klimawandels und die damit einhergehenden Dürresommer erschweren zusätzlich das Überleben der Igel im ländlichen Raum.
Im urbanen Siedlungsbereich konnte der Igel als Kulturfolger in naturnah gestalteten Parks und Gärten einen Ersatzlebensraum finden, der ihm eine ausreichend gute Lebensgrundlage bietet. Zwar sanken die Igelpopulationen auch in den Städten, jedoch zeigte sich, dass die Bestandsdichten der Tiere im urbanen Raum höher sind als im ländlichen Raum. Somit dienen städtische Lebensräume als wichtige Refugien für Igel. Dennoch gibt es auch hier zahlreiche Gefahren, denen der Igel schutzlos ausgesetzt ist.
Unsere Igel sind gefährdet
Insektensterben bedeutet weniger Nahrung für den Igel
Straßenverkehr - eine große Gefahr für Igel
Naturferne Gärten - Kein Lebensraum für Igel
Chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel sind giftig für Igel
Mähroboter - eine unterschätzte Gefahr
Hunde können Igel schaden
Igel richtig unterstützen - Artenschutz im eigenen Garten
Gärten stellen wichtige Ersatzlebensräume für Igel in Städten dar. Jeder kann mit wenigen Maßnahmen einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Igel leisten. Die Maßnahmen kommen auch anderen Wildtieren zu Gute.
Sie können Ihren Garten igelgerecht gestalten, indem Sie heimische Pflanzen und Sträucher pflanzen und Laubhaufen auftürmen, die der Igel als möglichen Schlaf- oder Nistplatz nutzen kann. Auch auf Ihrem Balkon können Sie die Lebensbedingungen von Igeln verbessern, indem Sie heimische Stauden und Kräuter anpflanzen. Zahlreiche Insekten können sich von den Pflanzen ernähren, was wiederum die Nahrungsversorgung des Igels verbessert.
Steckbrief - Igel
Anlegen eines Winterquartiers für Igel
Alternativen zu chemischen Insekten- und Pflanzenschutzmitteln
Zäune und Netze richtig einsetzen
Keine nächtliche Gartenbeleuchtung
Gruben, Schächte und Gartenreiche: Igelsicher
Trinkgelegenheit in heißen Sommern
Igel füttern - Ist das wirklich notwendig?
Wann braucht ein Igel menschliche Pflege?
Weitere Informationen
Die Allgemeinverfügung zum Verbot der nächtlichen Inbetriebnahme von Mährobotern im Bereich der Landeshauptstadt Mainz ist ab der Seite 4 im Amtsblatt Nr. 15 vom 4. April 2025 aufgeführt



